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Solidarisch durch die Zeit

Elsterwerda. Auch wenn der Druck im Lockdown-Kessel stetig steigt, stößt dessen Flöte derzeit nur düstere Moll-Töne aus.

Für einige Unternehmer offenbar die Melodie zum eigenen Requiem. Damit wollen sich aber nicht alle Händler und Gewerbetreibenden abfinden und solidarisieren sich bereits untereinander.

So stieß auch die Initiative der Karosserie- und Autolackierwerkstatt Lohse im Gewerbegebiet Ost Elsterwerda auf gute Resonanz. Daniela und Jacqueline Lohse sowie Jens Peter sorgten mit einem Eintrag in den sozialen Medien für Furore. Die drei wenden sich darin direkt an ihre UnternehmerkollegInnen und deren Angestellte mit der dringenden Bitte, sich gegenseitig zu helfen. »Es ist eine bescheidene Zeit, da müssen wir nicht lange darüber reden, denn davon allein wird nichts besser. Jetzt ist Zusammenhalt gefragt. Wir haben lange überlegt, wie wir uns gegenseitig helfen können und sind auf eine Idee gekommen«, sagt Daniele Lohse.

Frei nach dem Motto: Hilfe zur Selbsthilfe! Was Jacqueline Lohse so erklärt: »Wenn es einem Kollegen oder einer Unternehmerkollegin hilft, das Geld aber zusammengehalten werden muss, um weiterhin Familien zu ernähren, reparieren wir zum Beispiel deren Autos ohne Berechnung der Arbeitszeit. Im Gegenzug würden wir uns dann über Gutscheine eben jener Unternehmen freuen, denen wir helfen können. Wir kriegen das hin Leute. Solidarität und Ehrlichkeit sind dabei alles.« Eine Idee, so hoffen die drei, die noch viele Nachahmer finden sollte. Allein damit sich die düsteren Moll-Akkorde in eine schöne Melodie verwandeln.

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