sst

»Open BTU« thematisiert die deutsche Energiewende

Cottbus. Im Rahmen der öffentliche Vorlesungsreihe „Open BTU“ spricht am Mittwoch, 9. Oktober, 17.30 Uhr, Prof. Hans-Werner Sinn über die deutsche Energiewende im Großen Hörsaal auf dem Zentralcampus Cottbus der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult.Hans Werner Sinn, ehemaliger Präsident des ifo Instituts – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. – spricht zum Thema „Die Grenzen der deutschen Energiewende“. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, heißt es. Der Besuch der Vorlesung sei kostenfrei.

Eine weltweite Energiewende ist erforderlich, um den Klimawandel zu verlangsamen. Doch helfen nationale Alleingänge nicht. So neutralisiert der europäische Emissionshandel das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), und Maßnahmen zur Verringerung der Nachfrage nach fossilen Brennstoffen bleiben wirkungslos, wenn sie die Förderung nicht verringern. Es besteht nicht nur die Gefahr, dass sich die Verbrauchsmengen über Preiseffekte in andere Länder verlagern, sondern auch, dass die Ressourcenanbieter „aus Furcht vor der grünen Marktvernichtung“ ihre Bestände schneller verkaufen. Davon abgesehen ist es schwierig, die Volatilität des Wind- und Solarstroms technisch zu bändigen.

Datum: Mittwoch, 9. Oktober, 17.30 bis 19 Uhr

Ort: BTU Cottbus–Senftenberg, Zentralcampus Cottbus, Großer Hörsaal, Konrad-Zuse-Straße 4, 03046 Cottbus

Prof. Dr. Dr. Hans-Werner Sinn, Jahrgang 1948, studierte Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. 1978 folgten die Promotion und 1983 die Habilitation an der Universität Mannheim. Von 1984 bis 2016 war er Professor für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Hinzu kamen Gastprofessuren und Forschungsarbeiten an der University of Western Ontario in Kanada, der London School of Economics sowie an den Universitäten Bergen, Stanford, Princeton und Jerusalem.

Von 1999 bis 2016 war Hans-Werner Sinn Präsident des ifo Instituts, stand als Direktor dem Center for Economic Studies (CES) der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) vor und war Geschäftsführer der CESifo GmbH, eine gemeinsame Initiative der LMU und des ifo Instituts.

Zur Vorlesungsreihe »Open BTU«  

Vom 9. Oktober 2019 bis zum 29. Januar 2020 bietet die öffentliche Vorlesungsreihe „Open BTU" interessante Einblicke in spannende Wissenschaftsgebiete. Dabei geht es diesmal um die Themen „Energiewende und Klimapolitik in Deutschland“ sowie „Klassische und neue Medien“. In die interdisziplinären Vorträge fließen aktuelle Forschungsansätze der BTU Cottbus–Senftenberg ein.  

Mit diesem für alle Interessierten offenen Bildungsformat unterstützt das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität lebenslanges Lernen und fördert den Wissens- und Ideentransfer in der Region, indem es gesellschaftlich relevante Fragestellungen aufgreift.

Dabei kooperiert die BTU mit anderen Hochschulen und Institutionen. Nach jedem Vortrag besteht die Gelegenheit für Fragen und den Austausch mit den Referierenden. Interessierte sind herzlich eingeladen, an dem breit gefächerten Veranstaltungsangebot teilzunehmen

(PM/BTU Cottbus-Senftenberg)

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.