Carola Krickel

Aktuelles zu den Lausitzer Wölfen

Spremberg. In der Lausitz leben aktuell zehn Wolfsfamilien (Rudel) und zwei Paare bei denen bislang noch unklar ist, ob sie Nachwuchs haben. Davon leben sechs Wolfsfamilien (Daubitz, Nochten, Milkel, Niesky, Dauban, Königsbrücker Heide) und eines der Paare (Seenland) in Sachsen.

Drei Wolfsrudel (Welzow, Lieberose, Seese) und ein Paar (Zschorno) befinden sich im brandenburgischen Teil der Lausitz. Das Spremberger Rudel hat sein Territorium sowohl auf brandenburgischem als auch auf sächsischem Gebiet.

Zusätzlich gibt es seit Kurzem den Nachweis von einem Wolf im Hohwald (Landkreise Sächsische Schweiz - Osterzgebirge und Bautzen). 

Seit letztem Sommer gibt es in den Königshainer Bergen vermehrt Hinweise auf Wölfe (u.a. Muffelrisse). Anhand von genetischen  Untersuchungen durch das Senckenberg Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen konnte nachgewiesen werden, dass es sich hierbei um das Nieskyer Rudel handelt, dessen Revier sich bis in die Königshainer Berge südlich der A4 erstreckt.  

Im Seenland- und Nochtener Rudel hat es einen Wechsel der Revierinhaber gegeben. Von dem alten Elternpaar des Seenlandrudels gibt es seit mehreren Monaten keine Hinweise mehr. Eine Tochter hat das Revier übernommen und lebt dort mit einem Rüden zusammen. Bislang gibt es noch keine Hinweise auf Welpen.Im Nochtener Rudel zieht eine Tochter der alten Revierinhaber mit einem neuen Rüden Welpen auf. Anders als im Seenlandrudel leben ihre Eltern jedoch noch im Revier. Das Wildbiologischen Büro LUPUS untersucht, wie sich die beiden Paare miteinander arrangieren. 

Derzeit sind zwei Wölfe im Lausitzer Wolfsgebiet besendert:Eine junge Wölfin ("Marie",FT7) aus dem Milkeler Rudel und ein junger Wolf (MT5) aus dem Nochtener Rudel. FT7 wurde im Rahmen eines Projektes des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) und der Projektgruppe "Wanderwolf", die aus der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V., dem Internationalen Tierschutz-Fonds gGmbH, dem Naturschutzbund Deutschland e.V. und dem World Wide Fund For Nature Deutschland besteht, am 02.05.2012 besendert.

 

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