Renate Kulick-Aldag

Pogromnacht

Forst. In der Nacht vom 9. auf den 10. November wurden in ganz Deutschland jüdische Einrichtungen zerstört. Heute finden dazu zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt.

Am 09. November 2012 wird in der Stadt Forst (Lausitz) an die Pogromnacht des national-sozialistischen Regimes im Jahr 1938 gedacht.

In ganz Deutschland wurden nicht nur jüdische Einrichtungen zerstört, mit ihr begann die systematische Vertreibung, Enteignung und dann Vernichtung der Juden aus Deutschland. Die Kirchengemeinden von Forst (Lausitz) und die Stadt Forst (Lausitz) laden aus diesem Anlass am Freitag, den 09. Nov. 2012, um 18 Uhr am Standort des Gedenksteins für die ehemalige Forster Synagoge in der Uferstraße zu einem öffentlichen Gedenken ein.Die Worte zur Erinnerung sprechen Pfarrer Ingolf Kschenka und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Forst (Lausitz) Dietmar Tischer.

In Guben findet um 13 Uhr ein Treffen am Gedenkstein am Standort der ehemaligen Synagoge in Gubin mit Kranzniederlegung statt. Um 1830 Uhr wid in der Bergkapelle ein Gedenkgotesdienst abgehalten. Im Anschluss soll die Gründung einer Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit erfolgen.

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Parkhotel: Bleiglasfenster werden restauriert

Dresden. Als die elf Bleiglasfenster im Herbst letzten Jahres bei Umbauarbeiten im Parkhotel Dresden entdeckt wurden, war Hoteleigentümer Jens Hewaldschnell klar: Hier verbirgt sich eine kleine Kostbarkeit, die unbedingt erhalten werden muss. Jetzt sind die elf Flügelfenster mit insgesamt 44 Bleiverglasungen, die seit den 1980er Jahren hinter einer Trockenbauwand im Blauen Salon verschunden waren, zum Restaurieren in der Glaswerkstatt Körner auf der Tharandter Straße. „Früher habe ich als Jugendlicher im Parkhotel getanzt und gefeiert. Jetzt hat mich meine Arbeit wieder ins Parkhotel zurückgebracht", freut sich Glasermeister Thomas Körner. Er und sein Team reinigen derzeit die Glasscheiben, ersetzen kaputte Glasteile, richten Wölbungen und verkleben Risse. Zur Stabilisierung werden teilweise auch Windeisen an die Fenster angebracht.Ende Januar sollen die Arbeiten beendet sein, dann kehren die Flügelfenster wieder zurück ins Parkhotel, wo Jens Hewald  sie wieder im Blauen Salon sichtbar anbringen wird. Die Glasbilder mit Silberlotmalerei sind der Zeit des Art Déco und Belle Époque zuzuordnen. Die Kunstwerke zeigen unter anderem den Weißen Hirsch, den Dresdner Zwinger und das Schloss Pillnitz. "Unsere Recherche hat ergeben, dass die Fenster der bekannten Firma Urban aus Dresden zuzuordnen sind. Die Kunstwerke stammen von Professor Josef Goller, einem bedeutenden Glasmaler und Lehrer an der Kunsthochschule von Dresden. Schätzungsweise entstanden die Bilder zwischen 1915 und 1920", sagt Glasermeister Körner. Als die elf Bleiglasfenster im Herbst letzten Jahres bei Umbauarbeiten im Parkhotel Dresden entdeckt wurden, war Hoteleigentümer Jens Hewaldschnell klar: Hier…

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