Bündnis für Demokratie und Zivilcourage Gröditz

Das Bündnis für Demokratie und Zivilcourage wurde 2007 gegründet und besitzt zurzeit 48 Mitglieder. Das BDZ Gröditz kann seit seiner Gründung auf eine Vielzahl von Projekten zurückblicken. Ziel der Projekte und der Tenor der Arbeit war und ist die Vermittlung von demokratischen Werten an Kinder, Schüler und Bürger. Ohne diese kann Toleranz und Verständnis nicht gedeihen. Der Verein legt bei seiner Projektgestaltung mit Schulen immer Wert auf Ausgewogenheit in der Betrachtung der beiden diktatorischen Regime (3.Reich und DDR).

Das heißt er führt mit den Schülern ab Klasse 8 bis 10 seit 2010 Fahrten in die KZ Sachsenhausen oder Buchenwald und in die Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau sowie in die Stasigedenkstätte Bautzen durch. Diese Projekte sind in der Oberschule Siegfried Richter in Gröditz seit Jahren fester Bestandteil des Jahresprogramms. Über die Grenzen von Gröditz hinaus wurde diese Arbeit bekannt und honoriert. Die Oberschule Stauchitz wird seit 2016 in diese Projekte mit einbezogen. Mit allen Sportvereinen werden jährlich Projekte durchgeührt, hier werden besonders Asylbewerber mit ihren Familien einbezogen. Trommelworkshop, Kinderfest, Kanutouren und das Frauenfußballturnier sind alljährlich feste Größen in der Arbeit unseres Vereins und sind in der Stadt Gröditz nicht mehr wegzudenken.

In der Frage der Asylbwerber in Gröditz arbeiten die Vereinsmitglieder eng mit der Diakonie zusammen, Sprachkurse haben wir mit Hilfe unserer Mitglieder organisiert. Jährlich führen sie Podiumsdiskussionen mit Mitgliedern aller Parteien des Sächsischen Landtags durch damit der Kontakt zur Bevölkerung auch außerhalb des Wahlkampfes besteht. Ein Mitglied organisiert mit uns Exkursionen in den Landtag, damit Schüler oder Bürger hautnah Politik und Demokratie erleben können.

„Mit der Stadt Gröditz gibt es eine sehr gute Zusammenarbeit, Indiz dafür ist die Mitgliedschaft als Institution und Fördermittelgeber, sowie die Mitgliedschaft des Bürgermeister Jochen Reinicke als Privatperson. Jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit und Unterstützung erfahren wir von der IG Metall, unser Mitglied Uwe Jahn als Betriebsratsvorsitzender der Gröditzer Schmiedewerke ist hier der maßgebliche Initiator. Mit der Kommunalpolitik, unserem Stadtrat haben wir es auch über die Jahre geschafft, sich über die Arbeit im Stadtrat hinaus, in der Stadt sich zu zeigen und zu stellen. Unser alljährliches Speed Dating mit Schülern der 9. und 10. Klassen bringt Verständnis für beide Seiten und Erfahrungen die sonst nicht gemacht werden würden.  Abschließend seien noch die Theaterstücke, die Zusammenarbeit mit dem Jugendweiheverband und die Antimobbingaktionen für Schüler ab Klasse 4 und die begleitenden Elternabende erwähnt.“ 

Allein im Jahr 2017 wurden 52 Aktionen und Projekte umgesetzt mit insgesamt 6062 Teilnehmern. Alle Gröditzer Schulen sowie die Oberschulen Stauchitz und die Kupferbergschule Großenhain wurden in Demokratieprojekte und Antimobbing-Workshops einbezogen. Dafür benötigt der Verein einen Betrag von 3000 Euro. Diese Summe würde den Eigenanteil des BDZ im Rahmen der Antimobbing-Aktionen an vier Schulen des Landkreises Meißen bedeuten. Mit den Kindergärten und Vereinen wurden Integrations- und Demokratie-Projekte umgesetzt. Ein großes Projekt im Rahmen der 800 Jahr Feier der Stadt Gröditz war natürlich das Graffiti Projekt im Freizeitpark am Kanal an dem allein 45 Mitwirkende über Wochen das Projekt unter professioneller Anleitung umsetzten.

Für 2018 sind aktuell 50 Projekte geplant und diese werden wieder über die Stadtgrenzen von Gröditz hinausreichen. Das BDZ Gröditz ist im Kreis Meißen einer der aktivsten Vereine im Rahmen der Demokratie Förderung und sicher der Verein mit den meisten Projekten.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Tote Wasservögel am Quitzdorfer Stausee

Quitzdorf am See. Am Uferbereich des Quitzdorfer Stausees sind in den vergangenen Tagen mehrere tote Wasservögel gefunden worden. Deshalb bittet das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Görlitz dringend den Uferbereich des Stausees zu meiden. Hintergrund ist die aktuell in hoher Zahl in Deutschland nachgewiesene Geflügelpest in den Wildvogelbeständen. „Jegliches tot aufgefundene Wassergeflügel sollte grundsätzlich nicht angefasst werden“, teilt das Landratsamt mit. Wer selbst tote Tiere entdeckt, sollte diese dem Veterinäramt unter veterinaeramt@kreis-gr.de melden. Bereits am 15. Januar waren teile des Landkreises per Allgemeinverfügung zum Risikogebiet der Geflügelpest erklärt worden. In den betroffenen Gebieten muss Geflügel aufgestallt werden.  Seit September vergangenen Jahres sind in Deutschland über 500 Fälle von Geflügelpest (HPAI-hochpathogener aviärer Influenza) aufgetreten. Über 300000 Tiere aus Nutzgeflügelbeständen mussten seitdem bereits getötet werden. Mitte November wurde in Torgau der erste Fall in Sachsen bei Wildenten nachgewiesen, wenig später, am 24. Dezember kam es zu einem Ausbruch in einer Gänsehaltung bei Grimma. Vier Tage später wurde ein weiterer Ausbruch in einer Hühner-Haltung bei Grimma festgestellt. Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), hatte bereits im Oktober eine erhöhte Wachsamkeit gegenüber Wildvogel-Totfunden und eine Überprüfung der Biosicherheitsmaßnahmen in den Geflügelhaltungen empfohlen. „Vorbeugen ist immer besser, als später Tierseuchenbekämpfung durchführen zu müssen“, so der Präsident des FLI, Prof. Thomas C. Mettenleiter, damals. Gefahr für den Menschen? „Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen. HPAIV, aber auch einige LPAIV können bei Exposition gegenüber einer hohen Infektionsdosis auch auf den Menschen übertragen werden und dort tödlich verlaufende Erkrankungen auslösen“, schreibt das FLI aus seiner Website. Allerdings ist eine Übertragung nach derzeitigen Erkenntnissen nur bei „engem Kontakt mit erkrankten oder verendeten Vögeln sowie deren Produkten oder Ausscheidungen“ möglich, schreibt das Robert Koch-Institut. In Deutschland sind laut RKI bisher keine Erkrankungen beim Menschen nachgewiesen worden. Trotzdem nochmals der Hinweis: Sollten Sie tote Wasservögel finden, fassen Sie diese nicht an. Melden Sie den Fundort dem Veterinäramt: veterinaeramt@kreis-gr.de. Am Uferbereich des Quitzdorfer Stausees sind in den vergangenen Tagen mehrere tote Wasservögel gefunden worden. Deshalb bittet das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Görlitz dringend den Uferbereich des Stausees zu meiden.…

weiterlesen