jho

Im Glad-House fliegen die Fäuste

Boxverein lädt am 24. November zum Boxabend

Cottbus. „Boxhochburg Cottbus“ – lang ist es her aber der Cottbuser Boxverein 2010 e.V. arbeitet weiter daran, den Ruf wieder aufleben zu lassen. Dazu beitragen soll der Di-Do-Boxabend am Freitag, dem 24. November im Glad-House. Los geht’s ab 20 Uhr.

Als breitensportlichen Höhepunkt des Jahres kann die bereits zum sechsten Mal durchgeführte Jahresabschlussveranstaltung der Breitensportgruppe „Di - Do Boxing“ angesehen werden. In dieser Gruppe trainieren derzeit rund 20 Sportler - jeweils DIenstag und/oder DOnnerstag.

Unter Wettkampfbedingungen stellen sich am 24. November alle Breitensportler und Breitensportlerinnen einer großen Herausforderung. 19 Uhr öffnen die Türen des Glad-House und 20 Uhr wird die Veranstaltung eröffnet.

Nach der letztjährigen Veranstaltung fand ein Reflexionstreffen mit allen beteiligten Vereinen und Kämpfern statt. Alle waren sich einig „Eine Wiederholung muss folgen!“. So wurde für die Neuauflage 2017 Unterstützung und Zusammenarbeit  zwischen dem Cottbuser Boxverein 2010 e.V. mit den Vereinen Doitsu Budokwai e.V., Shogun e.V., KSL e.V. vereinbart. Alle Beteiligten waren immer noch von der Stimmung,  den ansprechenden Kämpfen und dem  fachkundigen Publikum begeistert.

Erstmals wird ein Frauenboxkampf den Kampfabend bereichern nachdem im letzten Jahre bereits Frauen einen Karatekampf absolvierten. Das Glad-House zeigte sich dabei als interessante Sportlocation, welche den Anforderungen einer modernen und vielseitigen Sportveranstaltung entspricht. Das funktionierende Konzept einer vereinsübergreifenden Veranstaltung mit Kickbox-, Karate und Boxkämpfen mit Rahmenprogramm wird somit wieder umgesetzt.

Es wird wieder eine Veranstaltung mit viel Lokalcolorit. Die überwiegende Anzahl der Kämpfer und Kämpferinnen trainiert in Cottbus und Umgebung und sind demzufolge Mitglieder in Cottbuser Vereinen. Wieder werden es Sportler und Sportlerinnen sein, welche bereits Erfahrung in den jeweiligen Sportarten sammeln konnten oder auch absolute Neulinge. Diese werden ihren ersten Kampf vor eine vor einer beachtlichen Kulisse austragen können. Insgesamt werden fünf Boxkämpfe (u.a. Schwergewicht und Frauenboxen) zwei Vollkontaktkaratekämpfe und ein Kickboxkampf stattfinden.

Der Hauptkampf wird von Sven Richter (Cottbuser Boxverein 2010 e.V.) und Mario Glagow (Stahl Brandenburg e.V.) bestritten. Mit dem Baujahr 1973 ist Sven Richter den erfahrenen boxinteressierten Cottbusern noch ein Begriff. Das Box-ABC erlernte er in Spremberg bevor aufgrund der sportlichen Leistungen an die Sportschule nach Cottbus delegiert wurde. Dort setze er seine Erfolgsgeschichte fort. Sammelte Medaillen für den Cottbuser Boxsport bei den Deutschen Meisterschaften und boxte sich bis in die Deutsche Nationalmannschaft vor. Mit dem Boxring Brandenburg und dem Velberter BC feierte Sven als Mannschaftskapitän Meisterschaften in der 1. und 2. Box-Bundesliga. Nach einem Wechsel der Sportarten wurde Sven Richter auch noch Weltmeister im Kickboxen des Verbandes ISKA nach einem 12 Rundenkampf in Augsburg.

Nachdem geplante Gegner aus Cottbus, Schwedt, Frankfurt / Oder und auch Zielona Góra mit dem Wissen um die boxerische Qualität des ausgebildeten Pädagogen Sven Richter als Gegner abgesagt haben, erhielten die Organisatoren eine Zusage vom boxsporterfahrenen Mario Glagow.

Mario aus der Stadt Brandenburg ist in der Boxszene über das Land Brandenburg hinaus. Mario boxte für Motor Babelsberg (Oberliga), Cottbus (2. Bundesliga) und auch für die Mannschaft des UBV Schwedt stand er auf Ligaebene im Ring. In seinem Startbuch sammelten sich damit stolze 150 Amateurboxkämpfe an. Nach seiner aktiven Boxkarriere ist Mario Glagow dem Boxsport als Kampf- und Punktrichter erhalten geblieben. Zuletzt war er bei der Deutschen Meisterschaft der Frauen im Oktober in Cottbus im Einsatz. „Es kribbelt immer noch in den Fäusten. Anfang September habe ich zu meiner Freundin noch gesagt: Also einmal würde gern nochmal kämpfen. Im Übrigen wurde auch in Brandenburg a. d. Havel von der ausverkauften vereinsübergreifenden Breitensportveranstaltung im letzten Jahr gesprochen “, sagt Glagow im Vorfeld der Veranstaltung. Sven Richter meinte „…ja ich bin ein bisschen positiv boxsportverrückt aber ich fühle mich fit. Somit musste ich nach der Anfrage von Kay Havenstein zum Kampf im Glad-House nicht lange mit meiner positiven Antwort zögern." Also  zog er die Boxhandschuhe an und absolvierte sechs harte Sparringsrunden mit den Breitensportlern des CBV. Sparringspartner sind die beiden Hauptkämpfer des letzten Jahres Marcel Jahn und Ahmet Tas sowie Eric Urbicht vom Cottbuser Boxverein 2010 e.V..    

Neben einer Karateshow wird das Rahmenprogramm durch Isabell (Sängerin der Liveband „nAund“ und den „Flying Rockets“) und den Bundespreisgewinner Gesang/Solo des Wettbewerbes  „Jugend musiziert“ Ye June Park ausgestaltet. Neben den Kämpfen rückten die Vereine zusammen und unterstützten den CBV 2010 e.V. bei der Vorbereitung und beim Boxringaufbau ebenso wie bei dem Abbau. Eine Zusage gab es ebenfalls wieder von den traditionellen Ehrengästen dem aktuellen Cottbuser Profiboxer Phillip Nsingi (SES) und dem ehemaligen Profi-Interimsweltmeister Mario Veit (UNIVERSUM).

Eintrittskarten sind deutschlandweit an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Internet unter www.eventim.de erhältlich.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Zittau will die Kameras

Zittau. Seit November 2019 gibt es die Soko Argus. Vergangene Woche wurde nach 16-monatiger Arbeit der Sonderkommission Bilanz gezogen. Während der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu sich über die genannten Zahlen sicher freuen dürfte, sah das bei seinem Zittauer Amtskollegen Thomas Zenkers anders aus. So sank beispielsweise die Zahl der Eigentumsdelikte 2020 im Vergleich zu 2019 in Görlitz um 19 Prozent, in Zittau stieg sie um 24 Prozent. Eine ähnliches Bild gibt’s bei den Fahrzeugdiebstählen: In Görlitz sank die Zahl um 42 Prozent (Rückgang von 120 auf 70 Fälle), in Zittau gab es einen Anstieg um 76 Prozent (von 38 auf 67 Fälle). Diese Zahlen führt die Polizei auch auf die in Görlitz eingesetzte Videoüberwachung zurück, die im August 2019 in Betrieb ging. Die hochauflösende Technik überwacht an derzeit fünf Standorten den grenzüberschreitenden Verkehr. Die aufgezeichneten Daten werteten die Ermittler bei entsprechenden Straftaten aus. In allen übrigen Fällen wird das Material nach 96 Stunden unwiderruflich gelöscht. Darüber hinaus steht den Kriminalisten seit Ende Februar 2021 eine mobile Variante dieser Technik zur Verfügung. „Der Anstieg dieser Kriminalitätskennzahlen in Zittau und Umgebung ist erschreckend und deutlich höher als nach den Vorwarnungen auf mögliche Verdrängung aus dem Görlitzer Raum zu befürchten war“, erklärt Thomas Zenker. Die Vorbereitungen für die Kameraüberwachung an wichtigen Routen im Zittauer Raum liefen zwar bereits, die notwendigen Entscheidungen im Haushalt des Freistaats und daran gekoppelte Ausschreibungen und Vergaben lassen aber noch einen längeren Zeitraum bis zur Umsetzung vermuten. Die Stadt hat dem Innenministerium in allen planungsrechtlichen Dingen Unterstützung zugesichert. Der Zittauer OB hat auch das Gespräch mit den polnischen und tschechischen Nachbarkommunen gesucht: „Wir sind uns einig, alle wollen diese Technik und die Unterstützung der Soko Argus sowie weitere bi- und trinationale Polizeizusammenarbeit – wir brauchen neue Wege zur erfolgreichen Kriminalitätsbekämpfung in unserer Region. Das ist unser nachbarschaftliches Miteinander eine wichtige Grundlage.“  Bis zur Errichtung von Kameratechnik in Zittau dürfte es jedoch noch mehr als ein Jahr dauern, sodass Zenker eine weitere negative Entwicklung für Zittau befürchtet. „Der Freistaat muss deshalb sofort konsequent handeln, sonst ist der sichtbare Erfolg im Görlitzer Bereich nur ein teuer erkaufter und fauler Kompromiss.“ Seit November 2019 gibt es die Soko Argus. Vergangene Woche wurde nach 16-monatiger Arbeit der Sonderkommission Bilanz gezogen. Während der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu sich über die genannten Zahlen sicher freuen dürfte, sah das bei…

weiterlesen