Virtuelle Hobbys mit Spaßfaktor: Diese digitalen Freizeitaktivitäten liegen aktuell im Trend

Die digitale Welt hat an Bedeutung gewonnen. Die Globalisierung hat virtuelle Vernetzungen in allen Lebensbereichen erforderlich gemacht. Die Ereignisse des Jahres 2020 haben die Nutzung digitaler Möglichkeiten auf ein neues Level gehoben. Das Internet dient als Plattform für Informationen und Unterhaltung und wird außerdem in vielen Branchen zum virtuellen Arbeitsplatz. Vor allem im privaten Bereich haben digitale Kommunikation und Freizeitgestaltung im vergangenen Jahr einen bedeutenden Stellenwert eingenommen. Die Beschränkungen der vergangenen Monate haben gezeigt, welche Bandbreite diese Art der Freizeitgestaltungen bieten und wie vielfältig und kreativ sich virtuelle Welten nutzen lassen. Diese Hobbys machen auch online viel Spaß und liegen deshalb 2021 voll im Trend. 

Online-Gaming an PC, Konsole und Smartphone 

Dieses Hobby ist zwar alles andere als neu, allerdings haben viele Menschen gerade in der Ausnahmesituation der vergangenen Monate die Möglichkeiten der virtuellen Spielwelten für sich entdeckt. Sony Interactive, das mit der Playstation unangefochtener Marktführer im Bereich Konsolen ist, hat 2020 absolute Rekordzahlen gemeldet, wie das Internetmagazin Games Wirtschaft berichtet. Insbesondere im ersten Halbjahr stiegen die Einnahmen um satte 12 Prozent. Im letzten Quartal des Jahres waren die Verkaufszahlen eher rückläufig. Dies ist dem Anbieter zufolge aber vor allem auf den Release der neuen Playstation 5 zurückzuführen, der für November 2020 angekündigt wurde. Auch über andere Endgeräte hat die Gaming-Branche durch die Einschränkungen der vergangenen Monate viele neue Anhänger gefunden. 

Am PC, an der Konsole und am Smartphone ist die individuelle Freizeitgestaltung aus dem Gaming-Universum jederzeit verfügbar. Die Auswahl ist riesig und für jeden Gamergeschmack findet sich die passende Spielvariante. Ob Strategie, Wirtschaftssimulation, Rollenspiel, Shooter oder eine Kombination aus mehreren Optionen, die Spieleentwickler sind kreativ. 

Beliebt sind neben den großen Spieleklassikern aus dem Bereich der Massive Multiplayer Online (MMO) vor allem kurzweilige Spielvarianten, die ohne umfangreiche Softwareinstallation spielbar sind und sich auch für die kurze Ablenkung zwischendurch eignen. Wenn es um Auswahl und flexible Spielzeiten geht, schneiden vor allem Online Casinos im Test gut ab. Sie überzeugen durch eine riesige Auswahl an kurzweiligen Spielen und werden zunehmend auch browserbasiert angeboten, sodass kein Softwaredownload mehr erforderlich ist. 

Aber auch zu anderen Themenbereichen hat die Gaming-Branche viel zu bieten. Großen Anklang finden insbesondere Spiele, die eine virtuelle Vernetzung mit anderen Spielern ermöglichen. So wird das Online-Gaming zur sozialverträglichen Freizeitgestaltung, die sich gemeinsam mit Freunden und Gleichgesinnten genießen lässt. 

Virtuelle Sportangebote 

Die Einschränkungen im sportlichen Bereich haben nicht nur viele Vereine wirtschaftlich schwer getroffen. Auch Sportfans mussten in den vergangenen Monaten kreativ werden, um ihren Bewegungsdrang ausleben zu können. Wenn der regelmäßige Besuch im Fitnessstudio oder das Vereinstraining ersatzlos gestrichen werden, ist Umdenken erforderlich. 

Glücklicherweise hat die Krise auch ein enormes kreatives Potenzial hervorgebracht, die auch den Sport in digitale Welten geführt hat. Online-Trainingseinheiten, Videokurse, Gruppenangebote per Videochat und sogar individuelle Trainingsmodule haben viele Lücken schließen können. 

Auch Sportgeräte für den heimischen Gebrauch wie die Wii Sports, Balance Boards oder andere Trainingsgeräte zogen in vielen sportbegeisterten Haushalten ein, um ein effektives Heimtraining zu ermöglichen. Mit der Activity-Playlist auf den Ohren oder dem passenden Stream wird das Wohnzimmer schnell zum virtuellen Trainingsraum. 

Digital Arts: Im virtuellen Raum kreativ werden

Digital Arts gehörte zu den absoluten Shootingstars der Ausnahmemonate. Entsprechende Grafikprogramme für kreative Ideen am PC oder Tablet gab es zwar auch vorher schon, doch das Interesse und die Vielfalt sind durch die Verlagerung der Freizeitgestaltung in den virtuellen Raum stark gewachsen. Mit modernen Design- und Renderingprogrammen lassen sich kreative Kunstwerke direkt am Bildschirm erstellen. 

Aber auch analog erschaffene Kunstwerke haben zunehmend ihren Weg in die digitale Welt gefunden. Foren und Tauschbörsen für Fanart oder Kunst aus allen kreativen Bereichen sind ebenso entstanden wie vielfältige Diskussionsplattformen rund um Themen des künstlerischen Bereiches. Im heimischen Atelier haben viele Menschen die Zeit abseits des öffentlichen Lebens dazu genutzt, ihr eigenes kreatives Potenzial zu entdecken und zu fördern und so den Weg zu einem neuen Hobby gefunden, das auch weit über diese besondere Zeit hinaus Erfüllung bringen kann. 

Literatur genießen: Lesen, hören und selbst publizieren in der digitalen Welt

Literatur gehört zu den medialen Begleitern, die sich hervorragend an die besonderen Gegebenheiten anpassen konnten. Bücher und E-Books verkürzen die Stunden und trotzen jeder Einschränkung. Durch Hörbücher, Hörspiele und Podcasts lassen sich Informationen und Unterhaltung in vielfältigster Weise transportieren. Büchereien und Bibliotheken haben vielerorts auf virtuelle Angebote umgestellt und nicht nur Ausleihe und Buchkauf digital ermöglicht, sondern auch Lesungen, Buchmessen und andere literarische Veranstaltungen virtuell ausgerichtet. 

Viele Menschen haben die Stunden im heimischen Umfeld auch dazu genutzt, um ihr eigenes literarisches Potenzial zu entdecken und auszuschöpfen. Schriftstellerische Werke erschaffen und publizieren gehörte zu den beliebtesten Hobbys der vergangenen Monate. Ob im eigenen Blog, als Gastbeitrag in Online-Magazinen oder als E-Book, eigene Publikationen gehörten zu den kreativen Strategien, mit denen viele Menschen sich durch die Ausnahmesituation brachten. Wer selbst etwas veröffentlichen wollte, musste sich aber auch intensiv mit Themen wie Urheberrecht, Plagiat oder den Regeln und Gepflogenheiten im Verlagswesen beschäftigen. So erschließen sich möglicherweise völlig neue Themenbereiche, die für Abwechslung sorgen können. 

Wenn die Ablenkung draußen fehlt, kann dies manchmal sogar der Schlüssel zu im Inneren verborgenen Talenten und Wünschen sein. Wer in den vergangenen Monaten die Literatur wieder neu für sich entdeckt hat, wird dies bestätigen können. 

Watchparty, Team-Meeting und Co.: Virtuell Freunde treffen

Der Wunsch nach sozialem Miteinander ist in den meisten Menschen stark ausgeprägt. Wenn persönliche Kontakte kaum noch möglich sind, gewinnen die virtuellen Möglichkeiten des Beisammenseins an Bedeutung. Treffen im digitalen Raum haben in den letzten Monaten viele Brücken geschlagen und Lücken geschlossen. Ein Stammtisch, eine Weihnachtsfeier oder ein Geburtstag per Watchparty, Groupwatch zum Release der neuen Staffel der Lieblingsserie, virtueller Kaffeeklatsch mit der besten Freundin oder eine Skype-Konferenz mit Oma und Opa, während die Enkel die Weihnachtsgeschenke auspacken - wie vielfältig die Möglichkeiten der virtuellen Kontakte sind, durften wir in den letzten Wochen und Monaten feststellen. Soziale Interaktion per Mausklick wurde lange Zeit kritisch betrachtet. Nun konnte sie eine Leere füllen, die vor allem Menschen mit zahlreichen sozialen Kontakten und einem starken Bedürfnis nach gesellschaftlichem Miteinander zu schaffen machte. 

Es ist unbestreitbar, dass die Möglichkeiten der virtuellen Welt in den vergangenen Monaten vieles abfangen, ausgleichen und sogar ersetzen konnten. Doch wie wird sich diese Entwicklung langfristig auf das Freizeitverhalten der Gesellschaft und insbesondere auf den Umgang mit sozialen Kontakten auswirken? Erleben wir unsere Freizeit und unser soziales Miteinander in Zukunft nur noch virtuell? Wird das Social Distancing zum Normalzustand, der persönliche Kontakte überflüssig macht? „Soweit wird es nicht kommen", versichert Freizeitforscher Ulrich Reinhardt von der Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk. „Virtuelle und digitale Freizeitgestaltung werden kein Ersatz, sondern eher eine Ergänzung sein. Auch zukünftig bleibt immer das Grundbedürfnis, soziale Kontakte zu haben, in den Verein, aufs Konzert, ins Kino oder Theater zu gehen. Das wird sicherlich auch nach Corona wieder da sein."

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