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Jetzt wird auch in Arztpraxen gegen Corona geimpft

Oberspreewald-Lausitz. Kürzere Wege zur Corona-Schutzimpfung: Ab dieser Woche werden jetzt auch direkt in Arztpraxen Impfungen gegen eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 angeboten. Darüber informiert das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV). Das Pilotprojekt starte in Bad Belzig, Senftenberg, Pritzwalk und Wittenberge.

Bis Ende März sollen landesweit 50 Arztpraxen mitmachen. Damit rollen das Gesundheitsministerium, die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB), der DRK-Landesverband Brandenburg e.V. und die Landeskrankenhausgesellschaft gemeinsam mit den Landkreisen, kreisfreien Städten und Kommunen die Impfkampagne weiter aus.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Nachdem wir in den letzten Wochen verstärkt Zweitimpfungen durchgeführt und damit den vollen Impfschutz abgesichert haben, können wir jetzt wieder deutlich mehr Erstimpfungen in Brandenburg durchführen. Entscheidend für die Geschwindigkeit ist, dass die Impfstoffe wie zugesagt in den kommenden Wochen auch ankommen. Mit dem Ausbau unserer Impfkapazitäten sind die gesamten Impfstoffmengen, die uns bis Ende März angekündigt sind, bereits voll verplant. Nichts bleibt ungenutzt im Kühlschrank liegen. Klar ist aber: Noch eine Vollbremsung aufgrund von Lieferschwierigkeiten darf es nicht mehr geben. Jetzt schalten wir in den Turbo-Gang.“

Holger Rostek, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB): „Wohnortnähe, dezentrale Strukturen, Ärztinnen und Ärzte, die ihre Patienten kennen, und Impfungen statt Bescheinigungen – das Impfen in den Arztpraxen hat viele Vorteile für jeden Einzelnen und beschleunigt die gesamte Kampagne. Der Bundesgesundheitsminister muss endlich die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen, damit alle niedergelassenen Ärzte in ihren Praxen impfen können.“

Hubertus C. Diemer, Vorsitzender des Vorstandes des DRK-Landesverbandes Brandenburg: „Das mobile Impfen tritt in die nächste Phase ein. Am 5. März schließen die mobilen Impfteams die Erstimpfungen in vollstationären Pflegeeinrichtungen ab. Gleichzeitig bereiten wir den Impfstart in ambulanten Wohnformen der Pflege vor. Informationen zu Organisation und Ablauf der Impftermine haben die Einrichtungsträger bereits durch das Sozialministerium erhalten. Seit heute können die Einrichtungen über unser Onlinesystem ihre Impftermine buchen. Ab der zehnten Kalenderwoche werden die mobilen Impfteams dann in Einrichtungen der Intensivpflege, in teilstationären Einrichtungen, Tagespflegen und ambulant betreuten Wohnformen für Seniorinnen und Senioren unterwegs sein.“

Übersicht: Brandenburg weitet Impfangebot weiter aus

Modellvorhaben „Impfungen in Arztpraxen“ startet: Die KVBB wird in dieser Woche zunächst mit vier Arztpraxen in Bad Belzig, Senftenberg, Pritzwalk und Wittenberge starten, in denen das Modellvorhaben „Impfen in Arztpraxen“ etabliert wird. Die Zahl der Praxen soll im März auf rund 50 erweitert werden. Damit werden die Forderung der KVBB und der Beschluss des Brandenburger Impfgipfels vom 18. Februar umgesetzt. Damit Corona-Schutzimpfungen in Arztpraxen sowie bei ärztlichen Hausbesuchen regelhaft durchgeführt werden können, muss das Bundesgesundheitsministerium die Corona-Impfverordnung ändern. Die Impftermine werden diese Arztpraxen selbst an ihre Patientinnen und Patienten, die laut der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes impfberechtigt sind, vergeben.

Alle über 80-Jährigen Brandenburger, die noch nicht geimpft wurden, werden mit einem Brief über ihr Impfangebot informiert: Die ersten 17.000 Briefe an über 85-Jährige wurden verschickt, die nächsten 35.000 folgen in dieser Woche. Hierzu wird auf die Daten der Einwohnermeldeämter zurückgegriffen. In dem Schreiben wird eine spezielle Sonderrufnummer zur individuellen Terminvereinbarung für eine Impfung in einem Impfzentrum mitgeteilt. Die ersten Impftermine wurden bereits vereinbart. Diese Impfungen starten ab dem 8. März.

Online-Terminvergabe erfolgreich gestartet: Brandenburgerinnen und Brandenburger, die laut der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes impfberechtigt sind, können über die Online-Plattform www.impfterminservice.de einen Impftermin für ihre Corona-Schutzimpfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca in einem der elf Impfzentren im Land Brandenburg buchen. Es steht ein begrenztes Kontingent an freien Terminen für die Online-Buchung zur Verfügung. Bis eine Stunde vor dem Termin können die noch freien Termine online gebucht werden. Am Freitag (26.02.) wurden die ersten 11.280 Impftermine für Online-Buchungen freigeschalten, weitere 17.280 folgen am Dienstag (02.03.).

Ausbau Impfkapazitäten in Impfzentren

Ab dem 10 März werden die Öffnungszeiten der elf Impfzentren von 8 bis 20 Uhr (aktuell 8 bis 16 Uhr) erweitert. Außerdem wird zukünftig auch samstags geimpft. Damit wird die Kapazität der Impfzentren um 80 Prozent ausgebaut. Die Vorbereitungen dieser Ausweitung der Kapazitäten sind in vollem Gange: Die KVBB akquiriert Ärzte und medizinische Personal für die Impfteams und auch die Hilfsorganisationen stellen zusätzliches Personal ein und arbeiten dieses ein.

Impfungen von Lehrer in Krankenhäusern

In Ergänzung des Impfangebots in Impfzentren sollen auf Anregung der Kommunen zunächst in ausgewählten Krankenhäusern Impftage für Personen, die in der Primarstufe und Förderschulen tätig sind, durchgeführt werden. Bereits Ende dieser Woche werden Impftage in sechs Kliniken starten.

Mobile Impfungen in Pflegeeinrichtungen

Die Erstimpfungen in allen 341 vollstationären Senioren- und Altenpflegeheimen werden in dieser Woche abgeschlossen sein. Es ist geplant, dass anschließend mobile Impfteams auch Bewohnerinnen und Bewohner in Einrichtungen der Intensivpflege, in teilstationären Einrichtungen, in Tagespflegen und ambulant betreuten Wohnformen für Seniorinnen und Senioren impfen. Gleichzeitig wird auch der Impfstart in Einrichtungen der Eingliederungshilfe vorbereitet. Das Sozialministerium hat dazu bereits Informationen an über 680 ambulanten Wohnformen verschickt.

Brandenburg impft

(PM/MSGIV)

 

 

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Wie Digitalisierung regionalen Unternehmen helfen kann

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