Jan Hornhauer

Pro Barbara, Contra Greenpeace

Südbrandenburg. Mehr als 1.000 Gäste, vor allem Mitarbeiter von Vattenfall, trafen sich gestern in der Stadthalle Cottbus zum Barbara-Tag. Ungewohnt scharf fiel die Kritik in Richtung Greenpeace aus.

"Welche Pläne haben diese feinen Umweltgruppen mit der Region? Sie haben nichts an Wertschöpfung zu bieten", stellte Vattenfall-Vorstandschef Dr. Hartmuth Zeiß in seiner Festrede klar. Damit verwies er darauf, dass sein Unternehmen sich seit jeher als "Partner der Region" sehe. Die Rolle der Baunkohle sehe er als eminent wichtig an. "Wir können mit unserem heimischen Boidenschatz rund um die Uhr alles geben, was wir haben. Zugleich sind wir in der Lage, höchst flexibel auf andere Einspeisungen zu reagieren und das Netz im Gleichgewicht halten." Denn nach wie vor ist der Netzausbau nicht auf dem Stand, dass er der Menge des eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energien verkraften würde. Braunkohlekraftwerke übernehmen hier eine wichtige Steuerungsfunktion des Stromnetzes. Ohne dies könnten dauerhafte Versorgungsengpässe die Folge sein. Innenminister Dietmar Woidke (SPD) betonte: "Außerdem ist die Braunkohle Garant für bezahlbaren Strom."

 

Den Rahmen der jährlichen Barbara-Feier in der Cottbuser Stadthalle nutzen die Bergleute traditionell auch immer, um Bilanz zu ziehen. So rechnet Vattenfall in diesem Jahr mit einer Gesamtabbaumenge von rund 62 Millionen Tonnen Braunkohle. Das ist die höchste Abbaumenge seit 1993. Mit 55 Milliarden Kilowattstunden Strom wird der Konzern eigenen Angaben zufolge so viel Strom in diesem Jahr produzieren, wie seit der Wende nicht mehr. 

Hintergrund: Die Heilige Barbara ist die Schutzheilige der Bergleute. Alljährlich am 4. Dezember gedenken sie ihr. Bei der gestrigen Veranstaltung in Cottbus war als Ehrengast der Journalist und Nahost-Experte Ulrich Kienzle eingeladen. Er sprach unter dem Titel "Abschied von 1001 Nacht -Mein Versuch, die arabische Welt zu verstehen" über aktuelle Entwicklungen im nahen Osten. Für Musik sorgten das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus, das Orchester Lausitzer Braunkohle sowie der Chor der Bergarbeiter Brieske.

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Mütter als Fels der Familie

Sachsen. Das Müttergenesungswerk ruft unter dem Motto #gemeinsamstark zu Spenden und Sammlungen für Mütter auf. Elke Büdenbender, Schirmherrin des Müttergenesungswerks betont in ihrem Spendenaufruf: »Gerade jetzt ist jegliche Unterstützung von großer Bedeutung, um die Familien in unserem Land in diesen herausfordernden Zeiten und darüber hinaus zu stärken!« Jeder Tag müsste Muttertag sein Am Muttertag erfahren die Leistungen und Lasten von Müttern die dringend notwendige Aufmerksamkeit und Wertschätzung. »Viel zu oft wird diese alltägliche Familienarbeit, die ein wichtiger Beitrag zu unserem gesellschaftlichen Leben ist, als selbstverständlich hingenommen,« sagt Schirmherrin Büdenbender. Eigentlich müsste jeder Tag Muttertag sein. Eines ist jedoch klar: Seit mehr als einem Jahr herrscht Ausnahmezustand und besonders Mütter spüren den Druck und die Auswirkungen der Corona-Pandemie: Schule und Kinderbetreuung fallen aus, das Arbeitsleben verlagert sich für viele auf das Zuhause, die Pflege von Angehörigen ist oftmals nur unter erschwerten Bedingungen zu gewährleisten und dann noch der Haushalt. Die Mehrfachbelastung unter diesen extremen Bedingungen zwingt die Stärkste in die Knie. Und genau das passiert: Irgendwann kommt der Punkt, an dem es nicht mehr weitergeht. Erschöpfung setzt ein, ein Gefühl von Hilflosigkeit und Überforderung und die Gesundheit leidet. Unterstützung durchs Müttergenesungswerk Oft zu spät suchen sich Mütter dann Hilfe. Das Müttergenesungswerk, das sich seit über 70 Jahren für die Gesundheit von Müttern einsetzt, ein Beratungsnetz und Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Mutter und Kind anbietet – auch für Väter. In den dreiwöchigen Kuren profitieren Teilnehmer von einem gendersensiblen Kurangebot, das individuell auf die Bedürfnisse und die Lebenssituation in der Familie zugeschnitten ist. Durch verschiedene Therapien und den Austausch mit anderen Müttern gewinnen die Frauen Abstand vom Alltag, tanken Kraft, erhalten neue Impulse und verändern den Blick auf Zuhause. Spenden hilft konkret Die Arbeit des Müttergenesungswerks ist u.a. durch Spenden möglich: Information, Aufklärung, Beratungsarbeit und Nachsorge sowie ganz konkret mit direkten finanziellen Kur-Zuschüssen für Mütter. Gemeinsam kann man sich für Mütter stark machen. Hilfe durch: Haus- und Straßensammlung des Müttergenesungswerks direkte Spende: www.gemeinsam-stark.social/spenden Spendenkonto: IBAN: DE13 7002 0500 0008 8555 04 / BIC: BFSWDE33MUEDas Müttergenesungswerk ruft unter dem Motto #gemeinsamstark zu Spenden und Sammlungen für Mütter auf. Elke Büdenbender, Schirmherrin des Müttergenesungswerks betont in ihrem Spendenaufruf: »Gerade jetzt ist jegliche Unterstützung von großer…

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