Georg Zielonkowski

Schlingerkurs beim FC Energie Cottbus

Cottbus. In den Mittagsstunden des 20. Dezember überraschte der FC Energie Cottbus mit der Meldung, dass der Vertrag mit Cheftrainer Claus Dieter Wollitz zum 31. Dezember dieses Jahres „im beiderseitigen Einvernehmen“ aufgelöst wird.

Noch am Tag zuvor hatte der Fußballclub auf seiner Vereinshomepage infolge der fortwährenden Debatte rund um eine mögliche Vertragsverlängerung dies bekannt gegeben: Das Präsidium hat dem Cheftrainer am 29. Oktober ein Angebot zur Vertragsverlängerung über den Sommer 2020 hinaus unterbreitet. Hierbei handelt es sich um ein Angebot zur Weiterführung der Zusammenarbeit bis zum Sommer 2022 unter den bisherigen Bedingungen und Konditionen sowie den bisherigen Arbeitsbereichen von Sportdirektor und Cheftrainer in Personalunion. Mit diesem Angebot dokumentiert das Präsidium des Vereins Anerkennung, Respekt und das Vertrauen in die sportliche Kompetenz von Claus-Dieter Wollitz. Dieses wurde nicht angenommen. Vereinsführung und Trainer befinden sich diesbezüglich in weiteren Gesprächen, in denen mehr als deutlich wurde, dass Claus-Dieter Wollitz seinen bestehenden Vertrag bis zum Sommer 2020 erfüllen wird. Dies deckt sich mit den öffentlichen Aussagen des Cheftrainers zu seiner Verbundenheit mit der Region, den Energiefans, dem Verein sowie der Mannschaft, mit der er im weiteren Saisonverlauf das sportliche Optimum erreichen möchte. Alles Weitere wird über den Jahreswechsel hinaus final besprochen und nach endgültiger Entscheidungsfindung auf einer Pressekonferenz in der zweiten Januar-Woche kommuniziert werden.

www.transfermarkt.de schreibt dazu: Zuletzt war öffentlich immer wieder über das Verhältnis zwischen Wollitz und der Vereinsführung diskutiert worden. Der 54-jährige Trainer hatte polarisiert und die Anerkennung seiner Arbeit vermisst. Nach dem Drittliga-Abstieg musste Wollitz im vergangenen Sommer ein völlig neues Team aufbauen. Jetzt geht Energie als Spitzenreiter der Nordost-Regionalliga in die Festtagspause. Wollitz war 2016 zum zweiten Mal zum FC Energie gekommen, nachdem er von 2009 bis 2011 die Lausitzer bereits betreut hatte.

Die plötzliche Kehrtwendung der Ereignisse stößt bei der Mehrzahl der Fans auf Unverständnis, Enttäuschung und großer Sorge, da mit diesem Schritt für viele Anhänger des FCE der angestrebte sportliche Erfolg „Rückkehr in die 3.Liga“ in größte Gefahr gerät. Dennoch übergibt Wollitz eine vor Saisonbeginn neu formierte die Mannschaft auf Tabellenplatz eins der Regionalliga an Interimstrainer Sebastian König, den Leiter des Nachwuichszentrums des FC Energie Cottbus.

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