Carola Krickel

Zeitplan Kupfer verschiebt sich

Cottbus. Die Entscheidung, zunächst sechs von den zehn Mitarbeitern der KSL zu entlassen, wurde am 27. November bekannt gegeben. Der Start für das Großprojekt Kupferbergbau in Spremberg wird sich um mindestens zwei Jahre verschieben.

Spremberg. KSL Geschäftsführer Dr. Thomas Lautsch wird sich ebenso eine neue Aufgabe suchen müssen wie fünf seiner Mitarbeiter. Betroffen von der Entlassung sind  vor allem Bergbauingenieure, die  technische Aufgaben zu bearbeiten hatten. Bleiben werden diejenigen, die das Genehmigungsverfahren begleiten, das sehr umfangreich ist. "Wir haben uns mit der Entscheidung schwer getan", gibt Thomas Lautsch zu, "aber es war  abzusehen, nachdem wir dieses Jahr nicht gebohrt haben." Als Grund für die Entscheidung führt er die unruhigen Finanzmärkte an, die weltweite Rezession. Aber auch die Kupferpreiserwartung spielt eine entscheidende Rolle. "Ich bin überzeugt, dass der Kupferbergbau kommt, aber die Zeitachse ist nicht abzuschätzen. Das ist, wie wir wissen, bei vielen Großprojekten der Fall und dieses ist ein Großprojekt. Immerhin sollen hier 100 Millionen Tonnen Masse bewegt werden," betont der KSL-Gschäftsführer. Ohne ihn wird es trotzdem eine Geschäftsführung geben. Seine Kollegin in Amerika ist Fachfrau für Finanzierungsfragen und wird demnächst auch für die Spremberger Tochterfirma der Minera S.A. zuständig sein.  30 Millionen Euro sind bisher in das Projekt geflossen, vor allem an externe Dienstleister. Die Flächen, an denen Probebohrungen stattfanden, sind bereits wieder begradigt und rekultiviert.Im Spremberger Industriegebiet lagern die Bohrkerne. Die Mitarbeiter, die im Unternehmen verbleiben und das Genehmigungsverfahren voranbringen sollen, sind Fachkräfte von hier, so dass die bekannten Gesichter bleiben.Die Industrie und Handelskammer (IHK) Cottbus lud letzte Woche zu einer zweitägigen Unternehmerfahrt in die Kupfermine der Kupfergesellschaft KGHM Polska Miedz SA in Lubin (Polen) ein. Acht Teilnehmern aus sechs regionalen Wirtschaftsunternehmen nutzten diese Gelegenheit, sich  über Geschäftsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Kupferabbau zu informieren.Der Baubeginn für die Förderanlagen in Spremberg ist im besten Fall für 2017 zu erwarten.                      Carola Krickel

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