Quarantänedauer verkürzt

Spree-Neiße. Da sich die Zahl der Neuinfektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus im Landkreis Spree-Neiße auf einem hohen Niveau stabilisiert hat, wird die am 18.12.2020 bekanntgegebene Allgemeinverfügung bis zum 31.01.2021 verlängert. Die gesetzliche Grundlage bildet § 25 Abs. 1 der Vierten SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnungen des Landes Brandenburg.   Änderungen gibt es ab dem 23.01.2021 hinsichtlich der Dauer Quarantäne: Demnach müssen sich mit dem SARS-CoV-2-Virus infizierte Personen nach dem positiven Testbefund für 10 Tage in Quarantäne begeben – auch wenn sie keine Symptome zeigen. Dieselbe Dauer gilt für Menschen, die Erkrankungszeichen zeigen, die auf eine SARS-CoV-2-Infektion hindeuten und für die das Gesundheitsamt bzw. ein Arzt eine Testung angeordnet hat oder bereits vorgenommen wurde. Kontaktpersonen der Kategorie 1 sind hingegen angewiesen, sich 14 Tage häuslich abzusondern. Dabei ist unerheblich, ob sie mit dem nachweislich Infizierten in einem Haushalt leben oder nicht. Hinweis: Sofern Kinder und Jugendliche in der Schule, der Kita oder dem Hort Kontakt zu einem bestätigten Fall von SARS-CoV-2 hatten und die Eltern entweder per E-Mail durch das Gesundheitsamt oder auf der Internetseite der Schule, der Kita oder dem Hort auf den Infektionsfall hingewiesen wurden, gelten diese Kinder und Jugendlichen ebenfalls als Kontaktperson der Kategorie I. Landrat Harald Altekrüger: „Inzwischen gibt es neue gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse zur Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung sowie zum Zeitraum, in denen infizierte Menschen ansteckend sind.  Sie geben uns die nötige Sicherheit, mit der wir die Dauer der Quarantäne der COVID-19-Erkrankten auf zehn Tage verkürzen können, da sie ab diesen Zeitpunkt in der Regel nicht mehr infektiös sind. Wohingegen Kontaktpersonen der ersten Kategorie, die also direkten und engen Kontakt mit einem nachweislich infizierten Menschen hatten, sich künftig für 14 Tage häuslich isolieren müssen. Das ist erforderlich, da mit dem SARS-CoV-2-Virus infizierte Personen teilweise keine Symptome zeigen und daher zunächst nicht merken, dass sie erkrankt sind. Die zusätzlichen Tage der häuslichen Absonderung sind demnach notwendig, da sie dem Zeitraum absichern, in der eine Ansteckung nicht ausgeschlossen werden kann.“   Dauer der Quarantäne im Überblick Die Quarantäne beginnt für Erkrankte (auch ohne Symptome) ab dem Tag des positiv bestätigtem Testergebnis. Sie endet mit Ablauf von 10 Tagen nach Erhalt des Testergebnisses und Vorliegen von Symptomfreiheit. Sollten 48 Stunden vor Ablauf des Quarantänezeitraumes noch Symptome vorliegen, endet die Quarantäne nicht. In diesem Fall ist zwingend wegen der Festlegung des anschließenden Quarantänezeitraumes mit dem Gesundheitsamt Kontakt aufzunehmen.für Verdachtspersonen mit der Mitteilung des Gesundheitsamtes über die Anordnung der Testung. Wenn eine solche Anordnung nicht erfolgt ist, unverzüglich nach Vornahme der Testung. Die Quarantäne endet mit dem Vorliegen eines negativen Testergebnisses. Ist das Testergebnis der Verdachtsperson positiv, wird die Quarantäne fortgesetzt. Es gelten dann die Regelungen für Erkrankte. Die Dauer der Quarantäne beträgt 10 Tage nach Testabnahme.für Kontaktpersonen der Kategorie I, die in demselben Haushalt mit einem bestätigten Erkrankten leben, mit dem Tag des positiven Testes dieses Erkrankten. Sie endet mit Ablauf von 14 Tagen. Sollte während dieser Zeit ein weiterer Infektionsfall im eigenen Haushalt auftreten, ist Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufzunehmen.für Kontaktpersonen der Kategorie I, die nicht im Haushalt mit einem bestätigten Erkrankten leben, mit dem Tag des letzten Kontakts zu einem positiv bestätigten Erkrankten. die Quarantänezeit endet mit Ablauf von 14 Tagen und Vorliegen von Symptomfreiheit. Unaufgeforderte Quarantäne von Erkrankten, Verdachts- und Kontaktpersonen Folgende Bürgerinnen und Bürger haben sich – ohne weitere Anordnung – selbstständig in häusliche Quarantäne zu begeben: alle Personen, die positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet wurden (Erkrankte),alle Personen, die Erkrankungszeichen zeigen, die auf eine SARS-CoV-2-Infektion hindeuten, und für die entweder das Gesundheitsamt eine Testung auf SARS-CoV-2 angeordnet hat oder die sich aufgrund der Erkrankungszeichen nach ärztlicher Beratung einer Testung auf SARS-CoV-2 unterzogen haben (Verdachtspersonen),alle Personen, denen vom Gesundheitsamt, auf Veranlassung des Gesundheitsamtes oder nach ärztlicher Beratung von einem Arzt oder einer Ärztin mitgeteilt wurde, dass sie aufgrund eines engen Kontaktes zu einem bestätigten Fall von SARS-CoV-2 Kontaktpersonen der Kategorie I sind (Kontaktperson der Kategorie I),Kinder und Jugendliche, die in der Schule, der Kita oder dem Hort Kontakt zu einem   bestätigen Fall von SARS-CoV-2 hatten und deren Eltern entweder per E-Mail durch das Gesundheitsamt oder auf der Internetseite der Schule, der Kita oder dem Hort auf den Infektionsfall hingewiesen wurden (Kontaktperson der Kategorie I). Weiterhin gilt: Positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestete Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, dem Gesundheitsamt unverzüglich mitzuteilen: die Anschrift des gewählten Aufenthaltsortes während der QuarantänePersonen mit Vorname, Nachname und (soweit möglich) Adresse oder Telefonnummer, mit denen sie in den letzten 2 Tagen vor Symptombeginn persönlichen Kontakt gehabt haben Die Bekanntgabe kann formlos per E-Mail an Corona-Hotline@lkspn.de erfolgen, telefonisch unter der Nummer 03562 69 75 40 oder postalisch an: Landkreis Spree-Neiße, Gesundheitsamt, Heinrich-Heine-Straße 1, 03149 Forst (Lausitz) erfolgen.   Zudem steht auf der Internetseite des Landkreises ein Kontaktformular für die Quarantänemeldung zur Verfügung unter: www.lkspn.de/aktuelles/coronavirus/kontaktformular-gesundheitsamt.html Das Formular kann online ausgefüllt oder per PDF heruntergeladen werden.   Erkrankte sind darüber hinaus verpflichtet, die Personen, mit denen sie in diesem Zeitraum persönlichen Kontakt gehabt haben, von sich aus zu benachrichtigen. Auf Verlangen bestätigt das Gesundheitsamt schriftlich Beginn und Ende der häuslichen Quarantäne. Ausnahmen von der Quarantänepflicht Handelt es sich bei der Kontaktperson der Kategorie I um medizinisches Personal, Personal in Alten- und Pflegeeinrichtungen oder Personal der kritischen Infrastruktur (Angehörige der Polizei, von Rettungsdiensten, der Feuerwehr, dem Zivil- und Katastrophenschutz und sonstigen vergleichbaren Berufsgruppen), können durch gesonderte Anordnung des Gesundheitsamtes Ausnahmen von der Dauer und dem Umfang der Quarantänepflicht festgelegt werden, wenn durch den Arbeitgeber ein relevanter Personalmangel schriftlich nachgewiesen wurde, der den beruflichen Einsatz dieser Kontaktperson der Kategorie I erfordert unddie Kontaktperson der Kategorie I frei von Symptomen ist. Verhaltensregeln während der Quarantäne  Erkrankten, Verdachtspersonen und Kontaktpersonen der Kategorie I ist es für die gesamte Dauer der Quarantäne untersagt, die Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes des Landkreises Spree-Neiße zu verlassen. Dies gilt nicht, sofern ein Verlassen der Wohnung zum Schutz von Leben oder Gesundheit zwingend erforderlich ist (z. B. Hausbrand, medizinischer Notfall),Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Haushalt angehören,persönlichen Kontakt zu anderen häuslich isolierten Personen oder zu Erkrankten aus anderen Haushalten zu haben,Schulen, Kitas oder Horte zu betreten, sofern sie das Zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben.Ist ein persönlicher Kontakt mit anderen Personen unumgänglich, haben Erkrankte, Verdachtspersonen oder Kontaktpersonen der Kategorie I die anderen Personen vorab ausdrücklich auf das (mögliche) Vorliegen einer Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 hinzuweisen. Bei dem unumgänglichen Kontakt ist ein Mund-Nasen-Schutz (Mindeststandard FFP2) enganliegend zu tragen und der Mindestabstand von 1,5 Metern zu wahren.Erkrankte, Verdachtspersonen und Kontaktpersonen der Kategorie I haben im Haushalt nach Möglichkeit eine zeitliche und räumliche Trennung von anderen Haushaltsmitgliedern einzuhalten. Eine zeitliche Trennung kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass die Mahlzeiten zu verschiedenen Zeiten eingenommen werden. Eine räumliche Trennung kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass die Erkrankten sich in einem anderen Raum als die übrigen Haushaltsmitglieder aufhalten.Möglicherweise kontaminierte Abfälle (zum Beispiel benutzte Taschentücher, Küchenabfälle, Materialen, die zum Abdecken von Mund oder Nase verwendet wurden) sind in der Restmülltonne zu entsorgen. Die kontaminierten Abfälle sind in stabilen Müllsäcken zu sammeln, die nach Befüllung mit dem kontaminierten Abfall beispielsweise durch Verknoten fest zu verschließen sind. Die Müllsäcke sind direkt in Abfalltonnen oder Container zu geben und dürfen nicht daneben gestellt werden. Sind die Abfalltonnen oder Container bereits gefüllt, ist eine gesicherte Lagerung bis zur nächsten Abholung an einem möglichst kühlen Ort vorzunehmen (zum Beispiel Keller).Da sich die Zahl der Neuinfektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus im Landkreis Spree-Neiße auf einem hohen Niveau stabilisiert hat, wird die am 18.12.2020 bekanntgegebene Allgemeinverfügung bis zum 31.01.2021 verlängert. Die gesetzliche Grundlage bildet §…

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Spenden von der LEAG

Cottbus. Zum Jahresende 2020 spendete das Bergbau- und Energieunternehmen LEAG an soziale und kulturelle Einrichtungen im Lausitzer Revier. »Die LEAG wäre gern auch im Jahr 2020 in der Region bei  unterschiedlichsten Anlässen präsent gewesen – die Nacht der kreativen Köpfe, das Erntefest der Bergbaubauern oder auch die Barbarafeier sind Veranstaltungen mit unserer Beteiligung oder mit uns als Gastgeber, auf die wir uns vorbereitet haben, die aber letztlich nicht stattfinden konnten. Wir wollen also für die durch Corona entstandene Lücke der Region etwas zurückgeben, gleichzeitig sehen wir in diesen Krisenzeiten die besondere Hilfsbedürftigkeit vieler sozialer und kultureller Einrichtungen, deren Arbeit wir mit einem Beitrag unterstützen wollen«, erläutert der Finanzvorstand der Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG, Dr. Markus Binder. In der Region Cottbus/ Jänschwalde erhielten die Peitzer Tafel des WERG e.V. Peitz, der Verein »Wir gegen Gewalt« des Frauenhauses Cottbus und das Kunstprojekt »Artfrontale-Künstlerhäuser für Cottbus« Spendengelder. An die Tafeln des Albert-Schweitzer-Familienwerks Brandenburg in Cottbus und Spremberg sowie an den Verein »Frauen helfen Frauen« in Spremberg und an die Kulturfabrikin Hoyerswerda wurden Spendensummen überwiesen.Zum Jahresende 2020 spendete das Bergbau- und Energieunternehmen LEAG an soziale und kulturelle Einrichtungen im Lausitzer Revier. »Die LEAG wäre gern auch im Jahr 2020 in der Region bei  unterschiedlichsten Anlässen präsent gewesen – die Nacht der…

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Bewegungsradius auf 15 Kilometer beschränkt

Spree-Neiße. Laut den Veröffentlichungen des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit liegen im Landkreis Spree-Neiße innerhalb der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner mehr als 200 Neuinfektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus vor. Demgemäß gilt im gesamten Landkreis Spree-Neißemit Bekanntgabe und bis auf weiteres: Der Aufenthalt im öffentlichen Raum zur Ausübung von Sport sowie Bewegung an der frischen Luft ist nur bis zu einem Umkreis von 15 Kilometern gestattet, gerechnet ab der Grenze des Landkreises. Sollte kein sonstiger triftiger Grund bestehen, missachtet jede Einwohnerin oder jeder Einwohner das Aufenthaltsverbot im öffentlichen Raum, wenn er gegen diese Regelung verstößt.Versammlungen jeglicher Art sind grundsätzlich untersagt. Sie können im Einzelfall genehmigt werden, wenn dies aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Mit steigender Inzidenz ist jedoch der Gesundheitsschutz gegenüber dem Versammlungsrecht zunehmend und besonders sorgfältig abzuwägen. Der vorsätzliche Verstoß ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann.  Zu beachten: Ebendeswegen bleibt das Kreisarchiv Spree-Neiße (Elsässer Str. 2, 03149 Forst) bis auf weiteres geschlossen.Laut den Veröffentlichungen des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit liegen im Landkreis Spree-Neiße innerhalb der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner mehr als 200 Neuinfektionen mit dem…

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Abweichungen wegen Verzögerungen in der Meldekette

Spree-Neiße. Aufgrund verstärkter Anfragen von Bürgern und Pressevertretern erklärt der Landkreis Spree-Neiße den derzeit differierenden 7-Tage-Inzidenzwert wie folgt:    Während der Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechsels ist es aufgrund von Laborschließungen und geändertem Testverhalten zu einem Meldeverzug in der tagesaktuellen Statistik gekommen. Das Gesundheitsamt hat am 7. Januar 2021 die erforderliche Korrektur der labordiagnostisch bestätigten SARS-CoV-2-Infektionen vorgenommen und die regionale Statistik entsprechend angeglichen. Da die Zahl der Neuinfektionen rückwirkend in die Daten eingegangen ist, erhöhte sich die Gesamtzahl der festgestellten SARS-CoV-2-Infektionen, jedoch nicht der Inzidenzwert.    Bekanntlich setzt sich besagter Wert aus den Neuinfektionen der jeweils 7 vorangegangenen Kalendertage zusammen. Die vom Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) ausgewiesene Inzidenz von 568,94 kann nicht bestätigt werden. Die abweichende Angabe erklärt sich dadurch, dass das LAVG alle während des Jahreswechsels verzeichneten Neuinfektionen schließlich an einem Tag in die Statistik aufgenommen hat, sie jedoch nicht dem korrekten Tag ihrer eigentlichen Feststellung zugeordnet wurden. Da hier auch Neuinfektionen gezählt wurden, die bereits mehr als 7 Tage zurückliegen, bildet der aktuelle Wert nicht das tatsächliche Infektionsgeschehen hab. Der Landkreis Spree-Neiße hat das LAVG gebeten, die Inzidenz entsprechend dem tatsächlichen Tag der Feststellungen anzupassen.    Mit Stand des heutigen Tages, 11.01.2021, beträgt die 7-Tages-Inzidenz 444,1. Sobald dieser den Grenzwert 300 überschreitet, steht es den Landkreisen gemäß der Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg frei, Kindertagesstätten zu schließen. Landrat Harald Altekrüger hat sich zum derzeitigen Zeitpunkt gegen eine Schließung im Landkreis Spree-Neiße ausgesprochen: „Eines unserer Ziele ist es, die psychische Belastung in den Familien so gering wie möglich zu erhalten. Oftmals ist es nicht möglich, Homeoffice mit der Kinderbetreuung auf Dauer zu vereinbaren, ohne dass Spannungen entstehen oder die Arbeits- und Lebensqualität leidet. Wir wissen auch: Derzeit sind Kitas nicht die Treiber der Pandemie. Wir verschaffen uns täglich einen Überblick über das Infektionsgeschehen in den Kitas des Landkreises. Sollten wir hier einen Anstieg verzeichnen, ist die Notfallbetreuung ein Mittel, mit dem wir darauf reagieren werden.“  Aufgrund verstärkter Anfragen von Bürgern und Pressevertretern erklärt der Landkreis Spree-Neiße den derzeit differierenden 7-Tage-Inzidenzwert wie folgt:    Während der Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechsels ist es aufgrund von Laborschließungen…

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