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Neu im Kreisfeuerwehrverband

Tschernitz. Zum Jahreswechsel hat der Kreisfeuerwehrverband ein neues Mitglied bekommen: Die Betriebsfeuerwehr der Glasmanufaktur Brandenburg GmbH (GMB) in Tschernitz. Das erleichtert die Zusammenarbeit mit den umliegenden freiwilligen Feuerwehren bei Einsätzen und Ausbildungen.

Im Zuge der Zusammenarbeit in der alltäglichen Gefahrenabwehr sind die Betriebsfeuerwehren im Landkreis Spree-Neiße ein starker und verlässlicher Partner, so Kreisbrandmeister Stefan Grothe. Auch der Vorstandsvorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Spree-Neiße e.V., Robert Buder, sieht in der Integration der Betriebsfeuerwehren eine Entlastung für die ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen. Die vorhandenen Ressourcen in der taktischen Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung müssen gemeinschaftlich genutzt werden, so Buder weiter.

Innerhalb des Landkreises Spree-Neiße gibt es mit der Biomassehof Wonneberger GmbH, Dussmann Service Deutschland GmbH Standort Guben und der Glasmanufaktur Brandenburg GmbH in Tschernitz drei Betriebsfeuerwehren, welche in unterschiedlicher Art und Weise die örtlichen Feuerwehreinheiten unterstützen. So war das Großtanklöschfahrzeug des Biomassehofes Wonneberger beispielsweise schon oft bei Waldbränden außerhalb des Betriebsgeländes im Einsatz.

Bei der GMB Glasmanufaktur Brandenburg GmbH engagieren sich von den rund 300 Mitarbeitern 23 in der Betriebsfeuerwehr. Ihnen stehen ein Tanklöschfahrzeug W50 und ein mittleres Löschfahrzeug zur Verfügung, das neben Wasser auch mit Gerät für die technische Hilfeleistung ausgestattet ist. GMB in Tschernitz ist das größte Werk für strukturiertes Solarglas in Europa und das älteste Solarglaswerk weltweit. Hier werden auf hochautomatisierten Anlagen bis zu 10 Mio. m2 hochwertiges eisenarmes Glas für Solaranlagen hergestellt. Zusätzlich wird hier seit 2013 auch Glas für Gewächshäuser produziert. Deshalb ist es auch für die umliegenden Feuerwehren wichtig, wie sie im Ernstfall die Betriebsfeuerwehr unterstützen können, sollte es einmal einen größeren Einsatz auf dem Gelände geben. Karsten Zeisig, Leiter Produktion und Technik bei GMB, sieht deshalb in der gemeinsamen Ausbildung einen der größten Vorteile der Kooperation. So wissen beide Feuerwehren, wie die jeweils andere arbeitet. Und: Natürlich liegt es für Angehörige der Betriebsfeuerwehr nahe, sich auch in der freiwilligen Feuerwehr ihres Wohnortes zu engagieren. Dadurch steigt die Einsatzfähigkeit der umliegenden Wehren. Eine klassische Win-Win-Situation.

Mit dem Beitritt in den Kreisfeuerwehrverband wird nun auch die bereits gut funktionierende Zusammenarbeit mit der Betriebsfeuerwehr von GMB in Tschernitz verfestigt und ausgebaut durch z.B.:

  • Aus- und Fortbildungsmaßnahmen der Mitglieder der Betriebsfeuerwehr GMB
  • Unterstützung des Sachgebietes Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Spree-Neiße
  • Einbindung der Betriebsfeuerwehr in die örtliche Gefahrenabwehr sowie die der Freiwilligen Feuerwehren innerhalb des Betriebsgeländes
  • technische Ausstattungen der Betriebsfeuerwehr, wie u.a. die Möglichkeit der Ausstattung mit Digitalfunkgeräten

 

Gerade der letzte Punkt ist wichtig, damit sich die Kräfte der öffentlichen und betrieblichen Feuerwehr im Einsatz auch schnell verständigen können. Dazu bedarf es allerdings noch der Unterstützung des Landes, so Kreisbrandmeister Stefan Grothe.

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Coronajahr Bautzen: Babyboom und mehr Todesfälle

Bautzen. Diese Meldung sorgt für eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die gute Nachricht: In Bautzen konnte ein kleiner Babyboom im letzten Jahr verzeichnet werden. Wie die Stadt Bautzen in einer Pressemitteilung erklärt, gab es im Dezember Letzen Jahres 48 Geburten in der Spreestadt. Im Vergleich zum Dezember 2019 erblickten nur 26 Babys das Licht der Welt. Im vergangenen Jahr sind damit 322 Jungen und Mädchen in Bautzen auf die Welt gekommen. Viel Zeit im Lockdown für die Nachwuchsplanung? Eine mögliche Ursache für diese Entwicklung kann der Lockdown im Zusammenhang mit dem Corona-Virus im Frühjahr 2020 sein, vermutet die Stadtverwaltung. Einfach ausgedrückt: Der Lockdown hat sich positiv auf die Zweisamkeit für Pärchen und die Zeit für die Nachwuchsplanung ausgewirkt. Deutlich mehr Todesfälle Jetzt die schlechte Nachricht: Die Stadt Bautzen hat 694 Verstorbene für das Jahr 2020 zu verzeichnen. Allein 22 Todesfälle wurden im Dezember gemeldet. Das sind 2,6mal mehr Gestorbene als in einem durchschnittlichen Dezember. Im Vergleich zum Jahr 2019 gab es insgesamt 573 Todesfälle. Das ist eine Differenz von 21 Prozent. Ob die hohe Anzahl der Verstorbenen hauptsächlich an der Corona-Pandemie lag, wird in den vorläufigen Statistiken nicht benannt. Diese Meldung sorgt für eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die gute Nachricht: In Bautzen konnte ein kleiner Babyboom im letzten Jahr verzeichnet werden. Wie die Stadt Bautzen in einer Pressemitteilung erklärt, gab es im Dezember Letzen…

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