Jan Hornhauer

15. Februar: Cottbus bekennt Farbe!

Cottbus. Auch 2013 finden anlässlich des geplanten Neonaziaufmarschs am 15. Februar verschiedene Protestaktionen statt. Auf zwei Routen wird im Stadtgebiet gegen Geschichtsverfälschung und Rassismus demonstriert.

Die erste Route startet um 15.30 Uhr vom Hauptbahnhof aus. Hier wird der "Cottbuser Aufbruch" vor Ort sein. Der Demonstrationszug passiert danach verschiedene Punkte, wo ebenfalls Veranstaltungen stattfinden. Darunter: Lutherkirche, Carl-Thiem-Klinikum, Vattenfall, Sportlerdenkmal, Medienhaus/Jüdisches Denkmal, Knappschaft Hauptverwaltung, Bahnhofsbrücke, Bahnhofsstraße / Breitscheidstraße, Bahnhofstraße / Schwanstraße.Die zweite Route startet gegen 16.05 Uhr von der BTU Cottbus (Forum) aus. Die weiteren Stationen hier sind der Stadthallenvorplatz, die Sonnenuhr, Altmarkt, Chillout-Lichtdesign, Schlosskirchplatz, Brandenburger Platz.Gegen 17.20 Uhr ist die Vereinigung der beiden Demorouten vorgesehen. Ab der Bahnhofstraße / Ecke Liebknechtstra0e geht es bis zur Werner-Straße gemeinsam, wo eine Abschlusskundgebung des "Cottbuser Aufbruchs" geplant ist. "Wir rufen möglichst viele Cottbuser auf, sich an einem der Punkte in die Demo einzureihen", sagt Lothar Judith vom "Cottbuser Aufbruch". Zur Abschlusskundgebung selbst hat sich Brandenburgs Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident Dr. Helmuth Markov angekündigt.Die Programmpunkte an den einzelnen Stationen finden Sie zum Nachlesen im Internet unterwww.wochenkurier.infoUnabhängig von den Veranstaltungen des "Cottbuser Aufbruchs" plant das Aktionsbündnis "Cottbus nazifrei!" eigene Aktionen, um den Aufmarsch der NPD zu blockieren.

Unterdessen signalisierte auch die Handwerkskammer Cottbus (HWK) die Bereitschaft, die Aktion "Cottbus bekennt Farbe" zu unterstützen. In einer Stellungnahme betonte HWK-Präsident Peter Dreißig: "Wir unterstützen ein zusammenwachsendes Europa ohne Fremdenhass und rechte Gewalt. Deswegen lautet unser Aufruf an alle Handwerksbetriebe der Region und Bürger der Stadt Cottbus: Zeigen Sie bitte Farbe gegen Rechtsextremismus! Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig - ob mit stummem Gedenken an die Opfer der Naziverbrechen oder eine Teilnahme an einer der friedlichen Gegendemonstrationen."

 

Auch Brandenburgs Bildungsministerin Martina Münch, Sprecherin der Bürgerinitiative "Cottbuser Aufbruch", nimmt an der Demonstration gegen den geplanten NPD-Aufmarsch in Cottbus teil. "Cottbus ist eine menschliche, weltoffene und tolerante Stadt und das soll auch weiter so bleiben." so die Ministerin.

Links: www.cottbuser-aufbruch.de; www.cottbus-nazifrei.info

Foto: Archiv / Dirk Blaschke

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