Brandenburg entsendet Einsatzkräfte

Südbrandenburg. Brandenburg verstärkt seinen Hilfseinsatz in den Hochwassergebieten im Westen Deutschlands. Insgesamt verlegen ab heute mehr als 300 Einsatzkräfte in den Sammelraum am Nürburgring, um von dort aus in den kommenden Tagen bei der Bewältigung der Flutkatastrophe zu unterstützen. Innenminister Michael Stübgen hatte den Hilfseinsatz am Dienstag autorisiert, nachdem eine Bitte um Unterstützung aus Rheinland-Pfalz in Brandenburg eingegangen war. Innenminister Michael Stübgen: „Die Flutkatastrophe ist eine nationale Tragödie, die uns alle tief berührt. Deutschland steht zusammen und auch Brandenburg hilft den Flutopfern wo es nur geht. Wir haben den betroffenen Bundesländern in der vergangenen Woche umgehend Hilfsangebote unterbreitet und schicken jetzt ein erstes größeres Kontingent nach Rheinland-Pfalz. Auf die Kameradinnen und Kameraden wartet ein schwerer und entbehrungsreicher Einsatz, aber ich weiß, dass alle hochmotiviert sind. Die Hilfsbereitschaft ist groß in Brandenburg. Seit Tagen helfen Einsatzkräfte aus Brandenburg in ihren Partnerkommunen in Nordrhein-Westphalen und die Spendenbereitschaft der Bevölkerung ist enorm. In Brandenburg wissen wir was Hochwasser anrichten können und haben nicht vergessen, wie uns geholfen wurde. Ich danke allen Brandenburgerinnen und Brandenburgern, die jetzt unseren Landsleuten im Westen beistehen und dabei helfen, dass wir unseren Beitrag leisten können.“ Das Brandenburger Einsatzkontingent besteht aus einer Brandschutzeinheit und zwei Medizinischen Task Force. Die Brandschutzeinheit Potsdam-Mittelmark wird mit 28 Fahrzeugen und 125 Einsatzkräften am Mittwoch um 18:00 Uhr von Beelitz-Heilstätten aus in das Einsatzgebiet verlegen. Aufgaben im Einsatz werden Menschenrettung und -bergung, Wasserförderung, Stromerzeugung und Beleuchtung sein. Die Medizinische Task Force 17 (aus Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark und Brandenburg an der Havel) und die Medizinische Task Force 18 (aus Spree-Neiße, Elbe-Elster, Dahme-Spreewald und Cottbus) werden am Sonntagmorgen in den Einsatz starten. Beide Einheiten zusammen stellen über 50 Einsatzfahrzeuge und rund 200 Einsatzkräfte. Zu den Aufgaben gehören die Einsatzführung und die Behandlung und der Transport von Patienten.Brandenburg verstärkt seinen Hilfseinsatz in den Hochwassergebieten im Westen Deutschlands. Insgesamt verlegen ab heute mehr als 300 Einsatzkräfte in den Sammelraum am Nürburgring, um von dort aus in den kommenden Tagen bei der Bewältigung der…

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Zukunftstourismus braucht Nachhaltigkeit

Lübbenau/Spreewald. Der Sommer 2020 hat neue Gästegruppen nach Lübbenau gebracht. Junge Leute und Familien, die sonst touristisch im Ausland unterwegs waren, lernten den Spreewald kennen. Gern bei den Gastgebern gesehen, haben jene die Chance diese Gästegruppe auch zukünftig für sich zu gewinnen. Die AG Stadtmarketing »Wir für Lübbenau« hat sofort reagiert und das Thema im Rahmen der diesjährigen Learners‘ Company der Hochschule Bremen untersuchen lassen. Tourismusstudenten widmeten sich dem Thema »Bindung von Gästegruppen in der Nach-Corona Ära« für Lübbenau/Spreewald. Fachlich stand ihnen Professor Felix Herle zur Verfügung, der an der norddeutschen Hochschule lehrt und die Lübbenauer Marketingrunde seit vielen Jahren moderierend begleitet. Ihre Ergebnisse präsentieren die Studierenden jüngst mittels Videokonferenz. Neben der Analyse von Trends und Studien flossen Expertenmeinungen und Interviews in ihre Untersuchung mit ein. Die Ergebnisse sprechen dafür, sich fortan auch der neuen Zielgruppe der 35- bis 49-Jährigen zu widmen. Junge Familien und Paare wollen Aktivangebote wie Rad und Kanu fahren. Gesundheit und Genuss sind ihnen wichtig. Sie möchten authentische Angebote – Heimattourismus ist ein allgemeiner Trend. Dabei setzen sie im Urlaub, wie auch Zuhause auf Nachhaltigkeit. »Letzteres ist ein super Anknüpfungspunkt für uns – wenngleich auch eine Herausforderung«, meint Steven Schwerdtner von den Spreewelten. Klimafreundlich mit der Bahn anreisen »Gerade das Thema Nachhaltigkeit begegnete uns in den Stadtmarketing-Runden schön öfter. Jetzt können wir es gezielt angehen und in der strategische Planung verankern«, resümiert Professor Herle. Beginnend könne das Vorhandene zusammengetragen und explizit herausgestellt werden, beispielsweise die klimafreundliche Anreise mit der Bahn oder die regionalen Speisen und Getränke. Qualitäts- statt Massentourismus Auf die Qualität der touristischen Angebote und die Nutzerfreundlichkeit, beispielsweise bei Reservierungsvorgängen legen die Besucher ebenso sehr viel Wert. Qualitäts- statt Massentourismus bekomme einem Ort im Biosphärenreservat auf lange Sicht definitiv besser, darin sind sich die Teilnehmer der Runde einig. »Ein fachkundiger Blick von Ortsfremden zeigt uns Optimierungsmöglichkeiten im Stadtmarketing auf. Dafür sind wir den Studenten dankbar«, so Caroline Fürll von der Spreewald-Touristinformation Lübbenau. »Wir können natürlich immer nur im Rahmen unserer - personellen - Kapazitäten handeln«, ergänzt sie. Webseite, Social Media-Auftritte und die Lübbenau-App müssten gemäß der Empfehlungen der Studenten öfter aktualisiert werden. Das betreffe aber nicht nur die offiziellen Lübbenauer Tourismusseiten. Auch jeder Leistungsträger könne seinen Beitrag leisten. »Hier könnte eine kleine Schulung helfen, denn für viele Anbieter sind die sozialen Medien noch Neuland. Wenn man ihnen zeigt wie es (einfach) geht, wären sicherlich mehr in dieser Richtung aktiv. Mit gegenseitigen Verlinkungen profitieren schließlich alle von einem umfassenden Netzwerk«, schlägt Candy Hentschel von der WIS Wohnungsbaugesellschaft vor. Mit den vorgestellten Resultaten ergeben sich verschiedene Handlungsfelder, die das Lübbenauer Marketing aufgreifen könne. In einer der nächsten Treffen der Stadtmarketingrunde sollen die von den Studenten empfohlenen Handlungsfelder näher erörtert, Umsetzungsstrategien erarbeitet sowie Prioritäten gesetzt werden.Der Sommer 2020 hat neue Gästegruppen nach Lübbenau gebracht. Junge Leute und Familien, die sonst touristisch im Ausland unterwegs waren, lernten den Spreewald kennen. Gern bei den Gastgebern gesehen, haben jene die Chance diese Gästegruppe auch…

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Neues Pinguin-Orakel wird trainiert

Lübbenau/Spreewald. Er hatte meist den richtigen Riecher und seine Tipps überzeugten sogar die Fachleute. Gemeint ist »Flocke«. Das von zwei Tierpflegerinnen des Spreeweltenbades in Lübbenau per Hand aufgezogene Pinguinmännchen wurde vor fünf Jahren als Orakel für die Fußballwelt und sogar politische Entscheidungen ausgewählt und vorbereitet. »Der kleine Frackträger löste diese besondere Aufgabe mit Bravour«, sagte Sprecher Steven Schwerdtner von der Spreewelten GmbH. Mit einem markanten »Schnabelstüber« gegen den grünen Gymnastikball, der mit der deutschen Flagge und der Nationalfahne des jeweiligen Fußball-Gegners bei Europa- und Weltmeisterschaften beklebt war, entschied sich »Flocke« immer für unsere Kicker. Zur Belohnung gab es einen Hering Sogar das Ergebnis der US-Präsidentenwahl im Jahr 2016 sagte der Humboldt-Pinguin richtig voraus. Zur Belohnung gab es für jeden richtigen Tipp immer einen Hering. Mit seinen viel beachteten Vorhersagen war »Flocke« damals auf Augenhöhe mit Orakeln, wie der Krake »Regina«, dem Tintenfisch »Paul« und der Schildkröte des Fernsehmorgenmagazins. Vor drei Jahren kam dann die traurige Nachricht aus der Spreewaldstadt. »Flocke« ist tot. Der kleine Pinguin wurde mit mehreren Artgenossen das Opfer eines unbekannten Raubtieres. »Jetzt suchen wir einen Nachfolger für ›Flocke‹, der in seine Fußstapfen tritt«, erklärte der Bad-Sprecher. Leider hat es jedoch bis zur aktuellen Fußball-Europameisterschaft noch nicht geklappt. »Aber wir haben mit ›Django‹ wieder einen ganz zahmen Pinguin«, sagt Schwerdtner. Jetzt stehen noch Übungsstunden mit den großen Gymnastikbällen auf dem Programm. Das Spreeweltenbad hofft, den kleinen Frackträger bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar als würdigen Nachfolger von »Flocke« präsentieren zu können.Er hatte meist den richtigen Riecher und seine Tipps überzeugten sogar die Fachleute. Gemeint ist »Flocke«. Das von zwei Tierpflegerinnen des Spreeweltenbades in Lübbenau per Hand aufgezogene Pinguinmännchen wurde vor fünf Jahren als Orakel für die…

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Pößnitzbrücke in Schwarzheide eingeweiht

Schwarzheide. Bürgermeister Christoph Schmidt weihte jetzt gemeinsam mit dem Sachgebietsleiter des Bereichs Stadtwirtschaft der Stadt Schwarzheide, Heiko Siehlow, Planer Peter Röder und Bauleiter Florian Dahley die neu errichtete Pößnitzbrücke in Schwarzheide Ost für Fußgänger und Radfahrer ein. Christoph Schmidt: »Für mich hat dieses Bauwerk, abgelegen vom Stadtzentrum, einen besonderen ideellen Wert. Ich bin diesen Weg als junger Mensch regelmäßig entlanggelaufen und -geradelt und erinnere mich immer wieder gern an diese Zeiten zurück, als das Flussbett der Pößnitz nach der politischen Wende aus dem Werksgelände der heutigen BASF Schwarzheide GmbH heraus an seine heutige Position verlegt wurde. Dies war für mich zur damaligen Zeit ein beeindruckendes Unterfangen, das ich mit großer Neugier beobachtete. Doch auch hier erkenne ich, wie seitdem die Zeit scheinbar gerannt sein muss. Denn wo zu jener Zeit kleine Setzlinge die Ufer begrünten, werfen nun stattliche Bäume ihre Schatten auf das Bächlein.« Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit werden Brückenbauwerke regelmäßigen Prüfungen unterzogen. Im Zuge der Hauptprüfung der Holzbrücke, die Fußgängern und Radfahrern in Schwarzheide Ost zum Überqueren der Pößnitz diente, wurde im Jahr 2018 eine erhebliche Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit beziehunmgsweise der Standsicherheit festgestellt. Infolge dessen durfte die Weiternutzung von Seiten des Gutachters nicht bescheinigt werden. Zur Behebung der Problematik wurde zwischen den beiden Varianten der Reparatur und eines Brückenneubaus abgewogen. Schließlich fiel die Wahl auf die Errichtung einer Aluminiumbrücke, die neben ihrer sehr langen Lebensdauer auch einen geringen jährlichen Instandhaltungsaufwand verspricht. Dafür hat die Stadtverordnetenversammlung ein Budget von knapp 62 000 Euro bewilligt. In nächster Zeit soll auch der Waldweg von der neuen Brücke in Richtung Viktoriasiedlung und entlang der Pößnitz wieder entsprechend hergerichtet werden.Bürgermeister Christoph Schmidt weihte jetzt gemeinsam mit dem Sachgebietsleiter des Bereichs Stadtwirtschaft der Stadt Schwarzheide, Heiko Siehlow, Planer Peter Röder und Bauleiter Florian Dahley die neu errichtete Pößnitzbrücke in Schwarzheide Ost…

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Intrigen, Betrug und falsches Gold

Senftenberg. Es brodelt in der Alchemistenküche, wenn Madame Johanne Eleonore Sophie von Klettenberg zum Festungsrundgang in Senftenberg lädt. Als zweite Frau des angeblichen Goldmachers Johann Hektor von Klettenberg, der als Amtshauptmann sogar den sächsischen Kurfürsten August den Starken hinters Licht führte, kann sie vom Leben auf der Festung im 18. Jahrhundert berichten. Am Montag, 12. Juli 2021 schlüpft Monika Auer im Museum Schloss und Festung Senftenberg wieder in die Rolle der historischen Hausherrin. Die Erlebnisführung startet um 16 Uhr. Insgesamt wird es fünf Termine für das besondere Programm in diesem Sommer geben. Diese finden alle 14 Tage montags um 16 Uhr am 26. Juli, 09. und 23. August, sowie am 06. September 2021 statt. Teilnehmer können sich an der Museumskasse oder unter Telefon: 03573-870 2400 anmelden. Lebemann, Abenteuer und Glücksritter, Alchemist, Goldmacher und Scharlatan, Herzensbrecher und Hochstapler und natürlich Amtshauptmann in Senftenberg - Johan Hektor von Klettenberg war vieles und wer könnte besser von seinen Intrigen und Eskapaden berichten, als seine Gattin? Frau von Klettenberg nimmt ihre Gäste mit durch Kammern und Schlossgewölbe, berichtet dabei über die Stadt im 18. Jahrhundert und die Festung zu Zeiten August des Starken. Dem Kurfürsten hatte Klettenberg nämlich versprochen Gold zu machen. Im Labor des Alchemisten öffnet sich eine Welt zwischen Betrug, Magie und ernsthafter Wissenschaft. Frau von Klettenberg berichtet über die Machenschaften ihres Gatten und erzählt, wie er es zwar nicht schaffte, Gold herzustellen aber goldene Taler aus den Taschen armer Bauern und den Truhen reicher Adeliger zauberte. Es brodelt in der Alchemistenküche, wenn Madame Johanne Eleonore Sophie von Klettenberg zum Festungsrundgang in Senftenberg lädt. Als zweite Frau des angeblichen Goldmachers Johann Hektor von Klettenberg, der als Amtshauptmann sogar den sächsischen…

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