Späte Strafe für säumige Mieter

Servicetexte. Ältere Mietrückstände können durchaus noch eine fristlose Kündigung auslösen, sogar noch Monate später.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass die fristlose Kündigung eines Mietverhältnisses wegen Zahlungsverzugs nicht innerhalb einer „angemessenen Frist“ zu erfolgen hat. Es gebe keine konkrete gesetzliche Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt des Entstehens des Kündigungsgrundes und dem Ausspruch der fristlosen Kündigung, die ein Vermieter einzuhalten habe, so die Richter. Demzufolge kann der Vermieter auch noch nach mehr als sieben Monaten fristlos kündigen – gerechnet ab dem Zeitpunkt, an dem er von den aufgelaufenen Mietrückständen und damit von dem Kündigungsgrund erfahren hat (Az.: VIII ZR 296/15).

Im konkreten Fall hatte eine katholische Kirchengemeinde eine 3-Zimmer-Wohnung an ihre Küsterin vermietet. Die Mieterin zahlte jedoch die Mieten für Februar und April 2013 nicht. Es folgte eine erfolglose Mahnung. Mitte November kündigte dann die katholische Kirchengemeinde das Mietverhältnis fristlos.

Laut BGH war die fristlose Kündigung gerechtfertigt. Das Kündigungsrecht der katholischen Kirchengemeinde sei unter anderem auch nicht verwirkt gewesen. Das Gericht sah keine Anhaltspunkte etwa für ein berechtigtes Vertrauen der Mieterin darauf, dass die Kirchengemeinde ihr Recht zur fristlosen Kündigung wegen der säumigen Mietzahlungen nicht wahrnehmen werde. Dass die Vermieterin eine katholische Kirchengemeinde sei und die Mieterin gehofft habe, dass die Kirchengemeinde aus sozialen und ethischen Erwägungen nach solch einer langen Zeit keine Kündigung mehr erklären werde, reiche für die Annahme der Verwirkung nicht aus, hieß es. Nach dieser Entscheidung sollten Mieter sich bewusst machen, dass nach etwaigen Mietrückständen eine fristlose Kündigung plötzlich im Raum stehen kann – auch noch nach Monaten.

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Augustusmarkt darf stattfinden

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Gruselfaktor bei Halloween auf Hofewiese

Langebrück. Die Hofewiese in Langebrück lädt am Wochenende zum Familienhalloween ein. Unter dem Motto „Fröhlich Gruseln in der Heide" wurde das gesamte Landgut aufwendig dekoriert und mit Gruselfiguren ausstaffiert. Der Biergarten wird zum Gruselgarten. Was ist los? Kürbisse schnitzen, sich schminken lassen, an Feuerkörben stehen, Kürbissuppe, Knüppelkuchen, Hefeklöße essen, Glühwein und Kinderpunsc trinken - Höhepunkt ist der Samstag, 31. Oktober, mit Einbruch der Dunkelheit,  wenn Besucher in Corona-gerechten Kleinstgruppen auf schaurig-schöne Gruselwanderungen in die nahe Heide geführt werden. Wer Glück hat, trifft auf Hans Jagenteufel, den berüchtigten Reiter ohne Kopf. Die Sagengestalt treibt in dieser Zeit in der Dresdner Heide ihr Unwesen. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Kostümierte Gäste sind sehr gern gesehen. Ausdrücklich werden wetterfestes Schuhwerk und entsprechende Kleidung empfohlen. Die Wanderungen werden getaktet. Teilnahmeberechtigungen sind am Samstag vor Ort erhältlich.  Am Sonntag (1. November) lädt die Reitschule von Claudia Bosert ab 14 Uhr zum Ponyreiten auf verkleideten Pferden ein und 15 Uhr ist das Puppentheater Vollmann mit einer neuen Kaspergeschichte zum letzten Mal in diesem Jahr zu Gast. Verkehrskonzept Zwischen 14 und 22 Uhr am Samstag sowie von 11 bis 19 Uhr am Sonntag pendelt im Halbstundentakt zwischen Klotzsche (Käthe-Kollwitz-Platz), Langebrück (Klotzscher Straße, Lindenhof, Sparkasse) und der Hofewiese ein kostenloser Bus-Shuttle der Stadtrundfahrt Dresden. Er fährt immer zur halben und zur vollen Stunde ab Klotzsche (Käthe-Kollwitz-Platz) und Langebrück. Coronaregeln Die Hofewiese ist am Reformationstag von 10 bis 22 Uhr und am 1. November von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Zutritt zur Hofewiese ist wie immer eintrittsfrei, die Kapazitäten sind ausreichend. Allerdings gelten strengere Hygieneregeln. So müssen sich die Gäste zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung registrieren, wobei ein Familien- bzw. Besuchergruppenmitglied ausreicht. Der Zugang zum Landgut erfolgt diesmal ausschließlich über den Eingang am Parkplatz (Gänsefuß). Ausklang und Winterbetrieb Mit Halloween stellt die Hofewiese ihren Biergarten auf Winterbetrieb um. Ab November ist die Freiluftwirtschaft wochentags wieder geschlossen, hat aber an den Wochenenden, an allen Feiertagen und zwischen den Jahren von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Nur am 25. Dezember bleibt sie geschlossen. Die Saison endet voraussichtlich am 3. Januar 2021. Die Hofewiese in Langebrück lädt am Wochenende zum Familienhalloween ein. Unter dem Motto „Fröhlich Gruseln in der Heide" wurde das gesamte Landgut aufwendig dekoriert und mit Gruselfiguren ausstaffiert. Der Biergarten wird zum Gruselgarten. Was…

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