Aktualisierte Corona-Verordnung

Südbrandenburg. Das Brandenburger Kabinett hat mit nur wenigen Änderungen die Corona-Umgangsverordnung aktualisiert sowie deren Verlängerung um vier Wochen festgelegt. Sie tritt an diesem Samstag (28. August 2021) in Kraft und gilt zunächst bis einschließlich 24. September 2021. Testpflicht Die Änderungen betreffen insbesondere Regelungen zur Testpflicht: So sind von der Testpflicht neben Geimpften und Genesenen ab dem 28. August 2021 generell auch Kinder unter sechs Jahren und alle Schülerinnen und Schüler ausgenommen, die im Rahmen eines verbindlichen schulischen Schutzkonzeptes regelmäßig mindestens zweimal pro Woche getestet werden. Veranstaltungen Außerdem werden bei Veranstaltungen die Personenobergrenzen, ab denen nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete Zugang haben, dem Infektionsgeschehen angepasst: Ab dem 13. September gilt bei einer durchgehenden Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert von 20 die Testpflicht für Veranstaltungen unter freiem Himmel (z.B. Freiluft-Theater, Open-Air-Kino, Volksfeste, Jahrmärkte, Zuschauer bei Fußballspielen) mit mehr als 500 gleichzeitig Teilnehmenden (in einer Übergangszeit bis zum 12. September bleibt die bisherige Personenobergrenze von 750 noch gültig). Bei Veranstaltungen ohne Unterhaltungscharakter in geschlossenen Räumen (zum Beispiel Vereinssitzungen) wird ebenfalls ab dem 13. September die Personenobergrenze, ab der die sogenannte 3G-Regel (Geimpfte, Genesene oder Getestete) gilt, auf 100 Teilnehmende halbiert (bisher 200). Die 3G-Regel setzt in Brandenburg weiterhin grundsätzlich bei einer durchgehenden Sieben-Tage-Inzidenz von über 20 ein. Das bedeutet: In Brandenburger Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 20 überschreitet, gilt in vielen Bereichen: Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Neben der Sieben-Tage-Inzidenz bezieht Brandenburg bei der Lagebewertung weitere Faktoren ein. Dazu zählen die Auslastung des Gesundheitswesens, insbesondere die Inanspruchnahme der verfügbaren intensivmedizinischen Krankenhauskapazitäten, der Immunisierungsgrad der Bevölkerung auf Grundlage der Impfquote sowie die Verbreitung besorgniserregender Virusvarianten. Die Änderungen im Überblick Inzidenzwerte Es gibt in der neuen Corona-Umgangsverordnung zwei Inzidenzwerte, die strengere Maßnahmen auslösen: 20 und 35. In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter dem Schwellenwert von 20 liegt, gilt die 3G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete) in diesen Bereichen: in Schulen, Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen (Ausnahme: Kinder in der vorschulischen Kindertagesbetreuung),für Besucherinnen und Besucher von Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Pflegeheimen und diesen gleichgestellten Wohnformen,Kontakt-Sport in Indoor-Sportanlagen,Diskotheken, Clubs und Festivals (drinnen und draußen),Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen. In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 20 überschreitet, gilt die 3G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete) darüber hinaus auch in diesen Bereichen: Innengastronomie,Teilnahme an Veranstaltungen und Festen (Ausnahmen: Testpflicht gilt nicht für Veranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 750 bzw. ab dem 13. September 2021 mit bis zu 500 gleichzeitig Teilnehmenden sowie für Veranstaltungen ohne Unterhaltungscharakter in geschlossenen Räumen mit bis zu 200 bzw. ab dem 13. September 2021 mit bis zu 100 gleichzeitig Teilnehmenden),Inanspruchnahme körpernaher Dienstleitungen, wenn die besondere Eigenart der Dienstleistung das Tragen einer medizinischen Maske nicht zulässt (zum Beispiel Bartrasur oder Gesichtskosmetik; Ausnahme: Testpflicht gilt generell nicht im Gesundheitsbereich bei der Erbringung medizinischer, therapeutischer oder pflegerischer Leistungen),Beherbergungen (Test bei Anreise),Reisebusreisen, Stadtrundfahrten, Schiffsausflüge und vergleichbare touristische Angebote,Sportanlagen in geschlossenen Räumen (Indoor-Sport),Innen-Spielplätze,Theater, Konzert- und Opernhäuser, Kinos, Messen, Ausstellungen, Spezialmärkte, Jahrmärkte, Volksfeste, Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen (Ausnahmen: Testpflicht gilt nicht für Veranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 750 bzw. ab dem 13. September 2021 mit bis zu 500 gleichzeitig Teilnehmenden),Schwimmbäder, Spaß- und Freizeitbäder, Freibäder, Saunen, Thermen und Wellnesszentren (Ausnahme: Angebote, die im Zusammenhang mit gebuchten Übernachtungen stehen; hier besteht die Testpflicht bereits beim Einchecken in der Beherbergungsstätte),Künstlerische Amateurensembles (Proben und Auftritte in geschlossenen Räumen; Ausnahme: Testpflicht gilt nicht für Ensembles, bei denen nicht gesungen wird und keine Blasinstrumente gespielt werden),Veranstaltungen von Bildungs-, Ausbildungs-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen, in Hochschulen, Musikschulen, Kunstschulen, Volkshochschulen, Fahr-, Flug- und Segelschulen (Ausnahmen gelten für Veranstaltungen unter freiem Himmel sowie Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr im Falle des Einzelunterrichts - in beiden Fällen ist auch bei Inzidenzwerten von über 20 kein Test notwendig). In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 35 überschreitet, gelten schärfere Personenbegrenzungen für Veranstaltungen und Feste: Dann ist die Personenzahl auf höchstens 5.000 gleichzeitig Teilnehmende begrenzt. Ausnahmen von der Testpflicht (ab 28. August 2021) Die Pflicht zur Vorlage eines Testnachweises gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr,Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen eines verbindlichen Schutzkonzeptes der von ihnen besuchten Schule regelmäßig, mindestens an zwei verschiedenen Tagen pro Woche, auf das Vorliegen einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus getestet werden; als Nachweis ist auch eine von einem Sorgeberechtigten unterzeichnete Bescheinigung über das negative Ergebnis eines ohne fachliche Aufsicht durchgeführten PoC-Antigen-Tests zur Eigenanwendung (Selbsttest) ausreichend,geimpfte Personen,genesene Personen. Test-Nachweis Testnachweise müssen den bundesrechtlichen Anforderungen entsprechen. Das bedeutet: Immer, wenn ein Nachweis hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 verlangt wird, gilt in Brandenburg folgendes: Der Test darf maximal 24 Stunden zurückliegen.Der Testnachweis muss in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form vorgelegt werden.Die zugrundeliegende Testung muss durch eine sogenannte In-vitro-Diagnostika erfolgt sein, zum Beispiel ein PoC-Antigen-Schnelltest durch geschultes Personal (etwa ein kostenfreier Bürgertest in einer Teststelle), im Rahmen einer betrieblichen Testung im Sinne des Arbeitsschutzes durch Personal, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt, oder vor Ort unter Aufsicht ein Antigen-Selbsttest (sogenannter Laientest).Das Brandenburger Kabinett hat mit nur wenigen Änderungen die Corona-Umgangsverordnung aktualisiert sowie deren Verlängerung um vier Wochen festgelegt. Sie tritt an diesem Samstag (28. August 2021) in Kraft und gilt zunächst bis einschließlich 24.…

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Alternative zum Spreewaldfest

Lübben. Statt drei tollen Tagen Spreewaldfest wird es in diesem Jahr gleich an drei Wochenenden bunt in Lübben: Unter dem Titel „Der September wird bunt“ organisiert die Tourismus, Kultur und Stadtmarketing Lübben (Spreewald) GmbH eine Veranstaltungsreihe, die klassische Elemente des Spreewaldfestes vereint und trotzdem – hoffentlich – coronakonform durchgeführt werden kann. „Nach der bedauerlichen Absage unseres traditionellen Stadtfestes im vergangenen Jahr haben wir im Frühjahr überlegt, wie wir diesmal trotz aller Unwägbarkeiten etwas auf die Beine stellen können. Schließlich mussten Kultur und Unterhaltung lange genug pausieren“, sagt TKS-Geschäftsführerin Marit Dietrich. Herausgekommen ist ein Konzept, das die Besucherströme auf drei Wochenenden verteilt und sie notfalls auch begrenzen kann. Los geht es am 11. September mit der Museumsnacht unter dem Titel „Musik machen – früher und heute“, die sich um die aktuelle Sonderausstellung „Hall of Fame“ und die Musik-Idole der 1950er bis 1990er Jahre dreht. Bei kostenlosem Eintritt gibt es ab 16 Uhr Führungen durch die Ausstellung, einen Schlagzeug-Workshop und Basteln für Kinder. Am Abend findet unter dem Titel „Erinnerung“ an Report ein Konzert mit Lutz Neumann und Michael Peschke in der Paul-Gerhardt-Kirche statt. Der heutige Frontmann von „Shawue“ und sein Freund und Musiker-Kollege erinnern in diesem Konzert an die Band „Report Cottbus“, die Mitte der 1980iger Jahre als erfolgreichste Band der Region galt. Der Weg zur Kirche wird farbenfroh illuminiert und von gastronomischen Angeboten begleitet. Der Abend endet mit einer Silent Disco am Schlossvorplatz. Vom 17. bis 19. September gibt es ein Festprogramm für die ganze Familie. Auf dem Parkplatz Lindenstraße und am Warmbad macht der Vergnügungspark und auf der Schlossinsel das Kinderland Station. Händler und Gastronomen bieten regionale Produkte und kulinarische Verlockungen an. Auf der Schlossinsel wird die große Bühne aufgebaut sein, auf der am Samstag ab 14 Uhr neben Blasmusik und der beliebten Spreewald-Revue Schlager von „Spielberg“ und Rock- und Popsongs von der Party-Show-Band „Biba und die Butzemänner“ zu hören sind. Am Sonntag spielen ab 14 Uhr die Fröhlichen Hechte, bevor Zwulf „Hits für Kids“ singt. Danach stehen der Sänger und Harmonikaspieler Florian Fesl, die Straupitzer Rope Skipper und das Tanzstudio Bailamos auf der Bühne. Als Höhepunkt wird am Abend die Münchener Freiheit spielen – ein Konzert, das bereits im vergangenen Jahr mit großer Vorfreude erwartet worden war, dann aber abgesagt werden musste. Den bunten Reigen beschließt der Herbstmarkt am dritten Festwochenende: Am 25. und 26. September stellen rund um den Marktplatz Handwerker ihre Arbeit zur Schau, es gibt Herbstfrüchte und Handwerkserzeugnisse zu kaufen und zahlreiche Gastronomen kitzeln die Gaumen der Besucher. Hier und da sind Straßenmusiker zu erleben. „Trotz aller zusätzlichen Maßnahmen und einer verbleibenden Ungewissheit freuen wir uns auf einen hoffentlich entspannten und fröhlichen ‚bunten September‘“, sagt Marit Dietrich. „Die diesjährige Variante gibt uns Gelegenheit, einmal kleinteiligere Veranstaltungsformate auszuprobieren und daraus zu lernen, um auch künftig flexibel auf sich plötzlich ändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können.“ Für alle Festtage gilt, dass sich Besucher mit der Luca-App oder per Formular registrieren müssen, um eine Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen. Der Zugang zu einzelnen Bereichen kann bei Erreichen der maximalen Besucherzahl beschränkt werden. Der Kahnkorso, der Flohmarkt und das Feuerwerk können leider nicht stattfinden.Statt drei tollen Tagen Spreewaldfest wird es in diesem Jahr gleich an drei Wochenenden bunt in Lübben: Unter dem Titel „Der September wird bunt“ organisiert die Tourismus, Kultur und Stadtmarketing Lübben (Spreewald) GmbH eine Veranstaltungsreihe,…

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Kulturerbe Spreewaldkahn

Lübben. Der Spreewaldverein e.V. plant in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren, wie dem UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald, dem Tourismusverband Spreewald, dem Sorbischen Institut und dem DOMOWINA Bund Lausitzer Sorben e.V., die Handwerkskunst und Lebensform mit dem Spreewaldkahn in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes eintragen zu lassen. Das Verzeichnis zeigt exemplarisch, welche lebendigen kulturellen Traditionen und Ausdrucksformen in Deutschland praktiziert und weitergegeben werden. So sind zum Beispiel bereits der Blaudruck oder die gesellschaftlichen Bräuche und Feste der Lausitzer Sorben im Jahreslauf offiziell durch die deutsche UNESCO-Kommission als immaterielles Kulturerbe bestätigt. Melanie Kossatz, Geschäftsführerin des Spreewaldvereins e.V. fügt noch hinzu: »Da der Spreewaldkahn ein identitätsstiftendes Kulturgut in unserer Region darstellt, soll dies auch formell anerkannt werden. Im Juni 2021 haben wir ein erstes Akteurstreffen organisiert, bei dem der Bewerbungsprozess als auch die thematische Grundrichtung besprochen wurden.« Der Fokus der Bewerbung liegt auf dem ursprünglichen Spreewaldkahn aus Holz, da die Bauart mit sehr spezifischem Fachwissen verbunden ist, das über Generationen weitergegeben wurde. Menschen aus der Region, die ein besonderes Verhältnis zum Spreewaldkahn pflegen und bereit sind, ihr Wissen zu teilen, werden gebeten, sich bei Tanja Jarick (jarick@spreewaldverein.de, 03546/ 8426) zu melden. Auch Fotos, Dokumente oder andere Nachweise zum Spreewaldkahn werden gerne entgegengenommen.Der Spreewaldverein e.V. plant in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren, wie dem UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald, dem Tourismusverband Spreewald, dem Sorbischen Institut und dem DOMOWINA Bund Lausitzer Sorben e.V., die Handwerkskunst und…

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Vierte Welle ausbremsen

Südbrandenburg. Mit der neuen Umgangsverordnung werden die aktuell bestehenden Corona-Schutzmaßnahmen in Brandenburg im Grundsatz fortgeführt. Neuerungen gibt es vor allem für Veranstaltungen. Außerdem sind Regelungen für den Schulbereich mit Beginn des neuen Schuljahres am 9. August festgelegt. Die neue Umgangsverordnung tritt an diesem Sonntag, 1. August, in Kraft und mit Ablauf des 28. August 2021 außer Kraft. Grundsätzlich gelten weiterhin die Hygieneregeln und -empfehlungen des Robert Koch-Instituts, wie zum Beispiel die Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern zu anderen Personen. Sofern dies nicht möglich ist, soll in Innenräumen weiter eine medizinische Maske getragen werden. Eine inzidenzunabhängige Testpflicht soll gerade in den Schulen, aber auch bei Festivals, in Clubs und Diskotheken für mehr Sicherheit sorgen. Für die Bewirtung in Innenräumen von Restaurants, die Beherbergung von Gästen in Hotels und Pensionen, Dienstleistungen und andere Bereiche gilt die Testpflicht weiterhin erst ab einer 7-Tage-Inzidenz von 20. In Brandenburg liegen derzeit alle Landkreise und kreisfreien Städte unterhalb dieses Wertes. Wichtigste Änderungen: Wenn die Verordnung einen Testnachweis vorsieht, sind nun alle Kinder bis zum vollendeten zwölften (statt wie bisher bis zum sechsten) Lebensjahr davon ausgenommen. (Dies ist verantwortbar, da die Kinder für den Schulbesuch sowieso mindestens zweimal wöchentlich getestet werden.) Schule Die Testpflicht in Schulen besteht fort. So sind der Zutritt zur Schule und die Teilnahme am Präsenzunterricht nur erlaubt, wenn an zwei von der jeweiligen Schule bestimmten Tagen pro Woche ein negativer Testnachweis vorgelegt wird (Selbsttests ohne Aufsicht sind weiter zulässig). Das neue Schuljahr beginnt mit zwei Schutzwochen. Das heißt, dass in den ersten beiden Schulwochen nach den Sommerferien (9. bis 20. August) alle Schülerinnen und Schüler, also auch diejenigen der Jahrgangsstufen 1 bis 6, in den Innenbereichen der Schule eine medizinische Maske tragen (außer im Sportunterricht). Ab dem 21. August gilt diese Maskenpflicht - wie bisher - nur für Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 7. Die Maskenpflicht in den ersten zwei Schulwochen gilt in Abhängigkeit von der Raumnutzung auch in den Innenräumen von Horteinrichtungen. In Bildungs- sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen (zum Beispiel Hochschulen, Musik- und Kunstschulen, Volkshochschulen, Fahrschulen) gilt das Abstandsgebot nicht mehr. In allen Einrichtungen sind nunmehr Selbsttest (ohne Aufsicht) zulässig (auch hier: Tests nur erforderlich, wenn regionale Inzidenz sieben Tage über 20 liegt). Hinsichtlich der Maskenpflicht gilt, dass in den Innenbereichen die Maske abgenommen werden kann, wenn sich alle Personen auf einem festen Sitzplatz aufhalten und zwischen den Sitzplätzen ein Abstand von mindestens 1 Meter eingehalten wird. Veranstaltungen Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter, etwa im Kultur-, Sport- und Freizeitbereich, sind unter Auflagen mit mehr als 1.000 Besucherinnen und Besuchern möglich. Ab 1.000 Gästen ist die Personenzahl auf höchstens 50 Prozent der regulären Besucherkapazität der jeweiligen Veranstaltungseinrichtung begrenzt (Beispiel: bei einer Besucherkapazität von maximal 2.000 können dann bis zu 1.500 Gäste teilnehmen (1.000 + 500), wenn die Einhaltung des Abstandsgebots sichergestellt werden kann). In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer dauerhaften 7-Tage-Inzidenz über dem Wert von 35 ist die Personenzahl für Veranstaltungen auf höchstens 5.000 gleichzeitig Teilnehmende begrenzt. In Innenräumen gilt dabei ab einer 7-Tage-inzidenz von 20 eine Testpflicht. Unter freiem Himmel gilt eine Testpflicht für Veranstaltungen mit mehr als 750 gleichzeitig Teilnehmenden. Private Feiern und Zusammenkünfte im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis sind unabhängig vom Anlass mit bis zu 100 gleichzeitig Anwesenden unter freiem Himmel und bis zu 50 Gästen in geschlossenen Räumen möglich (Geimpfte und Genesene zählen bei privaten Treffen nicht mit). Bei religiösen Veranstaltungen sowie in Kultureinrichtungen (z.B. Museen, Planetarien, Bibliotheken) kann in geschlossenen Räumen der Abstand zwischen festen Sitzplätzen auf bis zu 1 Meter verringert werden. Krankenhäuser und Pflegeinrichtungen In Krankenhäusern und Pflegeheimen müssen Besucherinnen und Besucher nicht mehr zwingend eine FFP2-Maske tragen, hier reicht künftig eine medizinische Maske.Mit der neuen Umgangsverordnung werden die aktuell bestehenden Corona-Schutzmaßnahmen in Brandenburg im Grundsatz fortgeführt. Neuerungen gibt es vor allem für Veranstaltungen. Außerdem sind Regelungen für den Schulbereich mit Beginn des neuen…

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Auf den Spuren der »Spreewaldbahn«

Straupitz. Seit 51 Jahren ist die »Spreewaldbahn« Geschichte. Heute zeugen vereinzelt Bahnhofsgebäude und Brücken von der »Bimmelguste«. Jetzt kann man mit dem Fahrrad in die Geschichte dieser Bahn eintauchen. Möglich macht das eine entsprechende Themenradroute. Die auf einem großen Teil der ehemaligen Bahntrasse verlaufenden, regionalen und überregionalen Radwege werden dabei als verbindendes Element genutzt. Zu allen ehemaligen 21 Haltepunkten an der knapp 52 Kilometer langen Strecke von Lübben bis zum Spreewaldbahnhof Cottbus hat der Verein Interessengemeinschaft (IG) Spreewaldbahn Informationen, Fotos und Dokumente zusammengetragen und auf Schautafeln zugänglich gemacht. Zusätzlich gibt es Schautafeln am Bahnhof in Goyatz und an der »Holzverladestelle 6«. Daneben wurden 15 zweisprachige Stationsschilder nach historischem Vorbild aufgestellt. Philipp Seemann aus der IG sieht die Themenradroute als »sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Kultureinrichtungen.« Für den Burger Amtsdirektor Tobias Hentschel ist das Projekt »Auf den Spuren der Spreewaldbahn« ein positives Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit. Es ist ein Gemeinschaftswerk des Amtes Burg, der anliegenden Kommunen und der IG Spreewaldbahn. Wie der Straupitzer Bürgermeister André Urspruch sagt, können sich die Radler dieser Tour sicher sehr gut in die damalige Zeit der »Spreewaldbahn« hineinfühlen: »Das gelingt mit den Schautafeln und den Stationsschildern ausgezeichnet. Insgesamt ist das eine runde Sache.« Das Projekt erhielt eine Zuwendung in Höhe von 28.000 Euro für die Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von Leader.Seit 51 Jahren ist die »Spreewaldbahn« Geschichte. Heute zeugen vereinzelt Bahnhofsgebäude und Brücken von der »Bimmelguste«. Jetzt kann man mit dem Fahrrad in die Geschichte dieser Bahn eintauchen. Möglich macht das eine entsprechende…

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Brandenburg entsendet Einsatzkräfte

Südbrandenburg. Brandenburg verstärkt seinen Hilfseinsatz in den Hochwassergebieten im Westen Deutschlands. Insgesamt verlegen ab heute mehr als 300 Einsatzkräfte in den Sammelraum am Nürburgring, um von dort aus in den kommenden Tagen bei der Bewältigung der Flutkatastrophe zu unterstützen. Innenminister Michael Stübgen hatte den Hilfseinsatz am Dienstag autorisiert, nachdem eine Bitte um Unterstützung aus Rheinland-Pfalz in Brandenburg eingegangen war. Innenminister Michael Stübgen: „Die Flutkatastrophe ist eine nationale Tragödie, die uns alle tief berührt. Deutschland steht zusammen und auch Brandenburg hilft den Flutopfern wo es nur geht. Wir haben den betroffenen Bundesländern in der vergangenen Woche umgehend Hilfsangebote unterbreitet und schicken jetzt ein erstes größeres Kontingent nach Rheinland-Pfalz. Auf die Kameradinnen und Kameraden wartet ein schwerer und entbehrungsreicher Einsatz, aber ich weiß, dass alle hochmotiviert sind. Die Hilfsbereitschaft ist groß in Brandenburg. Seit Tagen helfen Einsatzkräfte aus Brandenburg in ihren Partnerkommunen in Nordrhein-Westphalen und die Spendenbereitschaft der Bevölkerung ist enorm. In Brandenburg wissen wir was Hochwasser anrichten können und haben nicht vergessen, wie uns geholfen wurde. Ich danke allen Brandenburgerinnen und Brandenburgern, die jetzt unseren Landsleuten im Westen beistehen und dabei helfen, dass wir unseren Beitrag leisten können.“ Das Brandenburger Einsatzkontingent besteht aus einer Brandschutzeinheit und zwei Medizinischen Task Force. Die Brandschutzeinheit Potsdam-Mittelmark wird mit 28 Fahrzeugen und 125 Einsatzkräften am Mittwoch um 18:00 Uhr von Beelitz-Heilstätten aus in das Einsatzgebiet verlegen. Aufgaben im Einsatz werden Menschenrettung und -bergung, Wasserförderung, Stromerzeugung und Beleuchtung sein. Die Medizinische Task Force 17 (aus Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark und Brandenburg an der Havel) und die Medizinische Task Force 18 (aus Spree-Neiße, Elbe-Elster, Dahme-Spreewald und Cottbus) werden am Sonntagmorgen in den Einsatz starten. Beide Einheiten zusammen stellen über 50 Einsatzfahrzeuge und rund 200 Einsatzkräfte. Zu den Aufgaben gehören die Einsatzführung und die Behandlung und der Transport von Patienten.Brandenburg verstärkt seinen Hilfseinsatz in den Hochwassergebieten im Westen Deutschlands. Insgesamt verlegen ab heute mehr als 300 Einsatzkräfte in den Sammelraum am Nürburgring, um von dort aus in den kommenden Tagen bei der Bewältigung der…

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Vielfalt der Sprachen erleben

Halbe. Das Sprachenfestival LingvaFest‘ findet am 27. und 28. August im und um den Esperanto-Bahnhof Halbe statt. »Es wird auf unterhaltsame Weise verschiedene Sprachen vorstellen und in die Vielfalt der Sprachen einführen«, informiert Dörthe Ziemer vom Halbe Welt e.V.. So würden Konzerte, Workshops und Mitsinge-Aktionen á 30 bis 40 Minuten angeboten werden. In den Pausen kann man den Ort wechseln und das nächste Panel besuchen. Neben der Esperanto-Stacio, wie der Bahnhof auf Esperanto heißt, dienen unter anderem der Kaiserbahnhof, der Bahnhofsvorplatz und die Kirche als Veranstaltungsort. Gesucht werden nun Menschen, die sich vorstellen können, das Programm weiter zu bereichern. Diese können sich gern bei Ralf Fröhlich, Leiter der Esperanto-Stacio, melden (E-Mail: EsperantoStacio@gmail.com). Esperanto, die weltweit am weitesten verbreitete Plansprache, wird beim Festival eine große Rolle spielen. Entsprechend dem Ziel der Esperanto-Bewegung, internationale Begegnungen zu ermöglichen, sind Menschen mit verschiedener Herkunft eingeladen, ihre Sprachen vorzustellen. Dabei soll der unterhaltsame Anteil überwiegen und einen Bezug zu verschiedenen Alltagswelten hergestellt werden. Geplant ist zum Beispiel ein Vortrag darüber, was die vielen schwedischen Namen von Ikea-Produkten eigentlich bedeuten. Das zweitägige Festival beginnt am Freitag, 27. August, mit einem Angebot speziell für Schüler. Am Abend gibt es ein Konzert im Kaiserbahnhof. Am Samstag, 28. August, sind tagsüber die Workshops, Vorträge und das Musikprogramm geplant. Das Festival endet mit einem Konzert und Tanz im Esperanto-Bahnhof.Das Sprachenfestival LingvaFest‘ findet am 27. und 28. August im und um den Esperanto-Bahnhof Halbe statt. »Es wird auf unterhaltsame Weise verschiedene Sprachen vorstellen und in die Vielfalt der Sprachen einführen«, informiert Dörthe Ziemer vom Hal…

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»Yes, we Kahn«

Luckau. Das Besondere an der eintrittsfreien Luckauer Kahnnacht: Nicht die Gäste sitzen auf den Kähnen, sondern die Musiker. Am Samstag, 10. Juli, machen die Musikkähne ab 19.30 Uhr an den fünf Lieblingsplätzen der Luckauer Station und verführen mit unterschiedlichen Musikrichtungen und Genres. Die zum großen Teil farblich beleuchteten Plätze rund um die historische Altstadt laden zum Verweilen und Genießen ein. Auch das Napoleonhäuschen wird für Gäste geöffnet sein. An den Stationen Bebelplatz, Mönchhof, Sommergarten Südpromenade, Napoleonhäuschen und Manteuffelplatz werden die fahrenden Musikgefährte Halt machen und aus ihrem Repertoire spielen. Auf den Kähnen wird ein breites Spektrum an Musik geboten. Kahnnacht-Highlight in diesem Jahr ist Ex-Puhdys-Gitarrist Dieter »Quaster« Hertrampf & Friends, der zu seinen musikalischen Wurzeln zurückgekehrt ist. Er stand als ein Ur-Puhdy 45 Jahre auf den Rockbühnen dieser Welt und hat mit seiner Stimme vielen Hits der Puhdys ihren Kultstatus verliehen. Die Kähne im Überblick: Kahn Eins mit »Quaster & Friends« (Ostrock)Kahn Zwei mit »Doc Adams« (Country & Oldies) Kahn Drei mit »Ossternhagen« (Westernhagen Cover)Kahn Vier mit »Simon & Tobias Tulenz« (Gipsy, Swing, Jazz & Klassik)Kahn Fünf mit »Werner, Ecki & Freunde« (Schlager & Evergreens) Erstmals ist auch die Anreise per Bahn möglich. Die Fahrstrecke Lübben – Luckau – Lübben wird wieder mit der historischen Bahn befahren. Alle Infos zu Fahrzeiten und Preisen erhält man beim Partner der DBV Förderverein Niederlausitzer Eisenbahn e.V. unter www.niederlausitzer-eisenbahnfreunde.de.Das Besondere an der eintrittsfreien Luckauer Kahnnacht: Nicht die Gäste sitzen auf den Kähnen, sondern die Musiker. Am Samstag, 10. Juli, machen die Musikkähne ab 19.30 Uhr an den fünf Lieblingsplätzen der Luckauer Station und verführen mit…

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Impfungen bleiben wichtigste Corona-Schutzmaßnahme

Südbrandenburg. Mit dem heutigen Start der Sommerferien wollen nun auch viele Brandenburgerinnen und Brandenburger endlich wieder auf Reisen gehen. In diesem Zusammenhang appelliert die Landesärztekammer Brandenburg aber an die Bürger, in den schönsten Wochen des Jahres auch am Urlaubsort auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln zu achten. „Die Tatsache, dass wir in Deutschland die Zahl der Corona-Neuinfektionen durch Impfungen und entsprechende Maßnahmen beherrschen konnten und zuletzt die Infektionsfälle sehr deutlich zurückgingen, darf nicht als Entwarnung missverstanden werden“, erklärt Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz. Insofern gehöre 2021 unbedingt auch eine ausreichende Zahl an Schutzmasken in das Reisegepäck. „Für Menschen, die bereits eine Impfung bekommen haben, ist es zudem besonders wichtig, fristgerecht und möglichst noch vor dem Urlaub auch die Zweitimpfung vornehmen zu lassen“, so der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg. Denn wenn diese nicht erfolge, bestehe kein ausreichender Schutz. Zum Stichtag 23. Juni 2021 hatten 50,3 Prozent der Brandenburgerinnen und Brandenburger mindestens eine Coronaimpfung erhalten. 30 Prozent waren vollständig geimpft und sind damit nach aktuellem Stand der Wissenschaft bestmöglich gegen Corona geschützt. Für die Ungeimpften gilt dies aber noch nicht. Daher ruft Dr. Steffen König auch diese Mitbürger dazu auf, das Impfangebot möglichst bald wahrzunehmen. Dies sei bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, im Rahmen von Impfaktionen der Krankenhäuser sowie in den Impfzentren im Lande zurzeit gut möglich. „Impfungen sind und bleiben die Corona-Schutzmaßnahme Nummer 1“, erklärte der Vizepräsident der Landesärztekammer Brandenburg. „Sie helfen nach den aktuellen Studien nicht nur gegen die neue und besonders ansteckende Delta-Variante des Virus, sondern verhindern im Fall des möglicherweise dennoch eintretenden Infektionsfalles auch schwerwiegende Krankheitsverläufe.“Mit dem heutigen Start der Sommerferien wollen nun auch viele Brandenburgerinnen und Brandenburger endlich wieder auf Reisen gehen. In diesem Zusammenhang appelliert die Landesärztekammer Brandenburg aber an die Bürger, in den schönsten Wochen des…

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