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Insolvenzverfahren für Ortrander Eisenhütte

Ortrand. Die Ortrander Eisenhütte GmbH hat nach eigenen Angaben am 22. Oktober 2019 die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen beim Amtsgericht Cottbus beantragt. Als vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht am darauffolgenden Tag den Dresdner Rechtsanwalt Olaf Seidel von der Kanzlei Wolff Rapp Rechtsanwälte.

Das Traditionsunternehmen ist einer der größten Arbeitgeber der Region und geht auf ein bereits 1887 errichtetes Giessereiunternehmen zurück. Nach umfangreichen Investitionen präsentiert es sich heute als hochmoderne Gießerei für maschinengeformten Eisenguss.

Eine erfolgreiche Reorganisation der Produktionsabläufe in der ersten Jahreshälfte 2019 führte zu einer deutlichen Steigerung der Produktivität. Nach dem festgestellt werden musste, dass die parallel angestrebte Neuordnung der Unternehmensfinanzierungen ohne ein gerichtliches Verfahren nicht gelingen wird, entschloss sich die Geschäftsführung mit der Unterstützung erfahrener Restrukturierungsfachleute zur Einleitung eines Insolvenzverfahrens. Die Möglichkeiten des modernen Insolvenzrechtes sollen den Weg für eine langfristige Sicherung der Zukunft der Ortrander Eisenhütte GmbH über einen Insolvenzplan ebnen.

Mit der Unterstützung des vorläufigen Insolvenzverwalters soll der Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen fortgesetzt werden. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer, Bernd H. William-Boock, zählt die gesamte Belegschaft auf die Treue ihrer Kunden und Lieferanten.  

Die Löhne, der von der Insolvenz aktuell betroffenen 234 Mitarbeiter, sind bis Ende Dezember 2019 über Insolvenzgeld abgesichert.

(PM/Ortrander Eisenhütte GmbH)

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Wie Digitalisierung regionalen Unternehmen helfen kann

Spremberg. Der City-Werbering-Spremberg e. V. und seine Partner haben für ihr Projekt „Regionale, virtuelle Onlineplattform - SprembergShop24.de“ Ende vergangenen Jahres den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ des Innenstadtwettbewerbs „Handel(n) für lebendige Innenstädte“ im Rahmen der IHK-City-Offensive Südbrandenburg gewonnen. "Die Auszeichnung ist für den City-Werbering eine große Ehre.", so City-Managerin Madlen Schwausch vom Wirtschaftsförderer-Team der ASG Spremberg. Es gab eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Silke Schwabe, Unternehmensbegleiterin bei der IHK Cottbus: „Dieser Onlineshop trägt einerseits dazu bei den ein oder anderen Umsatz der regionalen Unternehmen in Spremberg in diesem Jahr zu retten. Andererseits hilft es den Unternehmen dabei die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, z.B. durch Schulungen im Bereich Onlinehandel“, begründete Silke Schwab die Wahl. Unter der Prämisse „Geh online und kauf regional“ wurde im Frühjahrslockdown für die Unternehmen innerhalb kürzester Zeit ein virtuelles Kaufhaus ins Leben gerufen. Auf dieser Onlineplattform können die Spremberger Gewerbetreibenden ihre regionalen Produkte platzieren und verkaufen. „Von Taschen, Spiritousen, Wollsachen, technischen Produkten wie Roboter, Dienstleistungen wie Botengänge über gastronomische Angebote biete dieser Onlineshop eine Menge Auswahl“, erklärt Madlen Schwausch. Außerdem können Gutscheine über den Shop erworben werden. Der Anstoß zu diesem Projekt kam im März des vergangenen Jahres, als Deutschland kurz vor dem ersten Lockdown stand. Christine Herntier, Bürgermeisterin der Stadt Spremberg, betonte die Wichtigkeit dieses Onlinehandels in der aktuellen Zeit. „Es ist vielen deutlich geworden, dass es in Zeiten wie diesen ein gutes Mittel ist, um Kunden zu halten und Werbung für sich zu machen“. Die Bürgermeisterin freut sich vor allem, dass sich dieses Engagement von den Gewerbetreibenden in Spremberg heraus entwickelt hat – „Made in Spremberg City“ sozusagen. Auch die regionale Bevölkerung werde mit diesem Projekt sensibilisiert, die Unternehmen lokal vor Ort zu unterstützen und nicht nur Einkäufe bei den großen Internetriesen zu tätigen, die es nicht unbedingt nötig hätten, hofft Silke Schwab von der IHK Cottbus. Der Spremberger Onlineshop könnte in diesem Fall Vorbild für andere Städte und Gemeinden werden. Anfragen von anderen Kommunen zu diesem Projekt gab es schon. www.sprembergshop24.de Stark für die Lausitz Weitere Artikel, Statements und Geschichten aus der Region sind in der neuen Ausgabe des Magazins »Stark für die Lausitz« zu finden.Der City-Werbering-Spremberg e. V. und seine Partner haben für ihr Projekt „Regionale, virtuelle Onlineplattform - SprembergShop24.de“ Ende vergangenen Jahres den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ des…

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