sts/asl

Masken-Verweigerern droht ein Bußgeld

Oberspreewald-Lausitz. Verweigerer von Mund-und-Nasen-Schutz (MNS) sollen bei wiederholten Verstößen ein Bußgeld zahlen - zumindest in Cottbus. Dort kontrollieren das Polizei und Ordnungsamt vor allem im Einzelhandel. Wie geht man im Landkreis Oberspreewald-Lausitz (OSL) mit dem Thema um?

»Wir haben das Thema im Blick«, berichtet Alexander Erbert, Dezernent für Gesundheit, Jugend und Soziales im Landkreis OSL. Wie er sagt, werden derzeit keine gezielten Kontrollen veranlasst. »Unsere Mitarbeiter achten jedoch im Rahmen ihrer Außentermine auf die Einhaltung der Maskenpflicht und reagieren bei Bedarf entsprechend.« Die Maßnahmen könnten von einer freundlichen Ansprache bis hin zur Einleitung eines Bußgeldverfahrens reichen. Erbert: »Wer vorsätzlich das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verweigert, muss sich auf ein Bußgeld zwischen 50 und 250 Euro einstellen.«

Die Bürgermeister und Amtsdirektoren der elf Kommunen in OSL wurden laut Erbert im Rahmen des bereits seit März bestehenden Amtshilfeersuchens aktuell gebeten, entsprechende Verstöße zu  melden. Mit den Ordnungsämtern habe es bereits zu Corona-»Hochzeiten« eine sehr gute  Zusammenarbeit gegeben, genau wie mit der Polizei. »Für dieses geschlossene und gemeinsame Vorgehen sind wir als Kreisverwaltung dankbar «, betont Alexander Erbert. Wie er berichtet, setzen die meisten Menschen in OSL die Pflicht zum Tragen eines MNS nach den Bestimmungen der  Umgangsverordnung um und nehmen somit entsprechend Rücksicht auf ihre Mitmenschen.

»Es ist jedoch auch eine gewisse Nachlässigkeit in Form einer Tendenz zum Nichttragen des MNS erkennbar, insbesondere im Einzelhandel. Hierzu werden auch entsprechende Hinweise an uns  weitergeleitet. Anfang September hat das Land nunmehr reagiert und die Möglichkeit geschaffen, ordnungsrechtlich aktiv werden zu können«, erzählt Erbert und fügt an, dass die Kreisverwaltung auf eine stichprobenartige, möglichst flächendeckende, Überwachung abzielt. Die Mitarbeiter der  Kreisverwaltung, die Ordnungsämter der Kommunen und auch die Polizei seien dafür sensibilisiert. Erbert: »MNS-Verweigerer müssen sich auch in OSL auf Kontrollen zur Einhaltung einstellen  beziehungsweise mit einem wachen Blick seitens der genannten Akteure rechnen. Wir wollen nicht mit der großen ›Keule‹ schwingen, den Menschen aber dennoch bewusst machen: Gemeinsam ist es gelungen, das Infektionsgeschehen in OSL auf niedrigem Niveau zu belassen. Hierzu kann auch weiterhin ein jeder beitragen.«

Inwiefern die Kontrollen mit Blick auf den Herbst und die Grippezeit intensiviert werden müssten, bleibe abzuwarten. Derzeit würden dazu noch keine Überlegungen bestehen.

In der Kreisstadt Senftenberg verhalten sich die Senftenberger und die Besucher überwiegend regelkonform, berichtet Stadtsprecher Henry Doll. Allerdings scheine allgemein eine gewisse Nachlässigkeit einzutreten, zum Beispiel, was die Einhaltung der Mindestabstände ohne Maske angehe. Bürgermeister Andreas Fredrich appellierte im Rahmen seines jüngsten Stadtteilspazierganges im Senftenberger Theaterviertel, einen MNS zu tragen. »Alles andere ist Rücksichtslosigkeit gegenüber den Mitmenschen «, betonte Fredrich.

In der Stadt Lauchhammer sind laut Sprecher Heiko Jahn bislang keine nennenswerte Vorkommnisse
in Bezug auf Verstöße bekannt: »Bürgermeister Roland Pohlenz hat sich während der Pandemie mehrfach per Videobotschaft an die Einwohner gewandt und appelliert, sich an die geltenden  Coronaregeln zu halten.«

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Augustusmarkt darf stattfinden

Dresden. Dresdens zweitgrößter Weihnachtsmarkt hat eine entscheidende Hürde zur Durchführung genommen: Matteo Böhme und Holger Zastrow, die beiden Veranstalter, halten ein bestätigtes Hygienekonzept in den Händen. Einfriedung des Areals, Einlasskontrollen, Kontaktnachverfolgung, eine moderate Entzerrung der Marktpagoden und eine deutlich größere Marktfläche sind die Eckpunkte dieses Konzepts. Markttreiben soll vom 25. November bis 3. Januar herrschen. Mit 120 Händlern, Gastronomen, Schaustellern und Angeboten ist der Augustusmarkt in Dresden der zweitgrößte, jüngste und zugleich  der einzige große Markt auf Neustädter Elbseite. Mit seiner modernen Gestaltung als internationaler Flanierweihnachtsmarkt zwischen Goldenem Reiter und Albertplatz sticht er in der sächsischen Weihnachtsmarktlandschaft hervor. Kennzeichnend sind seine 500 Meter lange Weihnachtsallee aus weiß-goldenen Pagoden, der berühmte Blaue Baum, die glitzernde Weihnachtstanne am Gomondai-Platz, die vielen gemütlich gestalteten Weihnachtsstuben und das nicht zu übersehende Riesenrad.   Was passiert, wenn... ? In Dresden hält man noch an der Durchführung von Striezelmarkt und der anderen thematischen Weihnachtsmärkte fest - im Gegensatz zu vielen anderen großen Städten, die ihre Weihnachtsmärkte bereits abgesagt haben wie Bautzen, Chemnitz und Nürnberg. Natürlich müsse man das Infektionsgeschehen weiter beobachten und kann nicht vorhersagen, was wann passiert. Aber „es ist falsch, die Waffen zu zeitig zu strecken“, sagte Holger Zastrow, Mitveranstalter des Augustusmarktes. „Der Marktzeitraum ist lang, für den Augustusmarkt sogar bis 3. Januar. Da kann in jede Richtung noch viel passieren. Außerdem ist die Ansteckungsgefahr im Freien viel geringer als in geschlossenen Räumen. Auf den Besuch von Märkten zurückzuführende Infektionen sind bislang nicht bekannt. Damit dürften Weihnachtsmärkte mit ihren genehmigten Hygienekonzepte mit die sichersten Orte weit und breit sein." Die Weihnachtsmärkte hätten zudem nicht nur eine enorme wirtschaftliche Bedeutung für sehr viele Akteure in der Region, sondern seien auch für die Seele und das Miteinander der Menschen ausgesprochen wichtig.  Dresdens zweitgrößter Weihnachtsmarkt hat eine entscheidende Hürde zur Durchführung genommen: Matteo Böhme und Holger Zastrow, die beiden Veranstalter, halten ein bestätigtes Hygienekonzept in den Händen. Einfriedung des Areals, Einlasskontrollen,…

weiterlesen

Gruselfaktor bei Halloween auf Hofewiese

Langebrück. Die Hofewiese in Langebrück lädt am Wochenende zum Familienhalloween ein. Unter dem Motto „Fröhlich Gruseln in der Heide" wurde das gesamte Landgut aufwendig dekoriert und mit Gruselfiguren ausstaffiert. Der Biergarten wird zum Gruselgarten. Was ist los? Kürbisse schnitzen, sich schminken lassen, an Feuerkörben stehen, Kürbissuppe, Knüppelkuchen, Hefeklöße essen, Glühwein und Kinderpunsc trinken - Höhepunkt ist der Samstag, 31. Oktober, mit Einbruch der Dunkelheit,  wenn Besucher in Corona-gerechten Kleinstgruppen auf schaurig-schöne Gruselwanderungen in die nahe Heide geführt werden. Wer Glück hat, trifft auf Hans Jagenteufel, den berüchtigten Reiter ohne Kopf. Die Sagengestalt treibt in dieser Zeit in der Dresdner Heide ihr Unwesen. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Kostümierte Gäste sind sehr gern gesehen. Ausdrücklich werden wetterfestes Schuhwerk und entsprechende Kleidung empfohlen. Die Wanderungen werden getaktet. Teilnahmeberechtigungen sind am Samstag vor Ort erhältlich.  Am Sonntag (1. November) lädt die Reitschule von Claudia Bosert ab 14 Uhr zum Ponyreiten auf verkleideten Pferden ein und 15 Uhr ist das Puppentheater Vollmann mit einer neuen Kaspergeschichte zum letzten Mal in diesem Jahr zu Gast. Verkehrskonzept Zwischen 14 und 22 Uhr am Samstag sowie von 11 bis 19 Uhr am Sonntag pendelt im Halbstundentakt zwischen Klotzsche (Käthe-Kollwitz-Platz), Langebrück (Klotzscher Straße, Lindenhof, Sparkasse) und der Hofewiese ein kostenloser Bus-Shuttle der Stadtrundfahrt Dresden. Er fährt immer zur halben und zur vollen Stunde ab Klotzsche (Käthe-Kollwitz-Platz) und Langebrück. Coronaregeln Die Hofewiese ist am Reformationstag von 10 bis 22 Uhr und am 1. November von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Zutritt zur Hofewiese ist wie immer eintrittsfrei, die Kapazitäten sind ausreichend. Allerdings gelten strengere Hygieneregeln. So müssen sich die Gäste zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung registrieren, wobei ein Familien- bzw. Besuchergruppenmitglied ausreicht. Der Zugang zum Landgut erfolgt diesmal ausschließlich über den Eingang am Parkplatz (Gänsefuß). Ausklang und Winterbetrieb Mit Halloween stellt die Hofewiese ihren Biergarten auf Winterbetrieb um. Ab November ist die Freiluftwirtschaft wochentags wieder geschlossen, hat aber an den Wochenenden, an allen Feiertagen und zwischen den Jahren von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Nur am 25. Dezember bleibt sie geschlossen. Die Saison endet voraussichtlich am 3. Januar 2021. Die Hofewiese in Langebrück lädt am Wochenende zum Familienhalloween ein. Unter dem Motto „Fröhlich Gruseln in der Heide" wurde das gesamte Landgut aufwendig dekoriert und mit Gruselfiguren ausstaffiert. Der Biergarten wird zum Gruselgarten. Was…

weiterlesen