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Der nächste Sommer kommt bestimmt

Lichterfeld. Im Schatten der F60, am schwimmenden Konferenzsaal, geht es weiter mit Innovationen »Made In Lichterfeld«.

Oft hört man von Badeunfällen, von Menschen, die die Strömung unterschätzt haben, oder von Wassersportlern, die plötzlich auf dem See in Not geraten. Um in Ernstfall schnell Hilfe holen zu können, auch wenn das Handy gerade nicht griffbereit ist, sind kürzlich in Zusammenarbeit mit der Björn-Steiger-Stiftung drei Notrufsäulen unweit der Strände am Bergheider See installiert worden.

Bereits im vergangenen Jahr waren im Amt Kosten für zusätzliche Rettungsmittel eingeplant worden. Davon wurde beispielsweise für die Feuerwehr ein Rettungsboot mit Motorantrieb angeschafft, das dort stationiert ist und vor allem für mögliche Wasserrettungseinsätze bereitgehalten wird. Für das Aufstellen der Notrufsäulen bzw. die Unterstützung durch die Björn-Steiger-Stiftung war unter anderem auch dieses Rettungsboot Voraussetzung, denn die Stiftung fördert ausschließlich Standorte, an denen auch ein Wasserrettungsstützpunkt vorhanden ist.

Nachdem der erste Kontakt zur Stiftung, die ihren Sitz in Baden-Württemberg hat, geglückt war, brauchte es noch einige E-Mails und Telefonate bis im Juni diesen Jahres ein Vertreter der Organisation zu einem Vororttermin nach Lichterfeld kam. Dort zeigte er sich erstaunt über die tatsächliche Größe des Sees und die Länge der Strände. Schnell konnten sich Amt und Stiftung auf die Standorte der drei Notrufsäulen einigen und schließlich auch darauf, dass die Stiftung die Kosten für zwei der drei Säulen übernimmt.

Seit gut einem Monat stehen nun die drei Notrufsäulen jeweils gut sichtbar in unmittelbarer Nähe zum See bzw. zu den Parkplätzen. Eine Säule wurde am Hafen installiert, eine weitere an der Kante des oberen Parkplatzes, sodass sie auch vom Strand aus zu sehen ist. Die dritte Säule steht am Strandzugang der zukünftigen Ferienhaussiedlung.

Alle drei Säulen sind mit einem Solarpanel und einem LTE-Modul ausgestattet, sodass sie völlig autark funktionieren. Um Hilfe zu holen, genügt ein Knopfdruck, um eine Verbindung zur Rettungsleitstelle in Cottbus aufzubauen. Von dort aus wird der Notruf geortet und an die örtlichen Feuerwehren oder den Rettungsdienst weitergeleitet. Während es in der Heimatregion der Björn-Steiger-Stiftung schon über 100 dieser Notrufsäulen gibt, sind die potenziellen Lebensretter am Bergheider See im Süden Brandenburgs und im Lausitzer Seenland noch einzigartig. Und auch wenn man sich nur wünschen kann, dass man sie niemals benutzen muss, sind sie doch ein wichtiges Zeichen dafür, dass im Ernstfall die Hilfe nur einen Knopfdruck entfernt ist. Auch hier möchte das Amt gerne Vorreiter in Brandenburg sein und hofft auf Nachmacher im Lausitzer Seenland.

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Forst erhält Plakette »Deutsch-sorbische/wendische Stadt«

Forst. Am vergangenen Mittwoch überreichte der Referent des Landesbeauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Meto Nowak, an die Forster Bürgermeisterin, Simone Taubenek, die Plakette »Deutsch-sorbische/wendische Stadt«, die jede Stadt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden erhält. Die Bürgermeisterin bedankte sich und versprach, dass diese Plakette einen würdigen Platz im Rathaus finden wird. Die Forster Stadtbibliothek erhielt zudem ein sorbisches/wendisches Medienpaket. Es beinhaltet sorbische/wendische Literatur, Informationen über die sorbische/wendische Geschichte und Kultur sowie Materialien zum Spracherwerb. Darunter zweisprachige Kinderliteratur, Spiele zur Sprachförderung, Sachliteratur zur Brauchtumspflege, Sprachkurse sowie biografische Romane. Initiiert worden ist das Projekt von der sorbischen wissenschaftlichen Gesellschaft Masica Serbska und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Die Medien stehen künftig allen Kunden der Stadtbibliothek zum Ausleihen zur Verfügung, betonte die Leiterin der Einrichtung Doreen Sawall. Insgesamt erhalten 16 kommunale Bibliotheken im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden diese Medienpakete. Hinweis: Aufgrund technischer Probleme können gegenwärtig leider keine Fotos angezeigt werden. Wir bitten um Verständnis.Am vergangenen Mittwoch überreichte der Referent des Landesbeauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Meto Nowak, an die Forster Bürgermeisterin, Simone Taubenek,…

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