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Weihnachtskugeln für sorbischen Osterstrauß

Erneut schafft es Schülerfirma in die Schlagzeilen

Cottbus. „Siebenmal Morgenrot, siebenmal Abendrot, dann komm‘ ich wieder“, sang Schlagerbarde Andreas Holm damals auf einer Amiga-Single. Sieben Mal hat es jetzt auch eine Schülerfirma des Niedersorbischen Gymnasiums (NSG) Cottbus in die Schlagzeilen geschafft.

Nach den besonders erfolgreichen Geschäftsideen mit einer „Lutki-Tour“ auf den Spreewaldfließen und dem Sieg im Brandenburger Landeswettbewerb mit dem Senioren-Tanzcafe‘ „Kral“ (sorbisch: „König“) im Vorjahr sorgt  nun wiederum eine elfte Klasse dieser zweisprachigen Bildungseinrichtung für Furore. „Think Serbski“ („Denk Sorbisch“) ist das aktuelle Geschäftsvorhaben überschrieben. Die Idee wurde traditionell im Seminarkurs „Schülerfirma“ in der Sekundarstufe zwei geboren. Beteiligt sind 17 Elfklässler, zehn Mädchen und sieben Jungen. Zum siebenten Mal betreut  Mathe- und Physiklehrer Guido Kabisch, der selbst einmal Schüler des Niedersorbischen Gymnasiums war, die neue Schülerfirma. JUNIOR-Vorstandsboss des Start-up-Unternehmens ist der 17-jährige Cottbuser Anton Weineck, der nach dem Abitur Sport- und Finanzmanagement studieren will.    

„Wir wollen dieses Mal mit einer ganz besonderen Geschäftsidee überzeugen, nämlich mit selbstgefertigten, traditionellen Lausitzer Produkten“, sagt der Chef der Schülerfirma. Dafür wurde in den vergangenen Wochen tüchtig genäht und gelötet. Zum Renner wurden Weihnachtskugeln, die wie Ostereier mit der bekannten Wachstechnik in sorbisch-wendische Kunstwerke für den Osterstrauß verwandelt wurden. Besonders gefragt sind die mit einem Federkiel verzierten roten und grünen Glaskugeln in zwei Varianten und im Viererpack.  Auch die Federtaschen aus Blaudruck gehen weg wie „warme Semmeln“, so Anton Weineck. Im Angebot der Cottbuser Schülerfirma sind aber auch noch weitere Blaudruck-Artikel, so unter anderen Kissenbezüge, Haargummis und Masken oder Flaschenöffner mit individuellem Griff. 

„Think Serbski“ hat ein großes Potential mit einer großen Nachfrage, sagte Firmenbetreuer Guido Kabisch. Durch den Online-Shop erhoffen sich die Elftklässler, die alle Artikel selbst in Handarbeit und in Werkstatt- oder in Heimarbeit herstellen, auch Kunden außerhalb der Lausitz. Während das „Gelbe“ von den sorbischen Ostereiern und den anderen Produkten  wieder ausschließlich dem Abi-Ball zu Gute kommen soll, ist den jungen Geschäftsleuten auch noch ein anderer Aspekt besonders wichtig. Sie wollen mit ihrem Projekt wieder am Brandenburger JUNIOR-Landeswettbewerb teilnehmen, möglichst erneut gewinnen und sich danach auch am Bundeswettbewerb beteiligen. Für eine erfolgreiche Teilnahme drücken wir den Cottbuser Pennälern des Niedersorbischen Gymnasiums schon jetzt die Daumen. (kay)

Online-Shop: https://mystudentcompany.com/iw-junior/company/thinkserbski

Internetseite: https://lutkitours.jimdofree.com/thinkserbski/

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Wie Digitalisierung regionalen Unternehmen helfen kann

Magazine. Der City-Werbering-Spremberg e. V. und seine Partner haben für ihr Projekt „Regionale, virtuelle Onlineplattform - SprembergShop24.de“ Ende vergangenen Jahres den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ des Innenstadtwettbewerbs „Handel(n) für lebendige Innenstädte“ im Rahmen der IHK-City-Offensive Südbrandenburg gewonnen. "Die Auszeichnung ist für den City-Werbering eine große Ehre.", so City-Managerin Madlen Schwausch vom Wirtschaftsförderer-Team der ASG Spremberg. Es gab eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Silke Schwabe, Unternehmensbegleiterin bei der IHK Cottbus: „Dieser Onlineshop trägt einerseits dazu bei den ein oder anderen Umsatz der regionalen Unternehmen in Spremberg in diesem Jahr zu retten. Andererseits hilft es den Unternehmen dabei die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, z.B. durch Schulungen im Bereich Onlinehandel“, begründete Silke Schwab die Wahl. Unter der Prämisse „Geh online und kauf regional“ wurde im Frühjahrslockdown für die Unternehmen innerhalb kürzester Zeit ein virtuelles Kaufhaus ins Leben gerufen. Auf dieser Onlineplattform können die Spremberger Gewerbetreibenden ihre regionalen Produkte platzieren und verkaufen. „Von Taschen, Spiritousen, Wollsachen, technischen Produkten wie Roboter, Dienstleistungen wie Botengänge über gastronomische Angebote biete dieser Onlineshop eine Menge Auswahl“, erklärt Madlen Schwausch. Außerdem können Gutscheine über den Shop erworben werden. Der Anstoß zu diesem Projekt kam im März des vergangenen Jahres, als Deutschland kurz vor dem ersten Lockdown stand. Christine Herntier, Bürgermeisterin der Stadt Spremberg, betonte die Wichtigkeit dieses Onlinehandels in der aktuellen Zeit. „Es ist vielen deutlich geworden, dass es in Zeiten wie diesen ein gutes Mittel ist, um Kunden zu halten und Werbung für sich zu machen“. Die Bürgermeisterin freut sich vor allem, dass sich dieses Engagement von den Gewerbetreibenden in Spremberg heraus entwickelt hat – „Made in Spremberg City“ sozusagen. Auch die regionale Bevölkerung werde mit diesem Projekt sensibilisiert, die Unternehmen lokal vor Ort zu unterstützen und nicht nur Einkäufe bei den großen Internetriesen zu tätigen, die es nicht unbedingt nötig hätten, hofft Silke Schwab von der IHK Cottbus. Der Spremberger Onlineshop könnte in diesem Fall Vorbild für andere Städte und Gemeinden werden. Anfragen von anderen Kommunen zu diesem Projekt gab es schon. www.sprembergshop24.de Stark für die Lausitz Weitere Artikel, Statements und Geschichten aus der Region sind in der neuen Ausgabe des Magazins »Stark für die Lausitz« zu finden.Der City-Werbering-Spremberg e. V. und seine Partner haben für ihr Projekt „Regionale, virtuelle Onlineplattform - SprembergShop24.de“ Ende vergangenen Jahres den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ des…

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