Elisa Thaute

Auch 2013 wird ein ereignisreiches Jahr für den "Cottbuser des Jahres 2011"

Cottbus. Zu Beginn des vergangenen Jahres wählten die Leser des WochenKurier und die Hörer von 94,5 Radio Cottbus Benny Bastisch zum "Cottbuser des Jahres". Grund für viele damals, das Kreuz hinter seinem Namen zu setzen, war die überaus erfolgreiche Ausrichtung der Feuerwehrsport-WM im Sommer 2011. Mittlerweile wird ein Nachfolger für den 34-Jährigen gesucht. Langweilig wird es deswegen für Benny Bastisch noch lange nicht.

Benny Bastisch über Sport, seinen Titel und Ideen für die Leserwahl in diesem Jahr

Etwas gehetzt erscheint der "Cottbuser des Jahres 2011" an diesem Morgen zum verabredeten Termin. "Tut mir leid, ich komme gerade von einem Einsatz." Denn neben seiner Verwaltungstätigkeit für die Cottbuser Berufsfeuerwehr fährt er immer noch regelmäßig zu Einsätzen. Ein qualmendes Auto auf der Autobahn in Richtung Forst war es dieses Mal. Neben den vielen beruflichen Strapazen warten auf ihn in diesem Jahr auch wieder zahlreiche Herausforderungen im Feuerwehrsport. Der Trainer der Männer des "Team Lausitz" berichtet: "Im Juli starten sowohl Männer- als auch Frauenmannschaft bei der Feuerwehrolympiade in Frankreich. Aktuell bereiten wir uns in der Halle darauf vor und machen drei Mal pro Woche Kraft- und Konditionstraining."Die Grundlage für die Startberechtigung erwarb sich das "Team Lausitz" bei den Deutschen Meisterschaften 2012 in Cottbus. Als Trainer hatte der "Cottbuser des Jahres" auch daran seinen Anteil. Am Ende sei er mit diesem Höhepunkt des Jahres 2012 sehr zufrieden gewesen. "Tolle Wettkämpfe und das beste Mannschaftsergebnis, was wir je erreicht haben. Ich bin stolz aufs Team", so Bastisch, der gleichzeitig Nationaltrainer der Feuerwehrsport-Mannschaft Deutschlands ist.Für die demnächst erneut anstehende Wahl zum "Cottbuser des Jahres" hat er keinen Favoriten. Aber: "Peter Przesdzing vom Sportstättenbetrieb hätte es in meinen Augen schon verdient, nominiert zu werden. Was er in den letzten Jahren für den Cottbuser Sport getan hat, ist lobenswert. Allein die Nominierung ist ja schon eine Ehre, mir ging es ja vor einem Jahr genauso."Welche Vorschläge haben Sie, liebe Leser, für den Cottbuser des Jahres? Schicken Sie uns Ihre Namen mit kurzer Begründung an:redaktion@cwk-verlag.de

Foto: jho

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Mugge aus dem Polizeirevier

Pirna. Das hat es im Polizeirevier Pirna noch nicht gegeben! Am Samstagabend lassen zwei Discjockeys bei den Ordnungshütern eine Diskoparty steigen, dass die Wände wackeln. Von der Dienststelle an der Oberen Burgstraße schicken DJ Ohrkan und DJ Pierre Laminar kostenfrei ihren nächsten Stream „Klangkeller 2.0“ über Twitch (www.twitch.tv/ohrkan) in die Welt hinaus. Raum wird präpariert Wenn die beiden Akteure ihren Sound ins Netz schicken, werden sie schon der Corona-Situation wegen unter sich bleiben. Revierleiter Candy Sommer (43) hat den Musikkünstlern den großen Beratungsraum zugewiesen. Den Wachhabendenbereich und den Saal trennen mindestens zwei Türen. „Bevor es losgeht, dichten wir die Tür im Saal als auch die Fenster zur Straße schalldicht ab“, erklärt der Pirnaer Ingo Weichelt, im Hauptberufsleben als Gärtner im Zierpflanzenbau. Deshalb werden die diensthabenden Beamten bei ihrer Arbeit vor Ort wohl von der Mugge, die von den DJ-Konsolen abgespielt wird, kaum etwas mitbekommen. „Maximal leicht die Bässe.“ Das ist geplant Vier Stunden lang von 20 Uhr bis Mitternacht präsentieren der 40-Jährige Ingo Weichelt und sein Kompagnon der Heidenauer Phil Jakubowski (37) Songs aus den Charts, aber auch House-, Electro- und Techno-Klänge sowie Remixe und Mash Up. Die beiden würden sich freuen, mit vielen Leuten an den Endgeräten zu chatten. „Sie sollen nicht nur unseren Stream anschauen, mit dem wir sie unterhalten, sondern mit uns gemeinsam Spaß haben“, sagt Ohrkan. „Sie können bei uns ihre Musikwünsche loswerden. Wir haben aber auch Überraschungen vorbereitet, verlosen etwas, machen Gewinnspiele. Alles läuft spontan.“ Der Klangkeller, wie Ohrkan seinen Musikstream nennt, ist vor reichlich einem Jahr mit Corona entstanden. „Die erste Sendung lief bei mir im Keller mit acht Zuschauern. Wir hatten damals nur eine ganz simple Technik. Ein Kumpel hat mich mit einer Handycamera gefilmt.“ Ingos Mitstreiter Phil, eigentlich Bauleiter bei Oertel Gerüstbau, hatte sich eigentlich schon in die DJ-Rente verabschiedet. Beim Probe-Streaming bekam er Lust, wieder mitzumachen. Erklärtes Ziel: Man wolle bei Partygängern und Feuerwütigen während der Corona-Zwangspause in Erinnerung bleiben und bestenfalls noch bekannter werden. Durch ein Stipendium der Kampagne "So geht sächsisch" und Unterstützung der Heidenauer Firma Wehner Bau konnte Ohrkan in bessere Technik investieren. Dass es den Klangkeller gibt, sprach sich herum und dort wurde immer mehr zum Selbstläufer. Steigende Zuschauerzahlen Mittlerweile verfolgen im Schnitt rund 300 nicht registrierte Zuschauer, was Ohrkan und Pierre Laminar an den DJ-Konsolen treiben. Nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus den Niederlanden, Polen, Österreich und der Schweiz schauen Leute bei den Übertragungen, die aller 14 Tage von einem anderen Ort ausgestrahlt werden, zu. So sendeten Ohrkan und Co. bereits aus mehreren Pirnaer Gaststätten so dem spanischen Tapas-Restaurant Málaga, dem Burger-Restaurant Platzhirsch, aus dem Old English Pub Billys oder aus Schaudestillerie am Brauhaus „Zum Gießer“. Auch auf dem Dach von Gerüstbau Oertel waren sie schon mit ihrer „Coolen Idee“. Polizei unterstützt das Format Nun ist die Polizei Gastgeber. „Die Anfrage kam für uns überraschend. Denn sie ist schon etwas Besonderes“, so Revierleiter Candy Sommer. „Ich finde die Aktion nicht schlecht. Für die DJ´s ist eine gute Option, um in der Bevölkerung weiter präsent zu sein.“ Da gesellige Veranstaltungen derzeit wegen der Corona-Beschränkungen tabu sind, gebe es da nicht allzu viele Alternativen. Candy Sommer machte es an einem aufgefallenen Ort möglich und sagte: „Wir unterstützen das.“ Natürlich könne ein Stream nicht jeden Tag im Polizeirevier stattfinden, gibt der Polizeirat zu bedenken. „Wir haben ja auch unsere Abläufe, die in so einem Fall beeinträchtigt sind.“ Aber die Polizei wolle auch Gesicht zeigen und ein Zeichen setzen. „Wir kennen die Situation. Wir kennen die Ängste der Bürger und die Sorgen der betroffenen Branchen, in dem Fall der arg gebeutelten Unterhaltungsbranche. Jeder von uns hat auch Familie. Wir Polizisten sind auch nur Menschen und sind ebenso betroffen von den Maßnahmen, wie alle anderen auch.“ Wenn die jungen Männer in seiner Wache für die Öffentlichkeit Musik abspielen, wird der Polizeichef selbst nicht vor Ort sein. „Aber ich werde sicher mal in den Stream reinhören.“ Das hat es im Polizeirevier Pirna noch nicht gegeben! Am Samstagabend lassen zwei Discjockeys bei den Ordnungshütern eine Diskoparty steigen, dass die Wände wackeln. Von der Dienststelle an der Oberen Burgstraße schicken DJ Ohrkan und DJ Pierre…

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