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Frauen dominieren das Festival

Finsterwalde. Komponistinnen erobern Finsterwalder Konzertreihe »digital und real«. Tickets gibt es mit Zugangscode.

Das 11. Finsterwalder Kammermusikfestival ist am Wochenende durch das Leipziger Posaunenquartett »Opus 4« eröffnet worden. Beim Kammermusikfestival 2017 begeisterte es das Publikum in der Trinitatiskirche auf speziellen Posaunen mit weichem Klang. Voll des Lobes waren damals die vier Musiker vom Gewandhausorchester, der Sächsischen Bläserphilharmonie und der Staatskapelle Halle für die Organisatoren des Finsterwalder Festivals und sind jetzt gern wieder gekommen. »Auch unter den besonderen Bedingungen wollen wir unsere Zuhörer erfreuen«, zeigten sie sich begeistert vom Elan der Organisatoren des Festivals. Johanna Zmeck und Nassib Ahmadieh sind durch Corona nicht unterzukriegen. Gemeinsam mit der Stadt Finsterwalde lassen sie die Musik auch beim 11. Festival der Kammermusik in der Sängerstadt erklingen.

Im vorigen Jahr hatte die Pandemie die Musiker während der Konzertreihe von der Bühne geholt. Das soll diesmal nicht passieren. Mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept und großem technischem Aufwand, unterstützt durch die SDF Medientechnik GmbH mit Jimmy Kaiser für die Tontechnik und Norman Gäbler als Licht-Bühnentechniker, werden alle Konzerte akribisch vorbereitet und jeweils real in der Aula des Sängerstadt-Gymnasiums gespielt und aufgezeichnet, allerdings ohne Zuhörer vor Ort, solange die Corona-Einschränkungen das verhindern. Jeweils am Sonntag um 18 Uhr werden die Konzerte digital ausgestrahlt. »Was in zehn Jahren mit dem Festival aufgebaut wurde, wollen wir uns und dem Publikum durch Corona nicht nehmen lassen«, sind Johanna Zmeck und Nassib Ahmadieh entschlossen.

Nach dem Auftakt am vorigen Wochenende gibt es weitere fünf Konzerte bis zum 5. April. Für die digitalen Konzerte des Kammermusikfestivals sind Karten mit Zugangscode über das Ticketportal Reservix für 15 Euro erhältlich. Bis 30 Minuten vor Beginn des Streaming-Konzertes können Karten erworben werden. »Natürlich hoffen wir auf eine baldige Lockerung der Einschränkungen und dass wir vielleicht die finalen Konzerte für eine begrenzte Besucheranzahl vor Ort anbieten können«, so Nassib Ahmadieh. »Trotzdem werden dann die Streaming-Konzerte weiter angeboten.«

Dankbar sind Johanna Zmeck und Nassib Ahmadieh den zahlreichen Sponsoren des Festivals und den Piktografen für die Gestaltung. Für die Konzertreihe konnten renommierte Ensembles gewonnen werden, von denen einige bereits erfolgreich im Rahmen der Festivals vergangener Jahre konzertiert haben.

»Werke von Komponistinnen« stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt aller Konzerte. Vor allem Johanna Zmeck freut sich, damit Frauen, die es oft schwer hatten sich in von Männern dominierten Zeiten durchzusetzen, bekannter zu machen. So werden Werke von Clara Schumann, Fanny Hensel, Louise Farrence, Nadia und Lili Boulanger, Alma Mahler-Werfel und Rebecca Clarke zu Gehör gebracht. Natürlich sind Johanna Zmeck und Nassib Ahmadieh nicht nur Organisatoren, sondern bereichern das Festival wie in jedem Jahr als Pianistin und Cellist. Diesmal wie im vergangenen Jahr im Trio Eisa am 12. März.

Seine Konzertpremiere erlebt beim Festival der unlängst durch den Finsterwalder Kulturverein K3 erworbene Steinway & Sons Flügel. Auch der bekannte Pianist Martin Helmchen, der den Flügel mit ausgewählt hat, konzertiert darauf. Als ein Höhepunkt der Konzertreihe ist er im Duo mit seiner Frau, der Cellistin Marie Elisabeth Hecker, am 19. März zu erleben. Infos über Konzertprogramme und Musiker unter www.finsterwalder-kammermusik.de.

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