Jan Hornhauer

Platzeck eröffnet die Bahnhofstraße

Cottbus. Seit März 2011 wird in Cottbus an der Bahnhofstraße gebuddelt. Nun ist die Zeit der Provisorien vorbei: Am 4. Dezember um 16.30 Uhr eröffnet Ministerpräsident Matthias Platzeck das Mammut-Projekt.

Einst war sie die Prachtstraße von Cottbus: Die Bahnhofstraße. Doch im Zuge des immer stärker werdenden Verkehr war sie einfach nur noch eine Belastung. Die Feinstaubbelastung war die höchste in ganz Brandenburg. Ganz zu schweigen von Lärmbelastungen für die Anwohner oder Staufrust für die Autofahrer.

Am Dienstag ist es soweit, die "neue" Bahnhofstraße wird ihrer Bestimmung übergeben. Das Mammut-Projekt im Herzen der City hat in der Bauphase seit März 2011 auch viele Nerven gekostet. "Endlich ist die Straße fertig. Diese Umleiterei war ja nervig", so ein gefrusteter Autofahrer.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck selbst wird am 4. Dezember ab 16.30 Uhr in der Stadt erwartet. Mit einer historischen Straßenbahn soll es für ihn, geladene Gäste und Vertreter der Medien in Richtung Bahnhofstraße gehen, wo anschließend ein Festakt stattfinden soll.

Schon zu Baubeginn im Frühjahr 2011 sagte Marion Adam, die Leiterin des Fachbereichs Grün- und Verkehrsflächen der Stadt Cottbus: "Mit der Umgestaltung erhält die Bahnhofstraße eine ganz neue Qualität. So entstanden auf beiden Seiten der Bahnhofstraße breite Rad- und Gehwege geben, Bäume wurden neu gepflanzt und es entstanden 53 neue Parkflächen. Außerdem gibt es künftig nur noch zwei Fahrspuren für den Autoverkehr, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 30 km/h herabgesetzt. Mit diesen Maßnahmen sollen etwa 40 Prozent des Verkehrs auf den mittleren Ring gelenkt werden und es soll eine Verringerung schädlicher Luftpartikel erreicht werden sowie eine merkliche Lärmreduzierung. 4,94 Millionen Euro der insgesamt 8,7 Mill-ionen Euro wurden vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz für den Umbau zur Verfügung gestellt.    

Foto: In eine verkehrsberuhigte Zone soll sich die Bahnhofstraße wandeln. Vor Baubeginn war sie eine der am stärksten frequentierten Straßen in Brandenburg. Entsprechend hoch war die Feinstaubbelastung. Foto: Archiv / hig

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Zittau will die Kameras

Zittau. Seit November 2019 gibt es die Soko Argus. Vergangene Woche wurde nach 16-monatiger Arbeit der Sonderkommission Bilanz gezogen. Während der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu sich über die genannten Zahlen sicher freuen dürfte, sah das bei seinem Zittauer Amtskollegen Thomas Zenkers anders aus. So sank beispielsweise die Zahl der Eigentumsdelikte 2020 im Vergleich zu 2019 in Görlitz um 19 Prozent, in Zittau stieg sie um 24 Prozent. Eine ähnliches Bild gibt’s bei den Fahrzeugdiebstählen: In Görlitz sank die Zahl um 42 Prozent (Rückgang von 120 auf 70 Fälle), in Zittau gab es einen Anstieg um 76 Prozent (von 38 auf 67 Fälle). Diese Zahlen führt die Polizei auch auf die in Görlitz eingesetzte Videoüberwachung zurück, die im August 2019 in Betrieb ging. Die hochauflösende Technik überwacht an derzeit fünf Standorten den grenzüberschreitenden Verkehr. Die aufgezeichneten Daten werteten die Ermittler bei entsprechenden Straftaten aus. In allen übrigen Fällen wird das Material nach 96 Stunden unwiderruflich gelöscht. Darüber hinaus steht den Kriminalisten seit Ende Februar 2021 eine mobile Variante dieser Technik zur Verfügung. „Der Anstieg dieser Kriminalitätskennzahlen in Zittau und Umgebung ist erschreckend und deutlich höher als nach den Vorwarnungen auf mögliche Verdrängung aus dem Görlitzer Raum zu befürchten war“, erklärt Thomas Zenker. Die Vorbereitungen für die Kameraüberwachung an wichtigen Routen im Zittauer Raum liefen zwar bereits, die notwendigen Entscheidungen im Haushalt des Freistaats und daran gekoppelte Ausschreibungen und Vergaben lassen aber noch einen längeren Zeitraum bis zur Umsetzung vermuten. Die Stadt hat dem Innenministerium in allen planungsrechtlichen Dingen Unterstützung zugesichert. Der Zittauer OB hat auch das Gespräch mit den polnischen und tschechischen Nachbarkommunen gesucht: „Wir sind uns einig, alle wollen diese Technik und die Unterstützung der Soko Argus sowie weitere bi- und trinationale Polizeizusammenarbeit – wir brauchen neue Wege zur erfolgreichen Kriminalitätsbekämpfung in unserer Region. Das ist unser nachbarschaftliches Miteinander eine wichtige Grundlage.“  Bis zur Errichtung von Kameratechnik in Zittau dürfte es jedoch noch mehr als ein Jahr dauern, sodass Zenker eine weitere negative Entwicklung für Zittau befürchtet. „Der Freistaat muss deshalb sofort konsequent handeln, sonst ist der sichtbare Erfolg im Görlitzer Bereich nur ein teuer erkaufter und fauler Kompromiss.“ Seit November 2019 gibt es die Soko Argus. Vergangene Woche wurde nach 16-monatiger Arbeit der Sonderkommission Bilanz gezogen. Während der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu sich über die genannten Zahlen sicher freuen dürfte, sah das bei…

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HC Elbflorenz erhält Lizenz

Dresden. Am Dienstag, 20. April, hat die unabhängige Lizensierungskommission der HBL offiziell die Lizenzen für die Saison 2021/22 vergeben. Alle Vereine der 1. und 2. Handball-Bundesliga haben demnach für die kommende Saison die Lizenz zur Teilnahme am Ligabetrieb erhalten. Somit hat auch der HC Elbflorenz Dresden eben jene Lizensierungsprüfung erfolgreich bestanden. Damit stellt der HCE in einem weiteren Schritt die Weichen für die kommende Saison. Lediglich der Zweitligist Wilhelmshavener HV erhält die Lizenz für die kommende Saison nur unter der Bedingung, dass die derzeit bestehende Liquiditätslücke bis spätestens zum 12. Mai 2021 geschlossen wird. Ansonsten äußerte sich der Leiter des Lizenzierungsverfahrens der HBL Mattes Rogowski wie folgt zum Erhalt der Lizenz bei allen Bundesligisten: „Nach über einem Jahr Corona-Pandemie zahlt es sich aus, dass die Klubs in den vorherigen Jahren solide gewirtschaftet haben und sukzessive negatives Eigenkapital abgebaut haben. Auch wenn das rettende Ufer noch ein ganzes Stück entfernt liegt, ist die Erteilung der Lizenzen nach intensiver Prüfung, wenn auch teils unter Auflagen, sehr erfreulich.“ Geschäftsführerin Cathleen Rupprecht dazu: „Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir die Lizenz erhalten haben. Ein großer Dank gilt unserem Partner der AARTAX Steuerberatungsgesellschaft mbH, die uns im gesamten Prozess des Lizensierungsverfahrens unterstützt und einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der Lizenz geleistet haben. Wichtig, um die gesamten finanziellen und organisatorischen Vorkehrungen zu treffen, sind natürlich all unsere Sponsoren, die uns auch während der für alle schweren Pandemiezeit die Treue halten. Dafür gebührt Allen ein großer Dank im Namen des gesamten Vereins.“ (pm/HC Elbflorenz Dresden)Am Dienstag, 20. April, hat die unabhängige Lizensierungskommission der HBL offiziell die Lizenzen für die Saison 2021/22 vergeben. Alle Vereine der 1. und 2. Handball-Bundesliga haben demnach für die kommende Saison die Lizenz zur Teilnahme am…

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