sts/asl

Radweg am Senftenberger See freigegeben

Neuer Asphalt auf Teilstücken am Radweg um den See

Insgesamt 430 Fernradwege-Kilometer verlaufen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz (OSL). Einige Abschnitte werden seit Herbst 2019 saniert. Jetzt wurde der Radweg am Senftenberger See im Bereich des ehemaligen Schullandheimes »Am alten Wehr« nach einer Frischekur wieder freigegeben. Für die Modernisierungsarbeiten blieb der Radweg im Bereich des ehemaligen Schullandheimes ab Oktober gesperrt. Auf einer Länge von etwa 540 Metern wurde die Asphaltschicht komplett erneuert und Wurzelschutz eingebracht. Bereits im Herbst 2020 wurde ein 630 Meter langer Abschnitt entlang des Campingplatzes Niemtsch erneuert. Der Radweg am Senftenberger See ist Teil der »Seenlandroute«.

Laut Siegurd Heinze, Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, setzen sie im Lausitzer Seenland auf Radstrecken - gerade auch aus touristischer Sicht. »Der Inlandstourismus wird weiter stark nachgefragt sein. Radwege sind dabei ein wichtiger Teil«, sagt Heinze und fügt an, dass insgesamt rund elf Millionen Euro in die Modernisierung der Fernradwege fließen. Das Land Brandenburg fördere das Projekt zu 90 Prozent. Weitere Abschnitte in Calau, bei Sedlitz sowie in den Ämtern Altdöbern und Ortrand sollen ab 2022 ebenfalls eine Frischekur erhalten.

Laut Martin Wolf, Leiter Infrastruktur beim Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg, soll der Radweg am Senftenberger See zukünftig zum touristischen Radweg Dresden-Berlin gehören. Dieser 150 Kilometer lange Radweg werde zurzeit erarbeitet. Zwei Übernachtungspunkte soll es auf diesem Weg geben. Einer im Norden des Landkreises, im Spreewald. »Der andere könnte hier im einstigen Schullandheim ›Am Alten Wehr‹ sein. Eine Radherberge würde sich hier anbieten«, sagt Wolf und fügt an, dass dies vorerst nur erste Überlegungen sind.

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Wetter '21 in Dresden: Eigentlich normal

Dresden.   Stell dir vor, es ist Klimawandel und keiner merkt‘s. Klingt provokativ, zugegeben.Aber mit Blick auf die meteorologischen Daten, die das vergangene Jahr hinterließ, steht fest: Die große Hitze, die uns die drei vorangegangenen Jahre brachten und auch der große Wassermangel blieben aus. 2021 war wettertechnisch ein ziemlich normales bis unterdurchschnittliches Jahr. Übrigens mit einer  Jahresdurchschnittstemperatur in Dresden von gerademal 9,6 Grad Celsius – nach sieben Jahren wurde damit die 10-Grad-Marke erstmalig wieder unterschritten. Witterung im Detail, Monat für Monat Der Januar startete sehr trüb und bescherte uns nur 26 Stunden Sonne, weniger als halb so viel im Vergleich zum Mittelwert 1991 bis 2020. Es war der trübste Januar seit 1977, als es die Sonne nur auf 24 Stunden brachte. Der Februar kam mit Winter satt: Eine über mehrere Tage geschlossene Schneedecke machte Rodeln und Skifahren im Elbtal möglich. Am 10. Februar sank das Thermometer auf minus 16,2 Grad und brachte damit den kältesten Tag des Jahres 2021. Dann brachte der Februar noch »Blutschnee« (Saharastaub) und am 25. Februar 20 Grad plus dank Hoch »Ilonka« mit sich. Extremer geht‘s kaum. Im März kommt bekanntlich der Frühling ins Land, doch der 2021er war nicht so toll: Er war der drittkälteste der letzten 30 Jahre. Um 1,9 Grad lag die mittlere Frühlingstemperatur unter dem Mittelwert 1991 bis 2020. Besonders der April zeigte uns die kalte Schulter. Mit 6,4 Grad Celsius im Monatsmittel war es der viertkälteste April seit 1961. Die zehn Spätfrosttage, die er uns brachte, gab es statistisch letztmalig 1997.Der Mai schließlich? Durchwachsen, nicht der Rede wert. Was brachte der Sommer? Ganze vier heiße Tage, an denen über 30 Grad erreicht oder überschritten wurden. Das ist die geringste Zahl seit neun Jahren. Allerdings konnte der Juni als zweitwärmster seit 1961 punkten. So kletterte am 19. Juni das Thermometer auf 33,6 Grad, an der Messstation Klotzsche sogar auf 37,3 Grad. Zugleich landete der Juni 2021 als viertnassester Juni seit 1961 in der Statistik. Mit einer Regensumme von 128 Millimetern wurde die doppelte Regenmenge im Vergleich zum Mittelwert der Jahre 1991 bis 2020 gemessen. Der Juli? Brachte überdurchschnittlich viel Regen. Mit einer Monatssumme von 129 Millimetern war er der achtnasseste Juli seit fünzig Jahren. Blicken wir auf den Herbst zurück: »Normal schön« war der September, doch der Oktober kam schon wieder als der vierttrockenste seit 1961 daher. Und  er fegte am 21. Oktober mit Herbststurm »Ignatz« und Windstärke 11 über Sachsen. In Klotzsche wurden Orkanböen von 119,2 Stundenkilometern gemessen. Parks und Gärten machten dicht, der Regionalverkehr war eingestellt. Viele Bäume fielen dem Sturm zum Opfer und die Feuerwehr war im Dauereinsatz. An den Winter können wir uns noch gut erinnern, denn wir befinden uns noch in ihm. Der Dezember brachte seit vielen Jahren wieder mal eine Überraschung: Kleine weiße Flocken fielen in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag vom Himmel und hüllten alles in eine zarte weiße Decke. Minus 10,4 Grad zeigten die Messeinrichtungen vom 24. zum 25. Dezember an und mit einer Maximumtemperatur von minus 1,1 Grad an einem Tag war es so kalt wie letztmalig 2010. Seinen letzten großen Auftritt hatte der Dezember, wie es sich gehört, am 31.: Hoch »Christine« brachte sehr milde Atlantikluft aus dem Süden und verabschiedete das Jahr mit 16,2 Grad, gemessen in der Messtation am Bahnhof Neustadt.  Stell dir vor, es ist Klimawandel und keiner merkt‘s. Klingt provokativ, zugegeben.Aber mit Blick auf die meteorologischen Daten, die das vergangene Jahr hinterließ, steht fest: Die große Hitze, die uns die drei vorangegangenen Jahre brachten und…

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