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Bombe in Cottbus unschädlich gemacht

Cottbus. Die Weltkriegsbombe in Cottbus wurde heute, 1. März, durch Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes unschädlich gemacht.

Sprengmeister Mario Büchner und seine Kollegen konnten den russischen Zünder der Bombe deutscher Bauart entfernen und in einem entfernten Waldstück sprengen. Anschließend wurde die Bombe vom Fundort in der Virchowstraße abtransportiert.

Sprengmeister Mario Büchner: „Es ging letztlich besser als gedacht. Die Bombe wirkte nach 75 Jahren im Boden sehr angegriffen. Es gibt für solche Fälle keine Routine.“

Oberbürgermeister Holger Kelch und Ordnungsdezernent Thomas Bergner dankten „allen Beteiligten für die gute Arbeit und das perfekte Zusammenspiel, aber auch allen Anwohnerinnen und Anwohnern, die verständig, umsichtig und pünktlich den notwendigen Einschränkungen gefolgt sind“.

Während der Sperrung ab 8 Uhr mussten etwa 3.700 Anwohner ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Nahverkehr und Stromversorgung waren zeitweise unterbrochen. Um den Fundort war ein ca. 300 Meter breiter Sperrkreis gezogen worden. 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz sowie aus der Stadtverwaltung sorgten für die Evakuierung des Sperrkreises. Für die Unterbringung standen zwei Sporthallen zur Verfügung, die von ca. 120 Menschen genutzt wurden. Das waren mehr als bei anderen Bombenentschärfungen, da Corona-bedingt Ziele wie eine Shoppingtour in der Stadt oder Cafés und Restaurants nicht zur Verfügung standen. Insgesamt 14 Personen, die unter Quarantäne stehen (darunter acht positiv auf Covid-19 Getestete) waren im Stadthaus separat untergebracht.

Polizei und Ordnungsamt prüfen Konsequenzen für einen Nachbarn am Fundort, der eine Kamera mit Blick auf die Fundstelle und die Arbeit der Sprengmeister installiert hatte. Das Fenster mit der Kamera wurde durch die Feuerwehr zunächst abgedeckt; die Kamera selbst durch den Betreiber abgeschaltet. Er hat sich später zudem entschuldigt.

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Wie Digitalisierung regionalen Unternehmen helfen kann

Magazine. Der City-Werbering-Spremberg e. V. und seine Partner haben für ihr Projekt „Regionale, virtuelle Onlineplattform - SprembergShop24.de“ Ende vergangenen Jahres den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ des Innenstadtwettbewerbs „Handel(n) für lebendige Innenstädte“ im Rahmen der IHK-City-Offensive Südbrandenburg gewonnen. "Die Auszeichnung ist für den City-Werbering eine große Ehre.", so City-Managerin Madlen Schwausch vom Wirtschaftsförderer-Team der ASG Spremberg. Es gab eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Silke Schwabe, Unternehmensbegleiterin bei der IHK Cottbus: „Dieser Onlineshop trägt einerseits dazu bei den ein oder anderen Umsatz der regionalen Unternehmen in Spremberg in diesem Jahr zu retten. Andererseits hilft es den Unternehmen dabei die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, z.B. durch Schulungen im Bereich Onlinehandel“, begründete Silke Schwab die Wahl. Unter der Prämisse „Geh online und kauf regional“ wurde im Frühjahrslockdown für die Unternehmen innerhalb kürzester Zeit ein virtuelles Kaufhaus ins Leben gerufen. Auf dieser Onlineplattform können die Spremberger Gewerbetreibenden ihre regionalen Produkte platzieren und verkaufen. „Von Taschen, Spiritousen, Wollsachen, technischen Produkten wie Roboter, Dienstleistungen wie Botengänge über gastronomische Angebote biete dieser Onlineshop eine Menge Auswahl“, erklärt Madlen Schwausch. Außerdem können Gutscheine über den Shop erworben werden. Der Anstoß zu diesem Projekt kam im März des vergangenen Jahres, als Deutschland kurz vor dem ersten Lockdown stand. Christine Herntier, Bürgermeisterin der Stadt Spremberg, betonte die Wichtigkeit dieses Onlinehandels in der aktuellen Zeit. „Es ist vielen deutlich geworden, dass es in Zeiten wie diesen ein gutes Mittel ist, um Kunden zu halten und Werbung für sich zu machen“. Die Bürgermeisterin freut sich vor allem, dass sich dieses Engagement von den Gewerbetreibenden in Spremberg heraus entwickelt hat – „Made in Spremberg City“ sozusagen. Auch die regionale Bevölkerung werde mit diesem Projekt sensibilisiert, die Unternehmen lokal vor Ort zu unterstützen und nicht nur Einkäufe bei den großen Internetriesen zu tätigen, die es nicht unbedingt nötig hätten, hofft Silke Schwab von der IHK Cottbus. Der Spremberger Onlineshop könnte in diesem Fall Vorbild für andere Städte und Gemeinden werden. Anfragen von anderen Kommunen zu diesem Projekt gab es schon. www.sprembergshop24.de Stark für die Lausitz Weitere Artikel, Statements und Geschichten aus der Region sind in der neuen Ausgabe des Magazins »Stark für die Lausitz« zu finden.Der City-Werbering-Spremberg e. V. und seine Partner haben für ihr Projekt „Regionale, virtuelle Onlineplattform - SprembergShop24.de“ Ende vergangenen Jahres den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ des…

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