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Fake-Nachricht: CTK erstattet Anzeige

Cottbus. Das Carl-Thiem-Klinikum hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Grund ist eine Sprachnachricht mit Falschinformationen, die bei WhatsApp kursiert.

 „So Hallo, Hallo meine Gute! Jetzt aus allererster Quelle. Falls Du im Radio gehört hast, dass in Cottbus Intensivstation Krankenhaus Alarmstufe rot ist, weil alles überbelegt ist – das stimmt nicht. Heute früh war bei Katrin ´ne Kundin, die hat auf der Intensivstation gearbeitet bis gestern. Und bis gestern lagen zwei Patienten auf der Intensivstation bei 24 Betten, beide haben kein Corona! Und es haben 15 Schwestern von der Intensivstation gekündigt. Fristlos. Wegen dieser Testerei. Die sind weg und deswegen ist Alarmstufe rot.“

Eine Sprachnachricht mit diesem Inhalt kursiert im Raum Cottbus und ist über WhatsApp offenbar zahlreich weitergeleitet worden. Am Mittwoch hat die Sprachnachricht die CTK-Geschäftsführung erreicht. Daraufhin wurde umgehend Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Weiterleiten ohne zu hinterfragen

„Ich bin entsetzt, dass Menschen Nachrichten dieses Inhalts, ohne zu hinterfragen, offenbar ohne darüber nachzudenken, einfach weiterleiten und dafür sorgen, dass diese Lügen verbreitet werden. Um es ganz deutlich zu sagen: Wir erleben am CTK gerade eine solch dramatische Entwicklung wie noch nie in dieser Pandemie. Die Zahlen von infizierten und auch schwer erkrankten Corona-Patienten, die wir übrigens täglich über die Stadt Cottbus veröffentlichen, steigen sprunghaft an“, so CTK-Geschäftsführer Dr. med. Götz Brodermann. „Die Situation ist so angespannt, dass wir gestern und heute sechs Corona-Patienten in die Lausitz Klinik nach Forst verlegen mussten, um überhaupt noch handlungsfähig zu bleiben

Ein Schlag ins Gesicht

Aktuell werden im Pandemiehaus 41 Corona-Patienten behandelt. Auf der Intensivstation sind es 15 Patienten, davon müssen 8 invasiv beatmet werden. „Das sind schwerstkranke Corona-Patienten, rund die Hälfte der beatmeten Patienten stirbt. Das heißt, wir müssen davon ausgehen, dass vier dieser Patienten Weihnachten wohl nicht erleben werden. Ihr Leid und das Leid der Familien mit einer solchen Falschmeldung zu verunglimpfen und in Frage zu stellen, macht mich fassungslos", so der CTK-Chef weiter. Diese Fake-News sei nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen, sondern auch eine Beleidigung, eine Provokation gegen das Personal. "Pflegekräfte, Therapeuten, Ärzte und Ärztinnen, die jetzt die vierte Welle hier auf der Intensivstation erleben, die seit Beginn der Pandemie 115 Corona-Patienten auf der ITS wirklich qualvoll haben sterben sehen – ohne Kontakt zu ihrer Familie, zu ihren Lieben. Allein zehn Patienten sind jetzt im November 2021 an Corona auf der Intensivstation verstorben", so Brodermann weiter.

Seinen Worten nach, hätten während der Pandemie Pflegekräfte die ITS und das CTK verlassen, wie in vielen anderen Krankenhäusern deutschlandweit auch. "Aber ganz sicher nicht wegen der Corona-Tests, die den Mitarbeitenden und den Patienten Sicherheit geben. Sondern wegen der unglaublich körperlichen und emotionalen Belastung während der Pandemie“, so der CTK-Chef.

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Forst erhält Plakette »Deutsch-sorbische/wendische Stadt«

Forst. Am vergangenen Mittwoch überreichte der Referent des Landesbeauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Meto Nowak, an die Forster Bürgermeisterin, Simone Taubenek, die Plakette »Deutsch-sorbische/wendische Stadt«, die jede Stadt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden erhält. Die Bürgermeisterin bedankte sich und versprach, dass diese Plakette einen würdigen Platz im Rathaus finden wird. Die Forster Stadtbibliothek erhielt zudem ein sorbisches/wendisches Medienpaket. Es beinhaltet sorbische/wendische Literatur, Informationen über die sorbische/wendische Geschichte und Kultur sowie Materialien zum Spracherwerb. Darunter zweisprachige Kinderliteratur, Spiele zur Sprachförderung, Sachliteratur zur Brauchtumspflege, Sprachkurse sowie biografische Romane. Initiiert worden ist das Projekt von der sorbischen wissenschaftlichen Gesellschaft Masica Serbska und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Die Medien stehen künftig allen Kunden der Stadtbibliothek zum Ausleihen zur Verfügung, betonte die Leiterin der Einrichtung Doreen Sawall. Insgesamt erhalten 16 kommunale Bibliotheken im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden diese Medienpakete. Hinweis: Aufgrund technischer Probleme können gegenwärtig leider keine Fotos angezeigt werden. Wir bitten um Verständnis.Am vergangenen Mittwoch überreichte der Referent des Landesbeauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Meto Nowak, an die Forster Bürgermeisterin, Simone Taubenek,…

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