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Ungewöhnliche Vogelhochzeit in der Lausitz

Cottbus. Viel Spannung und gute Unterhaltung bei Programmen für Erwachsene und Kinder warten zur diesjährigen Vogelhochzeit wieder auf das Publikum. Dabei gibt es auch etwas ganz Neues.

Die Elster (sorbisch »sroka«) als Braut und der Rabe (sorbisch »wron«) als Bräutigam stehen bereits in den Startlöchern. »Bei zwei neuen Programmen des Sorbischen National-Ensembles (SNE) für Erwachsene und Kinder wollen sie rund um den 25. Januar wieder ihre traditionelle Hochzeit in der Lausitz feiern«, kündigte das im sächsischen Bautzen beheimatete Ensemble an. Los geht es am 17. Januar, 19.30 Uhr mit der Abendvogelhochzeit. Die Premiere findet dieses Mal im »Goldenen Drachen« in der deutsch-sorbischen Gemeinde Drachhausen bei Peitz statt. Einen Tag später (18. Januar, 19.30 Uhr) wird dann die Kammerbühne des Staatstheaters Cottbus zur Schaubühne der abendlichen Vogelhochzeit.

»Wer wagt, gewinnt«, ist der Titel des neuen Zapust-Programms. Dabei spielt erstmals ein Frauenquartett rund um Johanna die Hauptrolle. Es legt die Themen für den so genannten Mädelsabend fest: Body & Fitness, Fashion & Beauty sowie Food & Karriere. »Doch dann nimmt das gesellige Beisammensein einen neuen Verlauf«, heißt es in der Beschreibung des Stückes. In Sektlaune geht es plötzlich um Zukunftsvisionen und Ökobilanzen. Die Lausitz braucht neue Innovationen. An Ideen und Flausen mangelt es dem Damenquartett am späten Abend nicht. »Wir können es ja mal probieren« sagt Johanna zu ihren Mitstreiterinnen. Mit ihrer Vision eines wasserstoffgetriebenen Multikopters wollen sich die jungen Frauen in den ansonsten von Männern dominierten Technikbereich begeben. Ob die Sache am Ende gut ausgeht, bleibt bis zur Vogelhochzeitspremiere noch offen.

Ballett, Orchester und Chor des SNE präsentieren gemeinsam mit den Gästen Helene Büttner (Johanna), Anna-Maria Bretschneider (Investorin Martha) und Ignac Wjesela (begabter Handwerker Beno) die Vogelhochzeit. Inspiriert von Startups und Zukunftsvisionen schrieb Wito Böhmak das Libretto. Der bekannte Bautzener Schauspieler Marian Bulang bringt das Stück mit viel Elan auf die Bühne. Andreas Pabst komponierte passend dazu die Musik und gibt auch selbst als musikalischer Leiter den Ton an. Die spritzigen Choreogrfien schuf Kornel Kolumbus.

Insgesamt zwölfmal steht die SNE-Aufführung bis zum 16. Februar in der Nieder- und Oberlausitz auf dem Spielplan. Außer im niederlausitzer Drachhausen und Cottbus ist die Vogelhochzeit für Erwachsene noch am 19. Januar, 16 Uhr, in der Gaststätte »Zum Oberspreewald« in Neu Zauche (Landkreis Dahme-Spreewald) zu erleben. »Die vergessene Vogelhochzeit« nennt sich die diesjährige Aufführung der Kindervogelhochzeit. »Alle sind zur Vogelhochzeit eingeladen, nur der Igel nicht«, so heißt es in der Beschreibung des Stückes. Das Stacheltier soll doch eigentlich seinen Winterschlaf halten. Mit seinen Freunden und dem Brautpaar kann es schließlich mit Hilfe einer Sternenfee trotzdem an der »Traumvogelhochzeit unter Palmen« teilnehmen. Die Aufführung für Kinder verspricht viel Spannung und Unterhaltung für die jüngsten Zuschauer. Die Premiere des Stückes aus der Feder von Jewa-Marja Cornakec findet am 22. Januar im Kamenzer Hotel »Stadt Dresden« statt. Von den 22 Aufführungen bis zum 16. Februar werden die größten erneut am 13. Februar, 9 und 11 Uhr, in der Stadthalle Cottbus erwartet.

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Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm

Pirna. Dieser fesche, stachlige Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm - das machte selbst Bobpilot Francesco Friedrich sprachlos: An Marianne Thiel (61) aus Pirna-Copitz kommt eben wirklich niemand vorbei. Wenn es zum Fasching um kreative Ideen geht, sich zu verkleiden, lässt sie andere mit ihren Einfällen immer wieder blass aussehen und bietet was Extravagantes fürs ins Auge. Beim Faschingstanz am Rosenmontag im Copitzer Brauhaus "Zum Gießer" stach die Köchin vom Katholischen Kinderhaus erneut aus dem feierlustigen Faschingsgängern hervor. Brauhaus-Chefin Sigrid Schmees (82) körnte die dafür - zum wiederholten Male. Marianne Thiel fällt zu jedem Fasching etwas Neues ein - nichts von der Stange, alles selbst gemacht und jedes Mal ein Unikat. "Zum Karneval ein brauche ich einfach ein eigenes Kostüm", sagt sie. Der Kaktus entstand innerhalb von 14 Tagen, erzählt sie. Wie immer hat sie alles selber zusammengeschneidert. Und die Ideen dafür scheinen ihr nicht auszugehen. Diesmal staunte nicht nur das Publikum, sondern insbesondere Bob-Olympia-Sieger und -Weltmeister Francesco Friedrich (29). Auf seiner Stippvisite im Brauhaus gratulierte sie ihm zum sechsten WM-Titel im Zweierbob und er ihr zum besten Kostüm. Friedrich hatte sich zum Rosenmontagstanz von Brauhaus-Chef und Sponsor Dieter Schmees (84) sowie Kreissportbund-Geschäftsführer Dietmar Wagner (63) nicht lange betteln lassen. Kurz bei seiner Familie zuhause schaute er für wenige Minuten bei dem bunten Treiben vorbei und stand auch für ein Selfie mit Marianne zur Verfügung. Genauso Francesco Friedrich als Bob-Dominator verblüfft, läuft mittlerweile Marianne Thiel im Rennen um das beste Kostüm allen den Rang ab. "Ich gehe mindestens schon zehn Jahre am Rosenmontag zum Faschingstanz ins Brauhaus." Immer wieder versetzt sie ins Staunen. "Das ist mir beinahe schon selbst peinlich, aber es macht Spaß." Im Vorjahr kam sie als mit Christschmuck behangener Weihnachtsbaum. Davor zeigte sie sich schon als Lego-Baustein, als Hohnsteiner Kasper oder Micky Maus - gemeinsam mit ihrem Mann Rudi (63) "Max und Moritz", sowie Igel-Ehepaar sowie Kartoffeln. "Ich habe schon einen guten Einfall für nächstes Jahr..." Die beiden Thieles hatte zum ersten Mal ganz spontan ihr Sohn Andreas Thiel beim Rosenmontagsfasching begleitet. Der 33-jährige Tischler und Bauhofmitarbeiter aus Copitz mimte Ilka Bessins Kunstfigur Cindy aus Marzahn. Von der Statur her, der pinkfarbenen Kleidung saß auch die Frisur (Perücke) perfekt. Gastwirtin Sigrid Schmees prämierte ihn (Andreas Thiel) mit dem zweiten Preis. Einen Sonderpreis gab es für Mandy Rätsch (34) aus Pirna-Südvorstadt. Sie überzeugte mit ihrem "Sexappeal" als Meerjungfrau. Einen tollen Rosenmontagstanz erlebte das Copitzer Brauhaus "Zum Gießer". Als das wohl einzige Lokal weit und breit herrschte am Rosenmontag im Restaurant ein Faschingstreiben, wie es eigentlich nur in den Karnevalshochburgen des Rheinlandes üblich ist. Die Gäste werden von Diskjockey Mario Eichler unterhalten. Für tänzerische Überraschungen sorgten die "Stolpener Basalt-Tänzerinnen", die bei zwei Shows bejubelt worden. Daniel Förster Dieser fesche, stachlige Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm - das machte selbst Bobpilot Francesco Friedrich sprachlos: An Marianne Thiel (61) aus Pirna-Copitz kommt eben wirklich niemand vorbei. Wenn es zum Fasching um kreative Ideen geht,…

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Karneval in Bad Schandau

Bad Schandau. In der 65. Faschingssaison vom Karnevalsclub Bad Schandau hat die neue Generation das Zepter in Sachen Prinzenpaar übernommen. Wie die Zeit vergeht: Vor 15 Jahren – zum 50. Jubiläum - regierte Bad Schandaus Dachdeckermeister Maik Bredner (Inhaber und Geschäftsführer der Dachdeckerfirma Bredner GmbH, gegründet 1871) den Hofstaat und das närrische Volk in der fünften Jahreszeit - an seiner Seite damals wie heute Ehefrau Berit. Maik I. (mittlerweile 51) und Berit I. (mittlerweile 52) und die Karnevalisten feierten unter dem Motto: „50 Jahre Karneval mit Frohsinn, ohne Rast, kommt alle zur Revue in den neuen Sportpalast“. Anfang Februar 2005, vor 15 Jahren, wurde nach einem halben Jahr Umbau gerade der Saal der Kulturstätte „Am Stadtpark“ fertig gestellt und zum Fasching neu eingeweiht. 2011 war mit Tochter Sarah (32) wieder jemand aus der Unternehmer-Familie Bredner Teil des Prinzenpaares. Prinzessin Sarah begleitete Maik II. als Oberhaupt der Narren im Karneval.  In diesem Jahr ist Paul, der Sohn von Berit und Maik der Karnevalsprinz. Der 25-Jährige arbeitet im elterlichen Betrieb und hat 2018 seinen Meister im Dachdeckerberuf gemacht. Erst im vergangenen Juli hat er seine Justine (28) geheiratet. Peu à peu übernimmt nun auch Aufgaben in der Geschäftsführung. Denn perspektivisch soll er die elterliche Firma in nächster Generation weiterführen. Was künftige närrische Hoheiten der Familie im Karneval betrifft, können die Eltern nunmehr nur noch auf die Enkel zählen… Daniel FörsterIn der 65. Faschingssaison vom Karnevalsclub Bad Schandau hat die neue Generation das Zepter in Sachen Prinzenpaar übernommen. Wie die Zeit vergeht: Vor 15 Jahren – zum 50. Jubiläum - regierte Bad Schandaus Dachdeckermeister Maik Bredner (Inhaber und…

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