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Neuer Steuermann für das Staatstheater Cottbus übernimmt

Südbrandenburg. „Steuermann lass die Wacht, Steuermann her zu uns!“ heißt es im bekannten Matrosenchor aus Richard Wagners „Der fliegende Holländer“. Die bekannte Melodie mit dem Cottbuser Opernchor setzte am vergangenen Wochenende auf dem Hof der von Alvensleben-Kaserne nicht nur den Schlusspunkt unter das diesjährige Sommertheater.

Sie signalisierte nach 18 erfolgreichen Open-Air-Vorstellungen mit rund 2.100 Besuchern unter dem Motto „Mit Abstand das Beste“ auch das Ende der seit März wegen der Corona-Auflagen unterbrochenen Theatersaison  und einen Ausblick auf die nächste Spielzeit des Staatstheaters Cottbus.

Mit viel Beifall und herzlichen Dankesworten verabschiedeten die Theaterfans und der Förderverein, die Brandenburger Kulturministerin Manja Schüle, der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch und die Direktorin des Brandenburgischen Landesmuseums für Moderne Kunst, Ulrike Kremeier, beim letzten Akt der Corona-Spielzeit den auch als Krisenmanager in die Annalen eingegangenen Intendanten und Geschäftsführenden Direktor Rene‘ Serge Mund. Der in Malta geborene Theatermann hatte in der Doppelfunktion vor zwei Jahren das Krisen geschüttelte Vierspartenhaus wieder in ruhiges Fahrwasser geführt. Zuvor war der jetzt 72-Jährige bereits zweimal als Geschäftsführender Direktor am Staatstheater Cottbus tätig.

Als neuer Steuermann übernimmt nun der im schweizerischen Bern geborene Stephan Märki das Ruder am Cottbuser Schillerplatz. Der 65-jährige Schauspieler und Regisseur wird neuer Intendant und gleichzeitig Operndirektor.  Den Posten als neue Verwaltungsdirektorin der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder), zu der auch das Staatstheater Cottbus gehört, übernimmt die aus dem anhaltinischen Gardelegen stammende Kulturmanagerin Iris Dönicke. Die beiden neuen Führungskräfte bedauerten, dass der am 5. September geplante Auftakt der neuen Cottbuser Spielzeit „Theater und Musik in Pücklers Park“ nicht, wie in den vergangenen 17 Jahren, stattfinden kann. Der neue Spielplan für 2020/2021 soll am 7. September verkündet werden. (kay)

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