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Hier wird in den Ferien umgebaut

Cottbus. Trotz Sommerferien haben Cottbuser Schulen keine Pause. Denn die Stadt Cottbus nutzt die Ferien, um Bau-, Instand- und Werterhaltungsmaßnahmen der Schulen ohne zusätzliche Belastung für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte durchzuführen.

Jedoch entstanden in den zurückliegenden Jahren zunehmend Probleme, ausreichende Firmenkapazitäten für die Realisierung von Bauleistungen in den Ferien zu finden. Trotzdem können nun planmäßig weitere und investive Bauarbeiten beginnen bzw. fortgesetzt werden. So wird ab 20. Juli mit der Sanierung von Haus A der Theodor-Fontane-Gesamtschule eines der großen Schulbau-Vorhaben in Cottbus fortgesetzt. Die Gesamtkosten für die Sanierung des stark nachgefragten Standortes im Stadtteil Sandow liegen bei voraussichtlich ca. 6,3 Millionen Euro. Finanziert wird das Sanierungsvorhaben aus dem Städtebauförderprogramm Soziale Stadt. Gebaut wird hier auch bei laufendem Schulbetrieb im Nachbargebäude bis voraussichtlich 2023, wenn die Sanierung des Hauses B abgeschlossen sein soll.

Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 müssen in den Ausweichstandort Elisabeth-Wolf-Straße umziehen. Dort ist für ca. 480.000 Euro das Haus 1 instandgesetzt worden. Es wird in den kommenden vier Jahren einen Teil der Fontane-Schüler aufnehmen. Die Schulgebäude der Theodor-Fontane-Gesamtschule gehören zu einem seit 1974 errichteten Schulstandort im »Bausystem LGBW Cottbus« (LGBW – Leichte-Geschoss-Bau-Weise) aus Betonfertigteilen. An der Theodor-Fontane-Schule, Gesamtschule mit gymnasialer Oberschule, werden mehr als 950 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Mit Hilfe von Mitteln aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz ist 2019 die Sanierung des Ludwig- Leichhardt-Gymnasiums mit dem 4. Bauabschnitt (Haus A) fortgesetzt worden. Die Baukosten belaufen sich auf 4,5 Millionen Euro. Gleichzeitig wird der 2. Bauabschnitt Freianlagen mit Hilfe des Bund-Länder-Programm Stadtumbau Aufwertung umgesetzt. Die Realisierung der Bauleistungen erfolgt hier unter Teilfreizug des Schulgebäudes. Im Juni 2019 konnte hier mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Fertigstellung des Schulgebäudes ist bis zu den Herbstferien 2020 geplant.

Zwei zusätzliche Klassenräume werden in der Erich Kästner Grundschule geschaffen. Zudem erfolgt der Ausbau der Hortkapazitäten von 110 auf insgesamt 175 Kinder u.a. durch den Ausbau des 2. Obergeschosses. Die Baukosten betragen 2,2 Millionen Euro. Sie werden mit Hilfe des Bund-Länder-Programm Stadtumbau Aufwertung finanziert.

Im Humboldt-Gymnasium werden aktuell Maler- und Akustikarbeiten ausgeführt. In der Schmellwitzer Oberschule werden ebenso Maler- und auch Bodenbelagsarbeiten fortgesetzt. Fensterarbeiten erfolgen im Kaufmännisches Oberstufenzentrum. In der Sportbetonten Grundschule werden fünf zusätzliche Klassenräume für 5 Jahre durch Umsetzten und Herrichtung von Container geschaffen. Aufgestellt werden hier die restlich verfügbaren Container, welche der Stadt Cottbus vom Land Brandenburg 2018 für die Schaffung von Schulplätzen überlassen wurden.

Große Baumaßnahmen in der Förderschule Spreeschule befinden sich zurzeit in der Planungsphase. Nach EU-weiter Ausschreibung der Planungsleistungen ist für den neuen Standort der Förderschule im Bereich Spreebogen, Elisabeth-Wolf-Straße (ehemals Max-Steenbeck-Gymnasium) mit der Planung begonnen worden. Mit Hilfe der Förderung im Rahmen des Kommunalinvestitionsfördergesetzes in Höhe von 8,7 Millionen Euro soll der 1. Bauabschnitt baulich umgesetzt werden. Hierzu sind die entsprechenden bautechnischen Planungsunterlagen dem Fördermittelgeber übersandt worden und befinden sich in der baufachlichen Prüfung. Weiterhin ist der Antrag auf Baugenehmigung eingereicht worden.

Info

Die Stadt Cottbus ist Träger von insgasamt 25 Schulgebäuden.

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