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Klinikum Niederlausitz: Corona-Patienten werden weniger

Senftenberg. Die Zahl der neu aufgenommen Covid-19-Patienten im Klinikum Niederlausitz sinkt. Die Auslastung der Intensivkapazitäten bleibt allerdings hoch. Darüber informiert Kristin Dolk, Sprecherin der Klinikum Niederlausitz GmbH. Am Morgen des 22. Januar seien 28 Covid-19-Patienten im Krankenhaus in Senftenberg behandelt worden, davon sechs intensivmedizinisch und fünf beatmet. Corona-Patienten erhalten laut Dolk am Standort Senftenberg im Bedarfsfall eine geriatrische Komplexbehandlung.

In den vergangenen sieben Tagen seien im Klinikum Niederlausitz im Durchschnitt pro Tag 36 Patienten mit Covid-19 behandelt und drei Covid-19-Patienten täglich neu aufgenommen worden. In der Vorwoche wurden noch durchschnittlich 40 Patienten pro Tag behandelt, heißt es. Eine konkrete Prognose, ob sich diese fallende Tendenz fortsetzt und wann geplante Behandlungen wieder stattfinden können, sei aktuell nicht möglich. Nach wie vor stark gefordert bleibe die Intensivstation im Klinikum Niederlausitz, die neben Covid-19-Patienten auch schwerkranke Patienten mit anderen Erkrankungen behandele und seit Tagen an ihrer Kapazitätsgrenze agiere.

Geriatrische Komplexbehandlung für Covid-19-Patienten in Senftenberg

Ältere Covid-19-Patienten leiden laut Dolk häufig an weiteren chronischen oder akuten Begleiterkrankungen. Um sie bestmöglich zu versorgen, ermögliche seit Anfang des Jahres ein spezialisiertes Team von Ärzten, Pflegekräften, Psychologen und Therapeuten der Klinik für Geriatrie aus Lauchhammer zusammen mit dem Senftenberger Personal die sonst üblichen komplexen Behandlungsmaßnahmen auch bei Covid-19-Patienten am Klinikstandort Senftenberg.

Covid-19-Patienten würden ausschließlich im Krankenhaus Senftenberg behandelt. Mit dem Angebot der geriatrischen Komplexbehandlung in Senftenberg durch das Team aus Lauchhammer steige die Versorgungsqualität älterer Patienten in den Pandemiebereichen. Die Klinik für Geriatrie in Lauchhammer nehme keine Covid-19-Patienten auf. Das schütze die Geriatrie-Patienten in Lauchhammer vor dem Risiko einer Ansteckung mit SARS-CoV-2. Diese Patienten seien aufgrund ihres hohen Lebensalters und der Vorerkrankungen besonders anfällig für schwere Verläufe von Covid-19.

Die Konzentration von medizinischem Fachpersonal in den Pandemiebereichen in Senftenberg führe auch in der Klinik für Geriatrie in Lauchhammer zu einer Einschränkung der Behandlungskapazitäten: Aktuell könne nur eine von sonst zwei Stationen mit Notfall- und Akutpatienten belegt werden. Bei den weiteren in Lauchhammer ansässigen Kliniken (Wirbelsäulenchirurgie, Allgemein- und Viszeralchirugie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinderklinik, Urologie) bleibe die Akut- und Notfallversorgung gewährleistet. Geplante Behandlungen würden wie auch in den Fachbereichen in Senftenberg weiterhin nicht stattfinden.

Akut- und Notfallversorgung im Fokus

„Wir erhalten immer mehr Anfragen von Patienten, deren Leidensdruck aufgrund des pandemiebedingten Aufschubs ihrer Behandlung steigt. Wir versuchen, so flexibel wie möglich Eingriffe nach Dringlichkeit und angepasst an die Kapazitäten durchzuführen. Die Personalsituation stabilisiert sich, die Covid-19-Patientenzahlen sinken. Das ist eine erfreuliche Tendenz. Es ist aber zu früh, um von einer spürbaren Entspannung zu sprechen. Wir analysieren sehr genau, welche Pandemie-Kapazitäten wir weiterhin aufrechterhalten müssen und wie wir parallel unseren Versorgungsauftrag bei anderen Erkrankungen gerecht werden können. Es bleibt ein Balanceakt“, äußert sich Tobias Vaasen, Geschäftsführer der Klinikum Niederlausitz GmbH, zur aktuellen Situation.

 

Planmäßiger Ablauf der Impftstrategie

Die ersten Mitarbeiter der Klinikum Niederlausitz GmbH haben laut Kristin Dolk planmäßig am 19. und 20. Januar die zweite Impfung gegen Covid-19 erhalten. In der dritten Kalenderwoche seien im Rahmen der internen Testungen zwei Mitarbeiter des Klinikums Niederlausitz positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. In der Vorwoche wurde das Virus bei keinem Mitarbeiter nachgewiesen, heißt es.

(PM/Klinikum Niederlausitz GmbH)

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