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Corona-Gedenktag

Bad Liebenwerda. Am 18. April laden die evangelischen Kirchengemeinden in der Region zu einem Corona-Gedenken ein.

In Anknüpfung an den von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angekündigten bundesweiten Corona-Gedenktag öffnen die Kirchen ihre Türen für Andachten. »Unsere Kirchen sollen am 18. April Orte sein, an denen Christen und Nichtchristen ihrer Trauer Raum geben können. Wir wollen den Verstorbenen der Corona-Zeit in den Städten und Dörfern gedenken. Den Opfern der Krankheit und denen, die einsam sterben mussten. Wir denken an die Angehörigen, die nur im kleinsten Kreis und manchmal überhaupt nicht Abschied nehmen durften. Aber auch das Trauern um vertane Chancen für Kinder und Jugendliche, um verlorene Zeit mit der Familie oder die Sorge um die wirtschaftliche Existenz sollen Raum und Zeit finden – mit Stille, Musik und Gebet«, sagen die Superintendenten Christof Enders und Thomas Köhler.

Die Menschen sind eingeladen, in der Stille zu gedenken oder eine Kerze anzuzünden. Das Gedenken an die Opfer der Coronapandemie ist ausdrücklich eine dezentrale Veranstaltung. Sie findet in den jeweiligen Orten statt, wo es mit einer Kirche oder einem Gemeinderaum die Möglichkeit für ein Zusammenkommen unter Einhaltung der Hygieneregeln gibt. Wenn Menschen nicht an den Andachten teilnehmen möchten oder können, aber dennoch ihre Trauer zum Ausdruck bringen wollen, haben sie die Möglichkeit die digitale Klagemauer zu nutzen. Auf der Internetseite des Kirchenkreises ist eine Seite eingerichtet, wo Anliegen formuliert und vorgebracht werden können. Je nach Wunsch werden die formulierten Klagen veröffentlicht oder in ein Gebet aufgenommen. Zusätzlich wird eine der Andachten im Internet zu erleben sein.

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