Georg Zielonkowski/asl

»Fußball ist unser Beruf«

Cottbus. Fast drei Monate waren auch die Kicker des FC Energie Cottbus zum individuellen Training verdammt. Am vorletzten Sonntag hatte die Einsamkeit ein Ende. Natürlich auch für Cheftrainer Dirk Lottner.

Am Sonntag der Vorwoche waren die Spieler zum Corona-Test geladen, bevor es auf den Platz hinaus ging. Wie waren die Ergebnisse?

Alle Tests waren negativ, so dürfen wir uns über ein positives Resultat freuen.

Wie verlief der Einstieg nach der langen Trainingsruhe, in der nur individuelle Läufe auf der Tagesordnung der Spieler standen?

Mit einem lockeren Aufwärmprogramm haben wir begonnen, danach einige balltechnische Dinge durchgeführt und zum Schluss waren alle mit Spaß und Freude dabei als sie das erste Mal wieder eine Spielform absolvieren konnten.

Welche Aufgaben hatten Sie ihren Spielern mit in die Pause gegeben?

Natürlich in erster Linie ging es um die Laufarbeit und Krafttraining, um die eigene Fitness zu erhalten. Aber mir ist auch klar, dass das sehr eintönig und stupide ist. Damit kann man auch keinen Fußballer weiterentwickeln. Das haben unsere Spieler zum Ausdruck gebracht und so haben wir im Austausch mit dem Präsidium und der Geschäftsführung den 25. Januar als ersten Trainingstag angesetzt. Hinzu kommt, dass der Fußball unser Beruf ist, den jeder auch gern ausüben will.

Wie haben Sie sich selbst in der verordneten Pause beschäftigt?

Es ist nicht so, dass wir Trainer in so einer Pause gar nichts zu tun haben. Ich habe aus der Ferne engen Kontakt hierher nach Cottbus gehalten. Wir müssen ja auch auf die kommende Zeit schauen.

Zum Training gehören in einer Vorbereitungsphase auch Testspiele, gibt’s dafür schon Termine?

Stand heute sind ja derartige Vergleiche nicht gestattet. Ohnehin wird es schwer Gegner zu finden. Ich denke da an Mannschaften aus den Nachwuchsleistungszentren, wo ja stets getestet wird. Oder eben auch an Regionalligisten anderer Staffeln, die ja weiterspielen durften. Vielleicht gibt es ja auch Möglichkeiten im Ausland, das muss aber alles den gegebenen Umständen und Regelungen entsprechen und realisierbar sein.

Am vergangenen Mittwoch gab es eine erneute Videokonferenz und die Ansage der »AG Fortführung Spielbetrieb der Regionalliga Nordost«. Nach einer zweistündigen Debatte wurde kein Wort über den Termin zur Fortsetzung der Saison verloren. Sind Sie darüber enttäuscht?

Ein Datum zur Spielfortsetzung wurde nicht benannt, es soll aber möglichst Anfang März weitergehen. Zumindest wurde erklärt, dass die Hinrunde komplettiert werden soll oder gegebenenfalls auch noch weitere Spiele der Rückrunde und dann wohl ein Cut erfolgt, um den Aufsteiger zur dritten Liga und womöglich auch die Absteiger zu ermitteln. Die Kommission hat erklärt, dass über eine Online-Umfrage bei den Vereinen über zusätzliche Meisterschaftsspiele diskutiert werden soll. Nach jetzigem Stand, und das hatte ich bereits an unserem ersten Trainingstag erklärt, hätte es der Spitzenreiter Viktoria Berlin absolut verdient aufzusteigen.

Stand heute, werden Sie dennoch das reduzierte Training weiterführen, oder nun abwarten bis es konkrete Daten zum Punktspielstart gibt?

Für uns hat sich de facto jetzt erstmal nichts geändert. Wir sind im reduzierten und angepassten Training, dieses werden wir bis zum 14. Februar weiterführen. Wenn es bis dahin einen konkreten Starttermin gibt, dann werden wir so planen, dass wir drei Wochen vor diesem Termin wieder mit dem vollem Trainingsumfang beginnen.

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