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Engere Zusammenarbeit mit Russland

Cottbus. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) bietet mit ihren Partnern ab sofort südbrandenburgischen sowie russischen Unternehmen eine individuelle Begleitung beim Markteinstieg in Russland und in Südbrandenburg an.

Möglich macht das, das Anfang Februar eröffnete Repräsentanzbüro in der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) Moskau. Dieses nun offizielle Büro ist Teil des Projekts »Russian Desk«, welches die IHK Cottbus koordiniert und in dem die Stadt Guben, die Wirtschaftsförderungs- und Projektsteuerungsgesellschaft ASG Spremberg GmbH und aus Forst die CIT GmbH Wirtschaftsförderung für den Landkreis Spree-Neiße Projektpartner sind.

Das Büro stellt eine Anlaufstelle für geschäftliche Aktivitäten deutscher und russischer Firmen dar und beantwortet Fragen hinsichtlich des anderen Landes. Ziel der Partner ist es, damit die südbrandenburgisch-russischen Wirtschaftsbeziehungen zu intensivieren, den Import und Export zu fördern sowie die Investitionen in Südbrandenburg und Russland anzukurbeln. Information, Networking und Kontaktvermittlung für die deutsche und die russische Wirtschaft stehen dabei auf der Agenda. Die Projektpartner unterstützen durch Beratung und Begleitung russischer Unternehmen, bei der Durchführung von Unternehmereisen, Delegationsempfängen, Seminaren, Workshops und Veranstaltungen sowie der Erarbeitung von russischen PR-Materialien über Südbrandenburg.

Die AHK in Moskau fungiert als wichtiger Vermittler in der Geschäftspartnersuche und Dienstleister für die Projektbeteiligten. Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer sagt dazu: »Der russische Markt bietet großartige Chancen. Deutschland war im Zeitraum von Januar bis September 2019 der zweitwichtigste Handelspartner Russlands und lag damit knapp vor den Niederlanden. Wir freuen uns nun über dieses einzigartige Pilotprojekt. Wir sind stolz auf diese im weltweiten Netz von 144 Auslandshandelskammern einzigartige Zusammenarbeit und werden alles tun, um diese zu einem Erfolg zu führen.«

Mit 518,4 Milliarden US-Dollar hat Russland nach China, Japan und der Schweiz die viertgrößten Währungsreserven weltweit. Russland wird zudem bis 2024 über 350 Milliarden Euro in die »Nationalen Projekte« zur Entwicklung von Schlüsselbranchen wie Infrastruktur, Digitalwirtschaft und Gesundheit investieren. Bisher haben sich in Russland über 4500 deutsche Unternehmen, mit 270.000 entstandenen Arbeitsplätzen, angesiedelt. Russland kauft vor allem deutsche Maschinen, Autos und Chemieprodukte. Brandenburgs Hauptexportgüter nach Russland sind Maschinen und Anlagentechnik, Kraftwagen und Kraftwagenteile, elektrotechnische, chemische und pharmazeutische Erzeugnisse sowie Gummi- und Kunststoffwaren und Futtermittel. Russland ist ein strategischer Markt und wichtiger Wirtschaftspartner. Der niedrige Rubelkurs ist vorteilhaft für Exporteure.

»Tatsache ist, dass deutsche Unternehmen zu den aktivsten Auslandsinvestoren in Russland gehören. Auch das Interesse Südbrandenburger Unternehmen am russischen Markt ist groß. Dem Wunsch nach individueller Unterstützung kommen wir mit unserem Angebot nun nach, um konkrete Projekte im beiderseitigen Interesse entstehen zu lassen und zur Umsetzung zu bringen«, so Marcus Tolle, IHK-Hauptgeschäftsführer.

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