Peter Aswendt/ asl

FCE-Trainer stellt sich einer besonderen Saison

Cottbus. Seit Anfang des Jahres ist Sebastian Abt (39) Cheftrainer des FC Energie Cottbus. Im Interview spricht er über den ungewöhnlichen Start als Cheftrainer und über die Herausforderung der neuen Saison in der Regionalliga Nordost.

In der vergangenen Woche begann die Saison 2020/21 mit den Leistungstest und Gesundheitschecks. Sind alle Spieler gesund aus dem Urlaub gekommen?

Alle Spieler sind fit und können voll belastet werden. Um ganz sicher zu sein, haben wir die komplette Mannschaft und das Funktionsteam in der letzten Woche einem »Covid-19«-Test unterzogen. Alle Ergebnisse waren negativ.

Die Regionalliga Nordost ist in diesem Jahr sehr speziell. Mit einem Mammutprogramm kämpfen 20 Mannschaften um den direkten Aufstieg in die 3. Liga. Gibt es ein besonderes Vorbereitungsprogramm?

Wir arbeiten in Cottbus unter professionellen Bedingungen und bereiten uns dementsprechend auf die Saison vor. Die Pläne für die Vorbereitung haben wir schon vor Wochen erstellt und auch die ersten Vorbereitungsspiele stehen fest. Unsere Vorbereitung ist nicht davon abhängig, ob mit 18 oder 20 Mannschaften gespielt wird.

Das Startdatum der Liga ist noch nicht fest definiert. Inwiefern ist die ungeklärte Lage beim Saisonstart in die Meisterschaft ein Handicap bei der Vorbereitung?

Den Beginn der Sommervorbereitung haben wir bewusst so gewählt, dass wir unabhängig vom genauen Saisonbeginn genug Zeit haben uns effektiv vorzubereiten. Die anderen Mannschaften kennen auch keinen genauen Starttermin, so dass es weder Vorteile noch Nachteile gibt. Bekannt ist, dass es Mitte August sein soll.

Wie stehen Sie zu der radikalen Verjüngung der Mannschaft?

Von einer radikalen Verjüngungskur zu sprechen ist falsch. Wir haben erfahrene Spieler wie Niclas Erlbeck, die Brügmann-Brüder, Jan Koch oder auch Axel Borgmann in unserem Team, die im besten Fußballeralter sind und zum Teil Erfahrungen aus höheren Ligen mitbringen. Diese Spieler haben alle Voraussetzungen unser Team zu führen.

Wie sind Ihre Saisonziele definiert?

Wir treten an, um das Bestmögliche zu erreichen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schwierig die verschiedenen Mannschaften einzuschätzen. Auch wir haben noch offene Planstellen in unserem Team. Die Regionalliga Nordost hat in der kommenden Saison mit den zwei Drittligaabsteigern, den stets ambitionierten Berliner Mannschaften von Viktoria und dem BAK sowie der VSG Altglienicke und Lok Leipzig ein breites und womöglich sehr ausgeglichenes Teilnehmerfeld zu bieten. Wir möchten im Rennen um den ersten Platz dabei sein und das Optimum aus unserem Team herausholen.

Ein Blick zurück: Als Sie Anfang des Jahres die Mannschaft übernahmen kam kurz darauf die Corona-Krise. Wie erlebten Sie diese Zeit bis zum Saisonende?

Das war eine besondere Situation, für uns alle ungewohnt und belastend. Wir hätten gerne die Saison unter normalen Umständen zu Ende gespielt, das ging leider nicht. Auch hätten wir zur Ermittlung des Teilnehmers für die Aufstiegsrelegation eine sportliche Lösung einer Entscheidung am grünen Tisch vorgezogen. Dafür haben wir uns deutlich ausgesprochen. Das ist nun Vergangenheit und wir konzentrieren uns jetzt auf die neue Spielzeit.

Das Wort »Urgestein« wird oft bemüht. Trotz ihres jungen Alters trifft das aber bei Ihnen zu. Seit dem sechsten Lebensjahr sind Sie mit dem Verein verbunden. Wird man da nicht »betriebsblind«?

Ich sehe noch sehr gut (lacht). Dass ich bereits so viele Jahre hier im Verein tätig bin sehe ich in Bezug auf meine Arbeit eher als Vorteil. Ich kenne den Club, die Menschen, das Umfeld und die Gegebenheiten hier.

Was macht Sebastian Abt, wenn er nicht Cheftrainer des FC Energie Cottbus ist?

Der Trainerjob ist natürlich sehr zeitintensiv. Privat bin ich dennoch ein ganz normaler Mensch, wie jeder andere auch.

Das Interview führte Peter Aswendt.

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DEL2 hält am geplanten Saisonstart fest

Dresden. Die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL2) hält in Abstimmung mit den DEL2-Clubs an einem Saisonstart am 6. November mit den gültigen örtlichen Vorgaben fest. Dies bestätigten die Gesellschafter am Freitagabend im Rahmen einer Gesellschafterversammlung mittels Videokonferenz. Damit einhergehend wurde auch der Spielplan für die Saison 2020/2021 festgelegt. Das Eröffnungsspiel findet dabei beim DEL2-Hauptrundengewinner der vergangenen Spielzeit statt, wenn die Löwen Frankfurt die Kassel Huskies empfangen. Das Derby ist gleich zu Beginn ein sportliches Highlight und stellt zudem eine symbolträchtige Partie dar. Beide Mannschaften kämpfen mit den Bietigheim Steelers um den Aufstieg in die DEL. Die Schwaben treten am ersten Spieltag auswärts an und sind beim EC Bad Nauheim gefragt. Diese Spielzeit stellt mit Sicherheit jeden vor eine besondere Herausforderung. Clubs und Liga hoffen auf weitere Lockerungen für Sportveranstaltungen und bitten zudem ihre Fans die notwendigen Vorgaben und Regeln einzuhalten. Auch weiterhin haben Einschränkungen im Zuschauerbereich wirtschaftliche Auswirkungen auf die Clubs. Die Verantwortlichen hoffen daher auf die Unterstützung und volle Auslastung der möglichen Kapazitätsgrenzen. Aufgrund des verschobenen Saisonstarts wurde auch das Ende der Hauptrunde angepasst. Wie gewohnt soll es eine Doppelrunde mit insgesamt 52 Spieltagen geben. Jedoch wird diese nicht Anfang März zu Ende sein, sondern erst am 11. April 2021. Dies gibt den Clubs einen gewissen Spielraum, falls Partien verschoben werden müssen. Zudem konnten so die Belastungen an den Wochentagen gering gehalten werden. Änderungen sind jedoch vorbehalten. Die Terminierung für die Playoffs und Playdowns in der DEL2 befindet sich noch in der Absprache und wird zu gegebener Zeit veröffentlicht. René Rudorisch, DEL2-Geschäftsführer: „In erster Linie freuen wir uns, dass wir uns nun zielgerichtet auf den Saisonstart fokussieren können. Somit kommen die Aufgaben und Planungen wieder in einen normalen Rhythmus. Weit entfernt von der Normalität werden jedoch die Gegebenheiten in den Arenen sein. Umso mehr erhoffe ich mir die Unterstützung der Fans und Sponsoren, dass wir gemäß den Vorgaben der Behörden zur Pandemiebekämpfung das Optimum für die Clubs erreichen und gemeinsam dafür einstehen, dass die Clubs im Rahmen der Bedingungen überlebensfähig sind. Ein weiteres Hinauszögern der Saison stellt für uns keine Alternativ dar - weder für die Clubs, Liga, Fans und Sponsoren und natürlich die Spieler und ihre Familien. Gleichzeitig müssen weitere Lockerungen gelingen, um die Wirtschaftlichkeit der Clubs in dieser Saison sicherstellen zu können.“ Wie bereits in der Vergangenheit wird es für die Fans den Kalender-Service geben: Es können die Spielpläne für die jeweiligen elektronischen Kalender für jeden einzelnen Club heruntergeladen werden. Auch der komplette Spielplan steht als Alternative zum Download bereit. Die Datei muss zur Integration in den eigenen Kalender jeweils Lokal oder in einem Cloudlaufwerk gespeichert sein. Dies ist vor allem beim Import über mobile Endgeräte wichtig. Die Angaben sind ohne Gewähr. Spielplan: https://www.del-2.org/liga/archiv/123/spielplan/  (pm/DEL2)Die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL2) hält in Abstimmung mit den DEL2-Clubs an einem Saisonstart am 6. November mit den gültigen örtlichen Vorgaben fest. Dies bestätigten die Gesellschafter am Freitagabend im Rahmen einer Gesellschafterversammlung…

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