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99 Funken für warmes Wasser

Tröbitz. Seit 1963 sind es die Tröbitzer gewöhnt, sich im warmen Wasser ihres Freibades zu tummeln. Jetzt gibt es Probleme und die neue Saison rückt langsam näher.

Damals beheizt von einem volkseigenen Betrieb ganz in der Nähe, bekam das heutige Erlebnisbad 1994 eine innovative Solarheizung. Fortan herrschten in den Becken konstante Temperaturen von mindestens vier Grad über denen vergleichbarer Freibäder des Landkreises. Nicht nur ein attraktives und touristisches Alleinstellungsmerkmal für die 700-Seelen-Gemeinde im Amt Elsterland, auch eine witterungsunabhängige Konstante für Schwimmsport und Freizeitspaß. Eine Konstante, die ab der kommenden Saison zur Variablen werden könnte, wenn nicht ein kleines Wunder in Form von 40.000 Euro geschieht.

Marode Anlage

So viel kostet eine neue »Absorberfläche«, die über den Umkleideräumen für angenehme Badetemperaturen sorgt. »Nach über 25 Jahren musste sie nun entfernt werden, um dringend notwendige Reparaturen am Dach vornehmen zu können. Ein neuerlicher Aufbau dieser alten Anlage ist allerdings nicht mehr möglich, zu marode und ineffizient«, sagt Holger Gantke. Für den ehrenamtlichen Bürgermeister in doppelter Hinsicht eine schlechte Nachricht. Einerseits, weil es nur noch wenige Monate bis zum Saisonstart sind, andererseits hat der Mann wie viele Dörfer und Ämter mehr Kleingeld als Banknoten im Gemeindetresor.

Weshalb Gantke und seine Mitstreiter jetzt auf die Solidarität der Elbe-Elster-Länder setzen. »Das Bad ist nicht nur Ausflugsziel, auch sozialer Mittelpunkt für Freizeitsport und Familienleben. Zudem noch ein wesentlicher Baustein im Schulschwimmen der umliegenden Gemeinden. Generationen von Kindern haben hier Schwimmen gelernt und sollen dies auch in Zukunft bei angenehmen Wassertemperaturen tun dürfen«, so Gemeindevertreterin Karla Fornoville, die zu den Mitorganisatorinnen einer Aktion gehört, mit deren Hilfe die kommende Saison doch noch gerettet werden könnte. Unter der Überschrift »Pack die Badehose ein und dann nichts wie ab nach Tröbitz« beteiligen sie sich an der Crowdfunding-Aktion »99 Funken« der Sparkassen. Damit konnten schon zahlreiche Unterfangen im Landkreis realisiert werden.

Zeitschiene: 31. Januar

Das Besondere am »Crowdfunding« sei, so die Idee dahinter, dass sich eine Vielzahl an Leuten (Crowd) von einem Projekt begeistern lassen und sich daran risikofrei finanziell beteiligen. Wird damit das selbstgesteckte »Fundingziel«, in diesem Falle 25.000 Euro, erreicht, mindestens aber die »Fundingsschwelle« von 15.000 Euro überschritten, gibt es Unterstützung zur Projektrealisierung vermittels Co-Finanzierung durch die Sparkasse. Bis zum Redaktionsschluss lagen übrigens bereits 12 600 Euro im Topf. Wer für das Tröbitzer Freibad die Funken sprühen lassen will, sollte sich aber beeilen – am 31. Januar läuft die Uhr dafür ab. Dann heißt es: Alles oder nichts! Spenden kann man je nach Gusto via Internet auf der Plattform: www.99funken.de/troebitz-erlebnisbad.

Zahlen und Fakten

Allein 2021 fanden hier 131 Schwimmkurse für Jung, Alt und für Menschen aus weniger mit Wasser gesegneten Gegenden der Welt statt. 103 Kindern konnten zumindest ihr »Seepferdchen« machen und mehr als 10.000 Besucher wurden im Tröbitzer Erlebnisbad gezählt.

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Forst erhält Plakette »Deutsch-sorbische/wendische Stadt«

Forst. Am vergangenen Mittwoch überreichte der Referent des Landesbeauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Meto Nowak, an die Forster Bürgermeisterin, Simone Taubenek, die Plakette »Deutsch-sorbische/wendische Stadt«, die jede Stadt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden erhält. Die Bürgermeisterin bedankte sich und versprach, dass diese Plakette einen würdigen Platz im Rathaus finden wird. Die Forster Stadtbibliothek erhielt zudem ein sorbisches/wendisches Medienpaket. Es beinhaltet sorbische/wendische Literatur, Informationen über die sorbische/wendische Geschichte und Kultur sowie Materialien zum Spracherwerb. Darunter zweisprachige Kinderliteratur, Spiele zur Sprachförderung, Sachliteratur zur Brauchtumspflege, Sprachkurse sowie biografische Romane. Initiiert worden ist das Projekt von der sorbischen wissenschaftlichen Gesellschaft Masica Serbska und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Die Medien stehen künftig allen Kunden der Stadtbibliothek zum Ausleihen zur Verfügung, betonte die Leiterin der Einrichtung Doreen Sawall. Insgesamt erhalten 16 kommunale Bibliotheken im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden diese Medienpakete. Hinweis: Aufgrund technischer Probleme können gegenwärtig leider keine Fotos angezeigt werden. Wir bitten um Verständnis.Am vergangenen Mittwoch überreichte der Referent des Landesbeauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Meto Nowak, an die Forster Bürgermeisterin, Simone Taubenek,…

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